Outsourcing

    Was bedeutet Outsourcing einfach erklärt?

    Outsourcing ist ein englischer Begriff, aus den Wörtern out, source und using zusammengesetzt. Auf Deutsch ist damit die Auslagerung einzelner Leistungen eines Unternehmens an Dritte gemeint. Besonders bekannt ist IT-Outsourcing, allerdings kann Outsourcing auch in anderen Unternehmensbereichen (bspw. in der Fertigung) stattfinden.

    Outsourcing: Ein Beispiel

    Die Redaktion einer Tageszeitung stellt den Mitarbeitenden Computer, Drucker und andere Technologien für ihre Arbeit zur Verfügung. Die reibungslose Funktion der Geräte ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Arbeit in der Redaktion. Anstatt wie bisher selbst die Server-Wartung oder Problembehebung zu übernehmen, kann die Redaktion diese Leistungen auslagern. Beim IT-Outsourcing werden also externe Dienstleister mit diesen Aufgaben betraut.

    Wer betreibt Outsourcing?

    Outsourcing kann in vielen unterschiedlichen Unternehmensprozessen stattfinden. Üblicherweise werden dann spezialisierte und externe Dienstleister*innen mit Unternehmensaufgaben beauftragt. Besonders bekannt ist das Outsourcing ins Ausland. Viele Unternehmen lassen beispielsweise Produkte in China herstellen, da dort Kosten in der Fertigung gespart werden können. Auch ist Outsourcing im Marketing üblich. Viele Unternehmen lagern ihre Marketingaktivitäten an erfahrene Spezialist*innen aus.

    Wie funktioniert Outsourcing?

    Prozesse oder Strukturen, die bisher selbst vom Unternehmen übernommen wurden, werden beim Outsourcing an andere Firmen übergeben. Dabei wird allerdings nie das Kerngeschäft ausgelagert, sondern lediglich Aufgaben, die dem eigentlichen Geschäft zuspielen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Formen des Outsourcings. Hier einige Beispiele:

    Knowledge Process Outsourcing:

    Hierbei werden wichtige und arbeitsintensive Prozesse an Drittanbieter*innen vergeben. Das könnten zum Beispiel Forschungen sein, für die externe Wissenschaftler beauftragt werden.

    Business Process Outsourcing:

    Ein Unternehmen gibt in diesem Fall Aufgaben ab, die zwar wichtig sind, sich aber nicht auf das eigentliche Geschäft beziehen. Viele Firmen lassen sich beispielsweise die Lohnabrechnung ihrer Mitarbeitenden von externen Dienstleister*innen erstellen.

    Outtasking:

    Einzelne Aufgaben werden an einen Drittanbieter*innen weitergegeben, jedoch behalten die Auftraggeber*innen die Kontrolle über Prozesse und die Verantwortung gegenüber dem Personal. Typische Aufgabenbereiche sind administrative Leistungen wie Archivierung oder Recherche.

    Warum sollte man outsourcen?

    Unterschiedliche Gründe sprechen für das Outsourcing. Ein wesentlicher Punkt ist die Kostenreduzierung. Dadurch, dass Teilbereiche an Spezialist*innen ausgelagert werden können, haben Unternehmen die Möglichkeit auf eine Kostenersparnis, da sie keine Expert*innen einstellen müssen, und sparen darüber hinaus Sozialversicherungsabgaben.

     

    Weiter kann Outsourcing die Effizienz steigern und bringt gleichzeitig eine Zeitersparnis mit, da sich kleine Unternehmen nicht extra in neue Themenbereiche einarbeiten müssen, sondern diese einfach abgeben können. Auch in Sachen Qualität bringt das Outsourcen von Aufgaben Vorteile mit sich. Unternehmen können dadurch nämlich von der Arbeit von sehr hoch qualifizierten Fachkräften profitieren.

    Ist Outsourcing gut oder schlecht?

    Outsourcing ist weder gut noch schlecht. Unternehmen, die Aufgaben an externe Dienstleister*innen abgeben möchten, sollten sich allerdings einiger Nachteile bewusst sein. Werden diese jedoch beachtet, dann steht einem erfolgreichen Outsourcing nichts mehr im Wege.

    Ein grosses Problem, das besteht, ist die Abhängigkeit zu den Dienstleister*innen. Daher sollten mögliche Outsourcing-Partner*innen sorgfältig ausgewählt werden. Entstehen Probleme bei den Dienstleister*innen, kann sich das negativ auf das Kerngeschäft des eigenen Unternehmens auswirken.

    Darüber hinaus haben die Outsourcing-Anbieter*innen Zugriff auf möglicherweise sensible Unternehmensdaten, was Probleme mit dem Datenschutz nach sich ziehen kann. Zusätzlich sollten sich Unternehmen ausserdem bewusst sein, dass Fachwissen im eigenen Haus verloren geht, wenn lediglich externe Spezialist*innen mit entsprechenden Aufgaben beauftragt sind. Wer jedoch auf eine regelmässige Qualitätskontrolle, gut ausgearbeitete Verträge, aber vor allem auf vertrauensvolle Dienstleister*innen achtet, der hat gute Chancen auf erfolgreiches Outsourcing.

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