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Virtual und Augmented Reality: Bring dein Marketing aufs nächste Level

AR und VR kennen die meisten unter uns eigentlich nur von Video Spielen. So tauchst du mit einer VR Brille mitten in ein Horror Spiel und flüchtest vor einem Axtmörder, das Adrenalin pumpt durch deine Venen, die Hände sind so schwitzig, dass du den Controller kaum halten kannst. Dieses immersive und reale Erlebnis wollen Marketer je länger je mehr nun auch für sich nutzen.

Über 97 Prozent der Schweizer*innen besitzen ein Smartphone. Für deine Marketing Strategie bedeutet das: Ein neugieriger Blick in Richtung AR könnte sich auszahlen. Tatsächlich werden VR und AR im Marketing bereits von einigen Unternehmen genutzt. AR hat hierbei die Nase noch vorne, da es einfacher umzusetzen ist, als VR.

Der Unterschied zwischen VR und AR

Grundsätzlich erklären schon die Namen den Unterschied. Virtual Reality liefert eine virtuelle Realität, Augmented Reality hingegen erweitert die Realität. Bei Virtual Reality tauchst du in eine virtuelle Welt ein und interagierst mit dieser. Dazu brauchst du eine VR-Brille und Controller. Bei AR holst du virtuelle Elemente in die echte Welt. Dies passiert über ein Smartphone oder ein iPad, wichtig ist, dass das Gerät eine Kamera hat.

VR ist also weitaus immersiver und, wie der Name schon zeigt, virtueller. Dank der VR Brille, die du aufsetzt, siehst du die reale Welt nicht mehr rund um dich herum, sondern nur noch die virtuelle Realität. Gerade weil VR also komplexer ist und mehr Ausrüstung bedarf, ist AR bei Marketern etwas beliebter.

Die Vorteile von VR und AR

Die Umsetzung von VR oder AR kann kostspielig werden, weshalb du dich zuerst überzeugen solltest, dass sich eine Umsetzung für dein Unternehmen lohnt. Doch die virtuelle bzw. erweiterte Realität bringt einige Benefits mit sich, die dir neue Kunden beschaffen können.

Virtual Reality

Genau das immersive ist das Ass im Ärmel der VR. Anstatt dass deine Kunden dein Produkt in einem Werbespot oder auf Social Media sehen, können sie in der virtuellen Welt damit interagieren. Natürlich musst du nicht unbedingt dein Produkt mit VR promoten, auch deine Marke kannst du mit VR-Massnahmen stärken. Dies, indem du deine Kunden beispielsweise mittels VR in die Herstellung deiner Produkte hineinsehen lässt, oder sie auf spielerische Art und Weise über dein Unternehmen aufklärst.

VR wirkt auf die Kunden nicht wie normale Werbung, sondern sie fokussieren sich auf das Markenerlebnis. Zudem kannst du dir mit einer VR-Kampagne einen Marktvorteil herausholen – denn noch ist es nicht die Norm, mit virtueller Realität Kunden zu gewinnen.  

Augmented Reality

Auch mit AR kannst du Kunden überzeugen. Bereits einige Unternehmen nutzen Augmented Reality, um ihre Kunden mit dem Produkt interagieren zu lassen, noch bevor sie es kaufen. So können sie beispielsweise Kleidung mittels AR «anprobieren» oder Möbel in ihrer Wohnung platzieren. So wissen sie bereits, wie das Produkt aussieht und wirkt, bevor sie den Kaufentscheid treffen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Kunden das Produkt vermissen, wenn sie ihr Smartphone ausschalten. So hat sich ein Kaufwunsch entwickelt und sie neigen eher dazu, das Produkt einzukaufen.

Für Unternehmen hat AR, wie erwähnt, den grossen Vorteil, dass ihre Kunden mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Smartphone besitzen – und das ist alles, was sie für AR benötigen. Die Kunden können sich also das ganze Angebot direkt aus ihrem Wohnzimmer anschauen, ohne irgendwelche Gadgets oder Zubehör besitzen zu müssen.

Nachteile von AR und VR

VR und AR sind aber nicht in jeder Situation die perfekte Marketing Massnahme. Wie immer müssen du und dein Unternehmen euer Zielpublikum im Blick halten. AR und VR ist noch immer Neuland für einige Kunden, vor allem solche, die nicht sehr technik-affin sind. Diese Personen werdet ihr mit einer AR-Kampagne kaum abholen können.

Auch zu beachten ist, dass einige Personen unter Motion Sickness leiden. Das heisst, dass sie beim Interagieren in einer virtual reality Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit empfinden können. Somit sind nicht alle deine (potentiellen) Kunden für ein VR-Erlebnis geeignet.

Zu guter Letzt sind VR oder AR Massnahmen teuer und aufwändig in der Umsetzung. Stell also sicher, dass du mit deiner Kampagne einen Mehrwert bietest und sich die Technologie für deine Zielgruppe eignet. Ansonsten wirfst du nur Geld und Zeit aus dem Fenster.

Beispiele von Virtual Reality im Marketing

Um dich etwas zu inspirieren und dir zu zeigen, wie VR und AR bereits im Marketing eingesetzt werden, schauen wir uns einige Beispiele an.

Coca Cola

Coca Cola hat VR zur Weihnachtszeit in passender Form angewendet. Die Kunden konnten sich in den Schlitten des Weihnachtsmann setzen und sich die VR-Brillen aufsetzen. Dank den Brillen sehen sie die Rentiere vor dem Schlitten und lassen sich auf einen Ausflug mitnehmen.

Diesel

Um sein Parfum unter dem Namen Only the Brave zu promoten, hat Diesel seinen Kunden in verschiedenen Einkaufszentren die Möglichkeit gegeben, ein VR-Erlebnis zu haben. Die Kunden müssen in der virtuellen Realität eine Parfümflasche aus dem Maul eines Wolfes holen – während sie über hundert Meter über dem Boden herumturnen. Dieses Beispiel zeigt auf, wie Elemente aus der echten Welt, wie Wände oder Durchgänge, genutzt werden können, um das VR-Erlebnis noch realer zu gestalten.

Patrón

Patrón ist eine Tequila Marke, die ihren Kunden eine virtuelle Tour von Hacienda Patrón bietet. Das ist der Standort in Mexiko, wo der Tequila der Marke hergestellt wird. Mittels VR können Interessenten den ganzen Prozess verfolgen und herausfinden, wie der Tequila produziert wird.

Audi

VR ist ganz praktisch, wenn es darum geht, Platz zu sparen (beispielsweise bei Ausstellungen) oder verschiedene Variationen eines Produktes zu zeigen. So sehen wir hier auch, wie ein Kunde einen Audi begutachtet in der virtuellen Realität. Der Verkäufer kann dabei die Farbe oder die Felgen des Autos ändern, damit der Kunde verschiedene Optionen anschauen kann.

Beispiele von Augmented Reality im Marketing

Denken wir an AR, so denken wir unweigerlich an Pokémon Go. Aber auch von AR im Marketing gibt es zahlreiche Beispiele. Vor allem auch im Bereich der Mode und Beauty bringt AR zahlreiche Möglichkeiten mit sich.

L’Oréal

So hat beispielsweise der Kosmetikhersteller L’Oréal AR verwendet, damit Kunden von zu Hause aus Make-up austesten konnten. Somit mussten die Kunden nicht die Tester vor Ort verwenden, die man normalerweise nur für eine Probe auf dem Handrücken verwendet, sondern konnten sich mit dem Lippenstift oder dem Lidschatten aufgetragen anschauen.

WANNABY

Ebenfalls auf der Schiene der virtual-try-ons, aber mit dieser App können Kunden Sneakers anprobieren. Das Online Shopping Erlebnis wird aufs nächste Level gebracht, wenn du die Sneakers von zu Hause aus anziehen und begutachten kannst.

IKEA

Ein Ausflug in die IKEA ist immer ein Abenteuer. Leider ist es aber nicht immer einfach abzuschätzen, ob ein Möbelstück ins eigene Wohnzimmer genau so gut passt, wie es ausgestellt aussieht. Mit AR hilft IKEA den Kunden, sich für oder gegen Möbel zu entscheiden. Die Möbel können mittels Augmented Reality in dein zu Hause eingefügt werden und du kannst herausfinden, ob es zu deiner Einrichtung passt.

Burger King

Eine etwas andere Art von Marketing Kampagne hat Burger King in Brasilien lanciert. Kunden konnten mit ihrem Smartphone ein Plakat der Konkurrenz (wie McDonald’s) scannen, woraufhin das Plakat auf ihrem Bildschirm in Flammen aufging. Unter dem Plakat erscheint dann eines von Burger King. Jeder Kunde, der dieses AR Feature nutzte, erhielt einen gratis Whopper.

Eine lohnenswerte Investition?

Die Umsetzungsmöglichkeiten für VR oder AR Kampagnen sind unglaublich vielseitig und das Potential ist kaum ausgeschöpft. Daher kannst du deinen Kunden ein neues Erlebnis bieten, dass sich klar von deinen bisherigen Marketing Massnahmen abhebt. Dabei solltest du dir, wie bei allen anderen Massnahmen, immer überlegen, für wen du die Kampagne lancierst und was du dir daraus erhoffst. Richtig umgesetzt kannst du dein Marketing mit Virtual oder Augmented Reality auf moderne Art und Weise aufwerten.

Nicole Langhart
Nicole hat dank ihrem laufenden Studium in Kommunikation einen Einblick ins Marketing und in den Journalismus werfen können. Nachdem sie nun hands-on Marketing Erfahrung in einem Start-Up gesammelt hat, zieht es sie zu marketing.ch, um die Leserinnen und Leser mit den neusten News und Trends auf dem Laufenden zu halten.

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