StartKarriereAuf in die Zukunft: Die beliebtesten Marketing-Jobs 2022
Bildquelle: shutterstock.com

Auf in die Zukunft: Die beliebtesten Marketing-Jobs 2022

Im Marketing gibt es Jahr für Jahr etwas Neues. Und auch die Beliebtheit der einzelnen Marketing-Jobs wechselt jährlich. Jobs, die im Jahr 2021 noch ganz oben auf der Beliebtheitsskala standen, können dieses Jahr bereits überrundet worden sein. So sieht es bei den beliebtesten Marketing-Jobs 2022 aus.

In der Welt des Marketings gibt es einen steten Wandel. Nicht nur, was Massnahmen angeht, auch bei den Jobs im Marketing ist dies erkennbar. Die beliebtesten Marketing-Jobs 2022 machen das wieder deutlich. Dabei ist es – unabhängig vom eigenen Level an Erfahrung – gar nicht immer so leicht, mit allen Veränderungen Schritt zu halten. Und doch muss man in der Marketingwelt immer einen Schritt voraus zu sein, um am Ende auch erfolgreich sein zu können.

Dafür sollte man sich auf jeden Fall immer mal wieder einen Überblick verschaffen, um als Marketer:in im Bilde zu bleiben und neue Entwicklungen auch für sich nutzen zu können. Immerhin bietet das Marketing nach wie vor sehr grosses Potential, da die meisten Unternehmen in irgendeiner Art und Weise Marketing brauchen – sei es zum Release neuer Produkte, zur Gewinnung von neuen Kund:innen oder auch auf ganz anderer Ebene.

Doch wo hat man aktuell die besten Chancen und welche Jobs im Marketing sind im Jahr 2022 am beliebtesten. Unsere Übersicht liefert eine Möglichkeit, sich zu informieren und dann eine Entscheidung zu treffen.

Influencer:in

Influencer:in ist nicht unbedingt ein Job, den die meisten Menschen auch als solchen bezeichnen würden. Doch Influencer:innen leisten inzwischen einen grossen Beitrag für das Marketing. 34 Prozent der Marketing-Expert:innen sagten laut einer HubSpot-Befragung, dass sie mehr ins Influencer:innen-Marketing investieren wollen. Andere Marketing-Formen wie Video-Marketing mit Kurzvideos oder auch mobiles Webdesign folgten erst danach.

Ebenso interessant: Aktuell nutzen bereits 57 Prozent der Marketing-Expert:innen Influencer:innen-Marketing. Und davon planen 46 Prozent, die Investitionen noch einmal zu steigern. Für Influencer:innen gibt es also ein mehr als grosses Potential und der Einstieg in diesen Job ist zudem relativ simpel möglich.

Bei Instagram, TikTok oder auch auf anderen Kanälen wird dazu möglichst hochwertiger Content produziert, der für die Nutzer:innen einen Mehrwert bietet. Gespickt mit Werbung für Unternehmen, die zur Zielgruppe passend, ergibt sich hieraus eine lukrative Form des Marketings. Nicht nur für die Unternehmen, die ihre Produkte vermarkten können, auch für die Influencer:innen selber. Denn nicht selten liegen die Gagen im höheren Bereich. Abhängig ist dies von der eigenen Reichweite und dem Wachstum der jeweiligen Kanäle. Ebenso spielt auch die Branche, Nische und Zielgruppe eine wichtige Rolle im Influencer:innen-Marketing.

Die Reichweite muss nicht zwingend riesig sein

Nicht immer muss die Reichweite der Influencer:innen dabei besonders gross sein oder muss es unzählige Follower:innen und Abonnent:innen geben. Viele Unternehmen arbeiten immer mehr auch mit Mikro-Influencer:innen zusammen. Diese haben zumeist keine allzu umfangreiche Gefolgschaft, können dafür aber mit ihrem Engagement und ihren Posts überzeugen und die Menschen erreichen.

Mikro-Influencer:innen sind oftmals in Nischen aktiv, sodass sich hier für bestimmte Unternehmen eine Möglichkeit ergibt, ganz konkret die eigene Zielgruppe zu erreichen und die Bekanntheit der eigenen Marke zu erhöhen. Ein weiterer Vorteil: Mikro-Influencer:innen haben oftmals einen engen Kontakt zu den Follower:innen und erreichen ein höheres Level an Vertrautheit. So wird ihren Meinungen und Empfehlungen oftmals mehr Gewicht zugemessen.

Producer:in für Video-Content in Kurzform

Ausserdem wird auch Video-Content in Kurzform immer beliebter. Reels, TikToks und Shorts erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei den Menschen, sodass Video-Producer:innen auf diese Weise im Marketing aktuell beste Chancen haben. Für zahlreiche Vermarkter:innen ist Kurzform-Content derzeit einer der wichtigsten Trends und das Potential somit sehr umfangreich.

Weltweit sind 46 Prozent der Marketer:innen davon überzeugt, dass Kurzform-Content eine effektive Strategie darstellen kann, 31 Prozent investieren bereits in diesen Bereich. Manchmal kann man Producer:innen für Video-Inhalte zwar mit Influencer:innen gleichsetzen, jedoch richtet man den Fokus hierbei in erster Linie auf bewegte Bilder, weniger auf Fotos oder auch Textinhalte. Gleichzeitig arbeiten Video-Produzent:innen oftmals für ein Unternehmen und fokussieren sich komplett auf deren Angebot – und stellen gerade für Kurzvideos nicht nur Werbung, sondern auch einfach unterhaltsamen oder informativen Content her.

Kurzform-Content ist vielfach effektiver

Häufig sind kurze Videos in den Sozialen Netzwerken inzwischen effektiver, als langformatige Inhalte. Es braucht nicht nur eine geringere Bandbreite und vielfach weniger Zeitaufwand, auch sind kurze Videos für die zumeist recht kurzen Aufmerksamkeitsspannen der Zuschauer:innen im Bereich Social Media ideal geeignet. Schnelllebige Medien bieten mit Reels und Co. genau den Content, den die Nutzer:innen hier erwarten und konsumieren wollen.

Als Producer:in für Videoinhalte in Kurzform hat man somit beste Chancen, sich mit Qualität und Einfallsreichtum einen Namen zu machen. Hierdurch lassen sich immer öfter auch Kontakte zu Unternehmen knüpfen, sodass nicht nur eine eigene Marke etabliert werden kann, sondern auch Potential für Werbemöglichkeiten vorhanden ist.

Entwickler:in für mobiles Webdesign

Die Nutzung mobiler Endgeräte wie Tablets, Smartphones und Co. nimmt immer mehr zu. Die Nutzer:innen haben ihre Geräte stets bei sich, greifen problemlos darauf zu und holen sich ihre Informationen an jedem Ort. Mehr als 50 Prozent des Traffics im Web kommt bereits über mobile Geräte, Tendenz steigend.

Für Betreiber:innen von Websites sind mobile Erreichbarkeiten somit immer wichtiger. Als Entwickler:in für mobiles Webdesign hat man somit zur Zeit ideale Job-Chancen. Während Desktop-Seiten nach und nach an Relevanz verlieren, nimmt die von mobilen Websites stetig zu. Unternehmer:innen, Privatpersonen und Co. sollten und wollen daher verstärkt auf mobiles Webdesign setzen und somit das vorhandene Potential für sich nutzen. Dabei planen zudem 84 Prozent der Marketer:innen ihren finanziellen Einsatz in mobiles Marketing noch zu erhöhen. Die Optimierung auf mobile Inhalte ist also in den allermeisten Fällen lohnenswert.

Auch Google setzt vornehmlich auf mobile Inhalte

Nicht zuletzt setzt auch der Suchgigant Google vermehrt auf mobile Inhalte und hat den Mobile-First-Index eingeführt. Websites mit mobiler Erreichbarkeit werden somit in den Suchergebnissen besser gerankt.

Zu tun gibt es für Entwickler:innen für mobiles Webdesign somit zur Zeit eine ganze Menge und der Trend ist sicherlich noch nicht auf einem absteigenden Ast. Stattdessen dürfte sich diese Entwicklung noch eine Weile halten, sodass man in diesem Berufsfeld des Marketings aktuell viele Möglichkeiten und Chancen hat.

Welche Marketing-Jobs bieten 2022 weiterhin grosses Potential?

Neben diesen drei Möglichkeiten bietet die Marketing-Welt in diesem Jahr noch zahlreiche weitere Möglichkeiten. So ist nach wie vor der Job des oder der Content-Marketing-Manager:in sehr beliebt und gefragt. Viele Unternehmen suchen in diesem Bereich, schreiben interne Stellen aus oder holen sich externe Hilfe von Freelancer:innen.

Dabei nimmt vor allem der soziale Aspekt in vielen Fällen zu. Zwar wird soziale Verantwortung von vielen Marketer:innen nach wie vor als wenig wirksam angesehen, dennoch wollen fast die Hälfte der Marketer:innen in diese investieren. Immerhin gewinnt es für viele Verbraucher:innen an Bedeutung hinzu, ob sich Unternehmen ethisch und transparent verhalten. Für Mitarbeiter:innen im Content-Marketing ergeben sich somit neue Tätigkeitsfelder, deren Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Comeback für das Erlebnismarketing?

Zusätzlich könnte auch das sogenannte Erlebnismarketing wieder an Bedeutung hinzugewinnen und ein Comeback feiern. Mit Hilfe von Augmented Reality oder auch Virtual Reality besteht damit die Möglichkeit, dass Nutzer:innen oder Kund:innen vor Ort in Abenteuer eintauchen und ihre Umgebung somit neu und anders wahrnehmen können.

Im Bereich Marketing bietet dies sowohl für Marketing-Manager:innen viel Potential als auch für Entwickler:innen für VR und AR.

SEO-Spezialist:innen sind nach wie vor gefragt

Am Thema Suchmaschinenoptimierung kommt man nach wie vor nicht vorbei. Immerhin kommt es heutzutage mehr als je zuvor darauf an, wie gut und einfach eine Website im Internet gefunden werden kann. Gute Rankings bei Google und anderen Suchmaschinen sind also für den eigenen Online-Erfolg unerlässlich. Für SEO-Expert:innen ist die Marketingbranche also nach wie vor bestens geeignet, um die eigene Expertise einzubringen und mit Fachwissen zu überzeugen. SEO – also Suchmaschinenoptimierung – ist zwar nicht neu, unterliegt aber immer wieder Veränderungen und Anpassungen. Ähnlich also, wie das Marketing selbst.

SEO-Strategien gehören zum Marketing heute somit schlichtweg dazu und sind nicht mehr wegzudenken. Dazu kommt, dass viele Marketer:innen ihre Investitionen in den Bereich SEO auf einem gleichen Niveau halten oder gar noch steigern wollen. Google passt seine Suchalgorithmen immer wieder an und sorgt somit für neue Arbeit bei SEO-Spezialist:innen. Zudem entstehen immer wieder neue Strategien, um mit Hilfe von Suchmaschinenoptimierung die Rankings in den Suchmaschinen positiv zu beeinflussen.

Hinzu kommen verschiedene SEO-Trends, die aufploppen, aber auch wieder verschwinden können. Für Unternehmen bieten diese ein gewisses Potential, das genutzt werden kann. Doch auch hierzu benötigen die meisten Unternehmen die Unterstützung von SEO-Expert:innen, die hier ihr Wissen einbringen können.

Marketing-Jobs im Bereich SEO findet man somit bei vielen Unternehmen, wenngleich nicht jedes Unternehmen Festverträge anbietet. Häufiger sind hier Kooperationen mit Freelancer:innen eine Option, die eigene Arbeitskraft einbringen zu können.

Wachsende Marken setzen weiterhin auf Inbound-Marketing

Inbound-Marketing ist ebenfalls nicht neu. Im Gegenteil, es wird bereits seit vielen Jahren effektiv genutzt. Allerdings steckt darin immer noch grosses Potential und für elf Prozent der Marketer:innen bietet Inbound-Marketing sogar soviel Potential, dass es ihre grösste Investition in diesem Jahr sein dürfte, wie die HubSpot Befragung ergab.

Während Outbound-Marketing an Relevanz verliert, sieht dies beim Inbound-Marketing anders aus. Somit haben Marketing-Spezialist:innen in diesem Bereich beruflich nach wie vor viele Möglichkeiten. Es handelt sich hierbei nach wie vor um eine effektive Taktik, um Menschen zu erreichen und somit Leads zu generieren. Um die Bekanntheit einer Marke zu steigern, bietet sich diese Methodik geradezu an und eignet sich zudem dazu, Vertrauen aufzubauen.

Inbound-Marketing setzt Fachwissen voraus und ebenso die Produktion hochwertiger Inhalte, die für Interessenten von Relevanz sind. Wer in diesem Bereich aktiv ist und mit hochwertiger Arbeit überzeugen kann, hat in der Marketing-Welt ideale Karrierechancen.

Wo gibt es im Marketing 2022 weiterhin Karrieremöglichkeiten?

Weiterhin bietet das Marketing in diesem Jahr auch auf anderen Ebenen viele Möglichkeiten, Karriere zu machen und sich beruflich (neu) aufzustellen. Beispielsweise im Bereich Ads mit Google und anderen Anbietern. Hier werden Native Ads noch mehr Bedeutung hinzugewinnen, sodass eine Spezialisierung in diesem Bereich lohnenswert sein dürfte.

Anders sieht es tendenziell beim Bloggen aus. Dieser Bereich scheint eher auf einem absteigenden Ast zu sein, wenngleich nach wie vor viele Menschen bloggen oder gar damit erst anfangen. Beruflich bietet dieses Feld im Marketing zwar grundlegendes Potential, allerdings sieht es in anderen Bereichen mitunter deutlich besser aus.

Beispielsweise bei den Infografiken. Jene Grafiken, die bereits vor einigen Jahren sehr gefragt waren, scheinen ebenfalls wieder an Beliebtheit hinzuzugewinnen. Neben ansprechenden Motiven gibt es dazu zumeist umfangreiche Informationen in prägnanter und kurzer Art. Grafikdesigner:innen haben somit die Möglichkeit, mit Infografiken zu unterschiedlichen Themen zu punkten und können diese verstärkt in ihren Tätigkeitsbereich aufnehmen.

Grosses Potential gibt es darüber hinaus auch noch im Social-Media-Marketing. Facebook, Instagram und vor allem auch TikTok erfreuen sich grosser Beliebtheit und werden intensiv genutzt. Für Social-Media-Marketing-Manager:innen bietet dies die Gelegenheit, sich beruflich neue Wege zu ebnen und in einem Tätigkeitsbereich zu arbeiten, das auch langfristig seine Relevanz behalten dürfte. Wenngleich sich vielleicht die Netzwerke an sich ändern werden, wird Social Media uns sicherlich noch eine ganze Weile begleiten. Und damit auch die Marketing Möglichkeiten, die in diesem Bereich entstehen.

Fazit: Marketing bietet umfassende Karrierechancen – in vielerlei Hinsicht

Betrachtet man das gesamte Konstrukt des Marketings, fällt schnell auf, welche Möglichkeiten sich hier bieten. Im Jahr 2022 kann man hier vor allem mit Kurzform-Videos Erfolg haben oder aber sich als Influencer:in versuchen. Die damit verbundenen Chancen sind immens und somit gibt es auch die Gelegenheit, in diesen Bereichen Geld zu verdienen. Aber auch als Web-Entwickler:in – vornehmlich im mobilen Bereich – bietet die Marketing-Welt zur Zeit viele Gelegenheiten, sich beruflich zu etablieren und Karriere zu machen.

Mit SEO, Inbound-Marketing oder auch Native Ads gibt es darüber hinaus zusätzliche Möglichkeiten, das Potential im Marketing für sich zu nutzen. Als Blogger:in hingegen scheint man derzeit eher auf einem absteigenden Ast zu sitzen. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich dies im kommenden Jahr entwickeln wird. Denn die Marketing-Trends von heute können morgen schon Schnee von gestern sein.

Es kann sich also auszahlen, die Entwicklungen im Bereich Marketing immer im Blick zu behalten und gegebenenfalls auch die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse immer wieder zu vertiefen und zu intensivieren. Beruflich kann sich dies am Ende wohl nur auszahlen.

Hauke Eilers-Buchta
Hauke Eilers-Buchta
Ich bin Hauke. Blogger seit 2010, Texter seit 2012. Dazu Papa, Ostfriese und Digital Native.

Neuste Artikel