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Ronnie Clauser erklärt: Wie Markenbotschafter die Interaktionsrate erhöhen

In diesem Beitrag stellen wir dir eine simple und leicht umsetzbare Social-Media-Massnahme vor. Ein hervorragendes Tool für KMUs, die weder ein riesiges Budget noch unbegrenzt zeitliche Ressourcen zur Verfügung haben. Die Rede ist vom Markenbotschafter Programm, mit welchem insbesondere die LinkedIn Präsenz professionalisiert wird. Dieses Tool richtet sowohl an Marketing Manager, die Unternehmens-Accounts von A bis Z betreuen als auch an Mitarbeitende, die regelmässig berufsrelevante Beiträge teilen.

Hast du dich auch schon mal gefragt, warum deine Unternehmens-Beiträge auf Linkedin nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die du dir erhofft hast? Wenn «Likes, Comments und Shares» ausbleiben, ist es an der Zeit eine Analyse zu erstellen, denn es sind die drei wesentlichsten Variablen, die für die «Engagement-Rate» massgebend sind. Die Interaktions-Rate ist quasi die Halsschlagader im Social Media Marketing. Die Diagnose für kränkelnde Posts, sind meist die gleichen. Entweder sind die Inhalte unpassend und ungenügend oder sie haben weder einen passend «Hook» und «Bait» noch eine klare «Call-to-Actions». Es gibt aber noch einen anderen Grund für die sinkende Interaktions-Rate und zwar der Mensch selber.

Obwohl viele Unternehmensbeiträge lehrreich, inspirierend und unterhaltsam sind, ist vielen Social Media Nutzern die Lust vergangen, die lebenserhaltenden Buttons, wie «Like», «Share» und «Comment» zu drücken. Gleichzeitig ist dieses Verhalten verständlich, denn insbesondere auf LinkedIn vergeht kein Tag, ohne uninspirierten Posts. Im Jahr 2021 hat Watson.ch einige Beispiele unter dem Titel «21 Beweise, dass LinkedIn vermutlich die bescheuertste Social-Media-Plattform ist» publiziert. Speziell die Flut von narzisstischen Beiträgen begünstigen die Interaktions-Lethargie. Der «Otto-Normal-User» wird mit bedeutungslosen Beiträgen überschwemmt. Solche Posts generieren im Idealfall «Heuchelei-Likes»; der Beitrag könnte ja von einer Vorgesetzten Person sein. Sinnvolle Unternehmens-Beiträge bleiben auf der Strecke, weil die Aufmerksamkeitsspanne es nicht zu lässt, gute Inhalte von schlechten zu unterscheiden.

Was kannst du als Unternehmer, Social Media Manager oder Marketing-Fachkraft tun, um deinen Beiträgen wieder Leben einzuhauchen?

Das Social-Media-Markenbotschafter-Programm (Amplify Program) etablieren und Inhalte für die Belegschaft produzieren. Das heisst, dass Medien und Texte von der Marketingabteilung zur Verfügung gestellt werden. Im Anschluss distribuieren die Mitarbeitenden diese über deren Kanäle. Damit wird sichergestellt, dass fesselnde Unternehmensbeiträge geteilt werden. Es ist quasi Owned-Media im Earned-Media Pelz.

Warum Unternehmen das Markenbotschafter-Tool unbedingt einsetzen sollten:

  • Kunden legen viel mehr Wert auf Meinungen und Empfehlungen von Freunden und Kollegen.
  • Authentizität ist das Mass aller Dinge. Mitarbeitende werden nicht als Werbemaskottchen wahrgenommen.
  • Die «Impressions» nehmen zu, folglich wird die Markenreichweite kostenlos gesteigert.
  • Mitarbeitende Posten keine inhaltslosen und kontextarmen Beiträge.

Mit den folgenden Schritten stellst du die Weichen für ein erfolgreiches Markenbotschafter-Programm, unter der Voraussetzung einer gelebten Social-Media-Strategie die sich an den übergeordneten Unternehmenszielen richtet:

  • Plane den Content frühzeitig.
  • Initiiere bereichsübergreifende Redaktionsmeetings. Ideen und Content werden in diesen Besprechungen geboren.
  • Bewirtschafte einen umfassenden Redaktionsplan.
  • Produziere Inhalte die S.M.A.R.T (specific, measurable, attainable, relevant and time-bound) sind.
  • Führe einen Social Media Kalender und bestimme die Markenbotschafter.
  • Prüfe den Erfolg mit geeigneten Kennzahlen. Reichweite, Engagement und die Konversionsraten sind Metriken, die insbesondere mit Tools wie Hootsuite gemessen werden können.

Fazit

Dank des kuratierten Vorgehens werden qualitativ hochwertige Beiträge für die Belegschaft bereitgestellt. Lehrreiche, inspirierende und unterhaltsame Inhalte gewinnen wieder an Bedeutung und reanimieren die Interaktionsrate. Es ist eine Win-Win Situation. Das Unternehmen steigert organisch und kostenlos die Markenbekanntheit und der Markenbotschafter zementiert seinen Status als Experte in seiner Domäne. Der Social Media Dummy wird sich in Zukunft zweimal überlegen, ob ein Beitrag über sich selber sinnstiftend ist oder nicht. Die Prämisse im Social-Media-Marketing bleibt stetig: Wer nichts zu sagen hat, sollte besser schweigen.

Ronnie Clauser

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