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Diese 9 Fehler solltest Du auf LinkedIn unbedingt vermeiden

LinkedIn ist die perfekte Plattform zur Vernetzung innerhalb Deiner Branche, zur Jobsuche und zum effektiven Selbstmarketing. Das Business-Netzwerk folgt dabei stets den eigenen Regeln und bestraft Nutzer*innen, die sich nicht daran halten. In diesem Beitrag stellen wir Dir 9 typische Fehler vor, die Dich auf LinkedIn ausbremsen können.

Bist Du gerade auf Jobsuche?  Oder willst Du Deine öffentliche Präsentation ausbauen, um Dein Netzwerk zu vergrössern, Business-Kontakte zu knüpfen und neue Auftraggeber an Land zu ziehen? Egal, welches dieser Ziele Du verfolgst: Die Regeln und Verhaltensweisen für Erfolg auf LinkedIn bleiben gleich, genauso wie die Fehler, die Dich daran hindern können. Welche das sind und wie Du sie vermeidest, erklären wir hier.

LinkedIn und das Social-Media-Problem

Wir sagen es ganz deutlich: Das Business-Netzwerk wird viel zu häufig mit Facebook verwechselt. Eine lockere Präsentation und viel privater Content sind das Ergebnis. Dabei geht es bei Deinem LinkedIn-Profil vor allem um eins: ein professionelles Auftreten und die Darstellung Deiner Fähigkeiten und beruflichen Erfahrungen. Auch eine persönliche Note sollte erkennbar sein – dabei solltest Du das Ausmass eines normalen Bewerbungsschreibens aber nicht überschreiten. Eine Aufzählung Deiner wichtigsten Hobbys ist in Ordnung. Aber nur, wenn diese etwas über jobrelevante Eigenschaften von Dir aussagen.

Es fällt ausserdem auf, dass viele Nutzer*innen ihre Online-Profile schlichtweg nicht so ernst behandeln wie eine „echte“ Bewerbung. Dabei steigt deren heutiger Stellenwert für die eigene Karriere immer mehr – nicht umsonst sind Plattformen wie Xing und eben LinkedIn die Nr.1-Anlaufstelle für viele Personaler*innen, die nach neuen Jobanwärter*innen für ihre Unternehmen Ausschau halten.

9 Fehler bei der Nutzung von LinkedIn

Ein gut aufbereitetes und sorgsam gepflegtes LinkedIn-Profil kann also einiges für Dich erreichen. Mit unseren folgenden Top-9-Fehlern erfährst Du, welche Stolpersteine Du kennen solltest – und wie Du es besser machst als viele andere Nutzer*innen auf der Plattform.   

Fehler 1: Dein Profilbild sieht unprofessionell aus (oder Du hast keins)

Ein gutes Foto bestimmt über den ersten Eindruck – und der ist oftmals bekanntlich entscheidend! Noch bevor Recruiter oder potenzielle Kontakte Dein Profil besuchen, sehen sie Dein Foto und bilden sich bereits eine Meinung über Dich. Da ist es sinnvoll, auf Nummer Sicher zu gehen: Ein Business-Shooting im Fotostudio kostet Dich im Gegenteil zum letzten Schnappschuss aus dem Teneriffa-Urlaub zwar einige Euro mehr, doch lohnt es sich doppelt und dreifach. Es entsteht der Eindruck, dass Du Wert auf eine professionelle Präsentation legst – eine Eigenschaft, die besonders bei Marketer*innen wertgeschätzt wird.

Auch beim Netzwerken hilft Dir ein gutes, aktuelles Profilbild. Kontakte, die Du bereits im echten Leben kennengelernt hast (beispielsweise auf einer Fachmesse), können Dich mit einem aktuellen Foto besser zuordnen. Ein Profil ohne Foto ist hingegen ein No-Go: Kontaktanfragen ohne Profilbild werden von den meisten Nutzer*innen als Spam bewertet und abgelehnt.

Fehler 2: Deine Rechtschreibung und Dein Sprachgebrauch lassen zu wünschen übrig

Auch hier bietet sich der Vergleich zum Bewerbungsschreiben an. Denn eine korrekte Rechtschreibung wird generell vorausgesetzt, auch im Online-Profil. Besonders bei Jobs, die mit Kommunikation und Sprache im Allgemeinen zu tun haben, achten Recruiter auf Rechtschreibung und einen souveränen Umgang mit Sprache. Beachte dies deshalb auch in Deiner Infobox, bei den Beschreibungen Deiner bisherigen Berufserfahrungen und bei Deinen Publikationen, falls Du welche veröffentlicht hast.   

Fehler 3:  Du vernetzt Dich mit unwichtigen Personen

Das klingt erst einmal hart – so, als ob Du Personen nur nach deren Wichtigkeit für Deine Karriere bewerten sollst. Es geht aber lediglich darum, dass Dein Netzwerk nicht möglichst gross sein muss, sondern Deine Kontakte Dir einen potenziellen Mehrwert bieten sollten.

Du musst nicht jede Kontaktanfrage annehmen, sondern solltest vorher abschätzen, ob man sich gegenseitig weiterhelfen kann. Denn auch hier gilt: Es geht nicht wie bei Facebook um Freundschaften und soziale Kontakte, sondern um Berufliches. Halte Dein Netzwerk daher lieber übersichtlich und vernetze Dich mit Expert*innen aus Deiner Branche und möglichen neuen Geschäftskontakten. Auch das Netzwerken mit alten Arbeitskollegen kann sich lohnen, da durch solche Kontakte neue Berufsperspektiven entstehen können, die aus Empfehlungen resultieren.  

Fehler 4: Du versendest Kontaktanfragen ohne persönliche Nachricht

Stell Dir vor: Du erhältst eine Kontaktanfrage, weisst aber nicht, wer die Person ist oder was sie von Dir will. Vielleicht kennst Du sie von früher. Möglicherweise möchte sie Dir einen Job anbieten. Oder sie betreibt einfach nur Werbung für ihren kostenpflichtigen Workshop, an dem Du teilnehmen sollst.

Egal, was es ist: Mit einer kurzen Nachricht, in der Du über Dein Anliegen informierst, vermeidest Du Unklarheiten und erhöhst die Chancen für eine Bestätigung Deiner Anfrage. Dieses Vorgehen ist für Dich zielführender und ausserdem höflicher gegenüber der anderen Person.

Fehler 5: Die Informationen auf Deinem Profil sind veraltet

Der Klassiker: Du hast Dein Profil vor Monaten oder sogar Jahren aufgesetzt und seitdem nicht mehr aktualisiert. Dabei profitierst Du davon, wenn neue berufliche Meilensteine in Deinen Angaben auftauchen und Recruiter sehen, was Du in letzter Zeit erreicht hast. Auch, wenn es nur geringfügige Veränderungen in Deiner Laufbahn gab, lohnt sich der Vermerk, da Dein Profil aktuell bleibt und aktiv betreut wirkt.  

Fehler 6: Du verwendest nicht die relevanten Keywords auf Deinem Profil

Auf Jobsuche bei LinkedIn bist Du darauf angewiesen, im Suchverlauf der Recruiter aufzutauchen. Das gelingt Dir am besten, indem Du die entsprechenden Schlagworte verwendest, die mit Deinem Wunschberuf verknüpft sind. LinkedIn analysiert dabei neben Deinen Kenntnissen auch Deine Infobox und die Texte zur Berufserfahrung. Hier solltest Du also unbedingt die entsprechenden Keywords platzieren, um relevante Skills und Alleinstellungsmerkmale, die für den Job gesucht werden, hervorzuheben.   

Fehler 7: Dein LinkedIn-Profil wirkt generisch und langweilig

Oftmals fehlt dem LinkedIn-Profil einfach nur ein neuer Anstrich und ein bisschen Schwung. Das kannst Du bewerkstelligen, indem Du beispielsweise ein (neues) Hintergrundfoto hochlädst, Deinen Profilslogan individualisierst oder Dich unterschiedlichen Communitys anschliesst. Auch die Einbettung verschiedener Medien wie Fotos, Videos oder externer Links peppt Dein Profil auf.

Fehler 8: Du nutzt nur wenige Funktionen von LinkedIn

Willst Du die Möglichkeiten von LinkedIn ausreizen, kannst Du die verschiedenen integrierten Funktionen für Dein Selbstmarketing nutzen. Typische Beispiele sind Stories, das LinkedIn Live-Format oder LinkedIn-Audio.

Klingt Dir das zu exotisch? Dann kannst Du auch auf ein altbewährtes Format zurückgreifen, um Aufmerksamkeit auf Dich zu lenken und Deine Expertise zu beweisen, nämlich indem Du Fachbeiträge veröffentlichst. Egal, für welches Format Du Dich entscheidest: Interessante Inhalte auf Deinem Profil zahlen sich stets aus.

Fehler 9: Du antwortest nicht auf Kommentare

Hast Du spannende Inhalte veröffentlicht, für die sich die Leute interessieren, ist das ein super Fortschritt! Nun solltest Du aber auch mit den Nutzer*innen interagieren, die Dir Feedback geben. Antworte auf Kommentare und gehe fachliche Konversationen ein, um das Gespräch am Laufen zu halten. So beweist Du Kenntnisse in Deinem Metier und sorgst für Aktivität auf Deinem Profil. Das Motto lautet: Interaktion auf LinkedIn bedeutet Sichtbarkeit!

So wirst Du auf LinkedIn gesehen

Dein Auftritt bei LinkedIn profitiert von einem stets aktuellen, aktiven Profil und der sorgsamen Aufbereitung aller zugehörigen Komponenten – vom Profilbild und dem Infotext bis hin zur Veröffentlichung von fachrelevantem Content. Recruiter und potenzielle Geschäftskontakte achten dabei sowohl auf Inhalte als auch auf eine ansprechende Darstellung. Also: Mach es besser und vermeide die hier vorgestellten Fehler, um Dich auf LinkedIn perfekt in Szene zu setzen!

Robin Knappmann
Robin Knappmann
Robin hat vor kurzem sein WiWi-Studium abgeschlossen und schreibt seit 2018 Beiträge rund um das Thema Marketing. Seine Begeisterung fürs Schreiben führte ihn bereits zu einer journalistischen Tätigkeit bei einer deutschen Tageszeitung und durch ein erstes, textintensives Studium der Germanistik und Philosophie. Wenn er nicht gerade vor einem neuen Beitrag sitzt, spielt er vermutlich Gitarre oder monologisiert über seine Lieblingsmusik.

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