E-Mail-Marketing

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E-Mail-Marketing noch längst kein alter Hut

Was soll an E-Mail-Marketing schon so besonders sein, liest niemand, ist längst nicht mehr zeitgemäss und alles andere als sinnvoll – könnte man meinen. Aber weit gefehlt. Die Begeisterung für E-Mail-Marketing ist ungebrochen und liegt nach wie vor im Trend. hunderttausende E-Mails kämpfen jährlich um Aufmerksamkeit. Um aus der Masse hervorzustechen, braucht es ein gelungenes Gesamtkonzept. Das E-Mail-Mailing gehört neben der firmeneigenen Webseite zu den effektivsten Werbeformen des Online-Marketings. Durch den Versand von elektronischen Nachrichten können Kunden und Interessenten schnell und kostengünstig erreicht werden.

Was genau ist E-Mail-Marketing? Die Definition

E-Mail-Marketing ist fester Bestandteil des Online-Marketings und gehört ganz klar in die Sparte Direktmarketing. E-Mail-Marketing sollte keine Unbekannte sein, denn jeder hat schon einmal so eine E-Mail bekommen. Mit ihr werden digitale Nachrichten an potenzielle und bestehende Kunden verschickt. Durch die persönliche Ansprache wird die Zielgruppe zu einer Reaktion aufgefordert, dies geschieht entweder über eine Call-to-Action-Button oder einen Link, beide sollen zum Besuch der Webseite oder einem Kauf animieren.

Grundsätzlich kann man E-Mail-Marketing in E-Mailing und Newsletter unterteilen. Das E-Mail-Mailing ist allerdings flexibler. E-Mails werden versendet, sobald es Neuigkeiten oder besondere Aktionen gibt, beispielsweise Sommersale. Der Newsletter hingegen hat feste Intervalle.

Bei E-Mail-Marketing gibt es aber auch einiges zu beachten. Einfach drauflos kann schnell nach hinten losgehen. Ein wichtiger Grundsatz ist das Einverständnis des Empfängers – zum E-Mail erstellen sowie Newsletter erstellen gibt es darum einige wichtige Punkte, die nicht ungeachtet bleiben sollten.

Ungeahnte Vorteile durch E-Mail-Marketing

Es gibt viele Gründe, die für E-Mail-Marketing sprechen: Eine E-Mail ist kostengünstig und erreicht Kunden immer, denn anders als Werbung per Post werden E-Mails gelesen. E-Mails bleiben zudem meist so lange im Postfach, bis sie irgendwann einmal gelöscht werden. Sie haben genau genommen eine höhere Lebensdauer als beispielsweise ein Facebook-Post, der bereits nach kurzer Zeit nicht mehr sichtbar ist. Kurzum E-Mail-Marketing und Newsletter-Marketing haben den Vorteil, mit relativ geringem Aufwand eine enorme Anzahl an Personen zu erreichen. Auch die Statistiken sprechen für sich: E-Mail-Marketing zählt nämlich zu den erfolgreichsten Marketingmassnahmen überhaupt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass E-Mail-Marketing für viele Unternehmen einen unverzichtbaren Bestandteil im Marketing-Mix einnimmt.

Kurz und Kompakt

  • Kosten: Mit E-Mail-Marketing bleiben die Kosten gering, was den Return-on-Invest erhöht.
  • Testmöglichkeiten: Durch die Auswertung von der Betreffzeile bis hin zum Inhalt, können Kampagnen optimiert und der Erfolg nachhaltig gesteigert werden.
  • Umweltfreundlichkeit: Durch das Versenden von Newslettern und Mailings entsteht kein Abfall, Papier wird nicht benötigt.
  • Echtzeit: Der Kampagnenerfolg lässt sich in Echtzeit ermitteln durch das Messen von Öffnungs- und Klickraten sowie weiterer Kennzahlen (KPIs).
  • Dialogmarketing: Fordert Empfänger zu einer direkten Reaktion auf.
  • Traffic: E-Mail-Marketing schafft enormen Traffic. Die Konversionsrate ist dabei besonders hoch.
  • Aktualität: Mit E-Mail-Marketing bleiben Empfänger immer auf dem neusten Stand, weil es keine Verzögerungen gibt.
  • Kundenbindung: Newsletter-Marketing und E-Mail-Mailings helfen, nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen.
  • Gestaltung: Newsletter lassen sich individuell gestalten. Botschaften werden effektiv transportiert, die Marke gleichzeitig gestärkt.
  • Geringe Streuverluste: durch interessenbasierende Kampagnen.

Ohne E-Mail-Marketing-Tool geht nichts

Egal, ob Anfänger oder Profi – auf ein E-Mail-Marketing-Tool sollte man nicht verzichten. Es ermöglicht den Versand vollautomatisch, schnell und unkompliziert. Das spart nicht nur enorm Zeit, sondern verhindert Flüchtigkeitsfehler, die beim manuellen Verschicken passieren können. Noch dazu besteht bei handelsüblichen E-Mail-Anbietern die Gefahr, dass E-Mails ab einer bestimmten Anzahl vom Spamfilter abgefangen werden. Die Server von professioneller E- Mail-Marketing-Software hingegen stehen auf den wichtigsten Whitelists und werden im Zuge dessen als vertrauenswürdig eingestuft. In einem Tool lassen sich ausserdem alle Datenbankinhalte zentral verwalten. Produktinfos hochladen und Empfängerlisten verwalten entfallen. Kurz und knapp: Newsletter und E-Mail erstellen kann schnell und einfach gehen, mit beindruckenden Vorlagen, am Spamfilter vorbei – direkt ins Postfach des Empfängers.

Das richtige Tool zum Newsletter erstellen

Es gibt kostenlose sowie kostenpflichtige E-Mail-Marketing-Tools, die den Versand sowie Möglichkeiten zur Automatisierung und Personalisierung bieten. Die sogenannten CRM-Tools (Customer-Relationship-Management-Tools) beinhalten unzählige nützliche Funktionen zur Lead-Generierung und zum Kundenmanagement.

  • Editor mit Drag-and-Drop-Funktion: Mit einem simpel bedienbaren visuellen Monitor, mit dem sich E-Mail-Vorlagen personalisieren lassen, gestalten sich Kampagnen effizient.
  • Unterschiedliche Kampagnen-Arten: Die Software sollte mehrere E-Mail-Typen unterstützen, darunter normale Newsletter, A/B-Tests und Autoresponder.
  • Marketingautomatisierung: Egal, ob man nur einen einfachen Autoresponder benötigt oder eine automatisierte, zielgerichtet Kampagne, eine Software sollte auf jeden Fall alles abdecken.
  • Anmeldeformulare: Ein gutes Newsletter-Tool ermöglicht es, ein eigenes Formular für Abonnenten zu erstellen, das entweder auf der Seite eingebettet oder auf einer separaten Landing Page gehostet wird.
  • Schnittstellen: E-Mail-Software muss in der Lage sein, Verknüpfungen zu wichtigen Anwendungen herzustellen, z. B. zum Blog, Onlineshop, CRM und Analyse-Tool.
  • Zustellbarkeit: Was nützt ein Newsletter-Service, wenn die E-Mails nicht an den Spamfiltern vorbeikommen?
  • Support: Eine umfassende Wissensdatenbank sowie der Support per E-Mail und Live-Chat bzw. Telefon sind ideal. Allerdings bieten nicht alle Tools diese Kanäle.
  • Segmentierungsfunktion: nur bestimmte Zielgruppen erhalten Mailings.
  • Datenschutzkonformität: integriertes Double-Opt-In-Verfahren, Impressum, Abmeldelink.
  • Integrierte Split-Tests: A/B-Tests, um zwei verschiedene Newsletter-Varianten miteinander zu vergleichen.
  • Ausführliches Reporting: zur Auswertung der E-Mail-Kampagnen.
  • einfache und intuitive Bedienung
  • genügend Auswahl an fertigen responsiven Templates

Die wichtigsten Tools:

Rechtliches beachten

Beim Versand von Newslettern und E-Mails muss dringt auch die rechtliche Seite beachtet werden, denn zahlreiche Gesetze regeln die Handhabung wie: das Telemediengesetz (TMG), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Wer den Konsequenzen aus dem Weg gehen will, sollte unbedingt die rechtlichen Rahmenvorgaben zum E-Mail-Versand beachten. Dazu gehören unter anderem die folgenden Punkte:

Double-Opt-In

Die DSGVO gibt vor, dass Empfänger von Newslettern nachweislich und ausdrücklich in die Aufnahme des Newsletter-Verteilers eingewilligt haben müssen. Diese lässt sich nur mit dem doppelten Opt-in-Verfahren umzusetzen. Dabei muss der Empfänger bei der Angabe seiner Daten die Erlaubnis erteilen und den zusätzlichen Link bestätigen.

Datenschutzerklärung nicht vergessen

Die Datenschutzerklärung ist Pflicht, in ihr müssen die Punkte der Datenverarbeitung erläutert werden. Eine Betonung, dass die E-Mail-Adressen nicht verkauft werden ist sinnvoll, das wirkt nicht nur seriöser, sondern auch vertrauenswürdiger.

Abmelde-Link einfügen

Jeder Newsletter muss einen Abmelde-Link enthalten, damit der Abonnent sich jederzeit abmelden kann.

Impressum

Jeder Newsletter ist mit einem Impressum auszustatten, das im Telemediengesetz geregelt ist.

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