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Jan Schneider erklärt: Singles Day, Black Friday & Cyber Monday – das musst du als Marketer wissen

Jede Digitalagentur weiss: Vor Weihnachten ist nach dem Black Friday und Cyber Monday (kurz BFCM). Laut Umfragen steigt das Interesse in der Schweiz spürbar. Musst du den Angebote-Hype ab dem Singles Day bedenken? Wenn ja, was gilt es zu beachten, damit dein Unternehmen profitiert?

Generell war die Schweiz bisher nicht sonderlich interessiert an den plakativen «Konsumtagen». Ursprünglich aus den USA (BFCM) und Asien (Singles Day) wurden diese künstlichen Kaufanlässe zum Ende des Jahres eher kritisch betrachtet. Schweizer sind keine typischen Schnäppchenjäger, scheint es. Was jede Digitalagentur bisher aufmerksam verfolgte – laut diversen Umfragen werden die Tage durchgehend bekannter und steigen in der Relevanz.

Laut Statista erwartet die Schweiz starke Rabattierungen im Bereich von 50 Prozent, damit ein wirkliches Kaufinteresse geweckt wird. Das ist schon die Hälfte der Miete und Grund genug, dass du zumindest Testkampagnen fährst. Profital zeigt weiterhin auf, dass 90 Prozent der 18-24-Jährigen sowie 82 % der 25-34-Jährigen am Black Friday profitieren wollen. Wenn du nicht zumindest Tests durchführst, entgeht deinem Unternehmen schlimmstenfalls eine satte Umsatzsteigerung

Interesse an Black Friday

Was gib es zu bedenken bei Black Friday, Cyber Week und Singles Day?

Beherzige die folgenden fünf Schritte als Teil deiner Vorbereitungen und Strategie für Singles Day sowie BFCW. Jede Digitalagentur wird dir diese grundlegenden Must-haves empfehlen: 

1. Marketingstrategie definieren

Wo sind welche Produkte zu bewerben? Welche Kanäle sind unabdingbar in deiner Onlinewerbung? Dabei zu bedenken sind Standards wie SEA (Search Engine Advertising/Suchwerbung), das GDN (Google Display Network) fürs Remarketing oder Social Ads (Werbung in Social Media) auf TikTok bei einer spezifisch jüngeren Demografie.

Betrachte Content-Marketing als wichtigen Teil deiner Strategie. Dadurch erreichst du deine vorhandene Kundschaft und Follower per Newsletter oder Social Media. Das erlaubt dir, auf die einmaligen Angebote zum Black Friday aufmerksam zu machen. Hier bieten sich beispielsweise eigene Empfängerlisten im E-Mail-Marketing oder frühzeitige VIP-Zugriffsmöglichkeiten per E-Mail-Kampagnen an, die du deiner Stammkundschaft vor dem Verkaufsstart zugänglich machst.

2. Inhalte und Angebote planen

Welche Produkte in deinem Sortiment sind geeignet für Rabatte? Gibt es Bestseller, die ausserordentlich beliebt sind und wichtig für die Angebotsstrategie? Hast du diese Waren im betreffenden Monat am Lager? Kannst du die meistgefragten Prozentsätze in Rabattierungen offerieren (über 50 % in der Schweiz)?

3. Budget für Werbeausgaben

Wie viel tägliches Budget steht dir für Werbeausgaben (dem sogenannten Ad Spend) zur Verfügung und wie verteilst du es auf die diversen Kanäle? Mit einem besonderen Retargeting-Fokus werden Kosten theoretisch geschont. Ein Mehrwert bietet sich durch den Übergang deiner Angebote in die Weihnachtszeit. Teste im jährlichen Vergleich, welche Szenarien dir die besten Ergebnisse lieferten.

4. Vorbereitung Webseite

Analysiere deine Webseite rechtzeitig. Faktoren wie Seitengeschwindigkeit, SEO, Funktionalität und passende Pop-ups sowie Landingpages (spezielle Themenseiten, wie zum Beispiel eine Black-Friday-Angebotsübersicht) helfen deinen Kunden zum erfolgreichen Kaufabschluss. Bekannte Tools wie Googles Page Speed Insights unterstützen dich.

Wichtig und zu beachten: Deine Webseite wird von der Kundschaft zum höheren Anteil auf Smartphones und Tablets aufgerufen. Eine einwandfreie Funktionalität ist entscheidend im Verkauf. Schliesslich sind laut Studie 77 Prozent der Nutzer beim Einkauf auf den mobilen Endgeräten unterwegs.

5. Anzeigentexte und Werbemittel erstellen

Deine in Punkt 1 definierte Marketingstrategie beinhaltet diverse Kanäle. Dazu werden entsprechende Werbemittel benötigt. Von kurzen Videos bis zu Bildern in diversen Formaten oder spannende Anzeigentexte.

Definiere Laufzeiten sowie Budgets eher grosszügiger. So ersparst du dir Überstunden und bist in der Lage, die Vorbereitungen in Ruhe zu treffen, mit genügend Puffer. Wie jede Digitalagentur es kennt, steigen Kosten für Werbetreibende in dieser Zeit stark wegen des Wettbewerbs. Mit höherem Budget bist du hier besser vorbereitet. Ein früher Start hilft ausserdem rechtzeitig aus der grossen Welle an Anbietern hervorzustechen. Twitter rät, den gesamten November für eine entsprechende Kampagne zu nutzen.

Wie du siehst, sind entsprechende Massnahmen schnell umfangreicher. Benötigst du Hilfe bei entsprechenden Strategien, ihrer Ausführung und der darauffolgenden Auswertung? Wende dich für Unterstützung an die Digitalagentur deines Vertrauens.

Kaufabsichten am Black Friday.

Welche Branchen sind gefragt?

Wie diverse Studien zeigen, sind die Kaufabsichten in der Schweiz ähnlich im Vergleich zum Rest der Welt. Produkte aus den folgenden Bereichen sind ausgesprochen beliebt zum Black Friday und generieren enorme Sales. Die Top 5 laut Umfrage sind:

  • Kleidung
  • Elektrogeräte
  • Möbel
  • Lebensmittel
  • Kosmetik

Egal in welchem Szenario, ausgiebige Tests sind den Versuch wert. Nur weil Haus- und Gartenartikel prozentual weniger gefragt sind, bieten sich trotz dessen Optionen auf stärkere Sales. Eine verlockende Aussicht ist garantiert. So zeigen weitere Studien, dass sich Umsätze im Onlinehandel dieses Jahr fast verdreifachen könnten. Wurden vor 10 Jahren noch 5,7 Milliarden erwirtschaftet, rechnen ZHAW und MCI mit circa 15,1 Milliarden im Jahr 2022.

Welche bekannten Methoden helfen zur Umsatzsteigerung?

Countdown-Timer
Ein Klassiker, den jede Digitalagentur schon integriert oder empfohlen hat. Die zuvor erwähnten Kampagnen im E-Mail-Marketing werden durch Timer nachweislich verstärkt. Animierte Countdowns zeigen die verbleibende Zeit bis zum Rabatttag oder erhöhen den Zeitdruck für laufende Angebote. Natürlich genauso vorstellbar als Werkzeug auf deiner Webseite. Will deine Kundschaft profitieren, ist sie angehalten, schnell(er) zuzugreifen.

Push-Notifikationen
Sind sie Bestandteil deiner Webseite oder verfügt dein Produkt über eine App? Dann beziehe sie im Rahmen des Singles Days oder BFCM in deine Strategie mit ein. Erinnere deine Kundschaft im Vorfeld an den genauen Start der Rabattaktionen oder halte sie auf dem Laufenden mit täglichen Hinweisen.

Erweitere Reduzierungen
Bietest du attraktive Rabatte? Perfekt. Versuche obendrauf weitere Kostenersparnisse auf den Plan zu bringen. Hast du bisher einen kostenlosen Versand ausschliesslich ab dem Einkaufswert X angeboten? Dann biete ihn zum Black Friday pauschal an. So wirken deine Angebote noch verlockender.

Gewinnspiele und Giveaways
Jede Digitalagentur weiss, Gewinnspiele oder Giveaways sind stark, wenn es um Reichweiten in Sozialen Medien geht. In Kombination mit deinen Social-Media-Inhalten profitierst du potenziell doppelt. Zum einen erhöhst du deine Reichweite und auf der anderen Seite sammelst du in zweiter Instanz mehr Follower. Durch die Reichweite wird mehr Kundschaft auf deine Black-Friday-Aktionen als auch dein Unternehmen aufmerksam.

Fazit

Mit einem frühzeitigen Start der genannten Massnahmen zum Singles Day und BFCM, verminderst du Crunch (Überstunden bei zeitlichen Engpässen) und erzielst mit genug Überblick und hoher Wahrscheinlichkeit mehr Umsätze.

Nutze deine Vorlaufzeit zur Prüfung der Webseite und Bestände. Bereits etablierte Kanäle stehen obendrauf für dein Content-Marketing parat und effektive Werbekanäle wie SEA oder Social Ads für weitere wichtige Angebotsplatzierungen. Im Idealfall kombinierst du deine Vorhaben mit etablierten Standards wie Gewinnspielen, Push-Notifikationen oder einem kostenfreien Versand.

Jan Schneider
Jan Schneider
Jan Schneider ist Google-Experte und Unternehmer. Er ist seit 2006 im Online-Marketing tätig und hat 2016 seine eigene Online-Marketing-Agentur, die OMA AG, gegründet. Bei der OMA AG, welche auf erfolgsorientierte KMU spezialisiert ist, unterstützt er Kunden im Bereich Online-Marketing-Strategie und Konzeption.

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