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So sprichst Du die Generation Z mit Deinen Marketing-Massnahmen richtig an

Kaum haben wir uns auf die Millennials eingestellt, ist die Generation Z auf dem Weg, die grösste Verbrauchergruppe der Welt zu werden. Bereits jetzt zeigt sich ihr Einfluss auf die Ausrichtung heutiger Unternehmen. Aber wer ist diese Generation Z genau? Sie machen Selfies, benutzen Hashtags und streamen Serien, doch die Generation Z macht noch viel mehr aus. Hier zeigen wir Dir, wie Du diese Generation richtig ansprichst.

Was macht die Generation Z aus?

Zur Generation Z gehören (je nach Auslegung)  die Geburtsjahrgänge zwischen 1997 und 2012. Sie folgt auf die Generation der „Millennials” (Gen Y). Gen Z wuchs voll digitalisiert auf, sie sind Digital Natives und somit bestens vertraut mit Social Media, Content Production und Selbstdarstellung,  salopp gesagt die „Look-at-me Generation“.

Das Leben der Gen Z spielt sich viel virtueller ab, als dies in vorherigen Generationen der Fall war. In fast jedem Lebensbereich gibt es heutzutage digitale Alternativen. Eine Studie zeigt, dass Jugendliche im Schnitt täglich mehr als zwei Stunden in sozialen Medien verbringen. Dies führt aber auch zu einer wahren Informationsflut. Kombiniert mit dem Leistungsdruck der heutigen Gesellschaft, ist es für Jugendliche immer schwieriger, Entscheidungen zu treffen. Marketer sollten also den Schwerpunkt darauf legen, durch klare Empfehlungen und Expertisen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln sowie eine zu grosse Auswahl vermeiden.

Nutzungsstatistik Kanäle der Generation Z
Quelle: readly.com

Gen Z ist die am meisten vernetzte Generation

Alles wird ständig auf Social Media untereinander geteilt. Da sind Empfehlungen von Produkten und Dienstleistungen keine Ausnahme. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen lassen sich laut einer Studie der Postbank beim Kauf von Influencern beeinflussen. Zugleich sollen die Produkte so persönlich wie möglich sein. Der selbst designte Sneaker ist ein gutes Beispiel für den Wunsch nach Individualität. Was gilt es also in der Ansprache dieser Generation zu beachten?

Mit diesen Massnahmen erreichst Du die Gen Z

Bei den Millennials sprach man noch von 12 Sekunden Aufmerksamkeitsspanne. Bei Gen Z sind es nur noch 8 Sekunden – die sogenannte Generation Goldfisch – und diese Fische gilt es zu catchen. Mit Bildern und kurzen Clips lassen sich schnell relevante Informationen vermitteln. Prägnante und einprägsame Botschaften sind Pflicht.

Gen Z ist informiert und interessiert sich grösstenteils für Themen wie Klimawandel oder Datenschutz. Laut einer Studie von McKinsey kaufen 80 Prozent der Jugendlichen keine Produkte von Firmen, die in einen gesellschaftlichen oder umwelttechnischen Skandal verwickelt waren. Verpackung, Investition in den Klimaschutz (Beispiel BrewDog) oder grüner Versand gegen Aufpreis ziehen bei den jüngeren Menschen. Natürlich sollen solche Aktionen auch Authentisch sein. Greenwashing führt schnell zu einem Shitstorm.

Nutze die neuen Kanäle

Von Instagram zu Snapchat zu TikTok, der neueste „heisse Scheiss“ kommt schnell. Gen Z wechselt die Kanäle oft und gerne. Hier müssen Marketer informiert sein und mithalten können. Facebook verliert bei dieser Generation immer mehr an Bedeutung, während Kanäle wie TikTok immer wichtiger werden. Momentan sind Youtube, Instagram, Snapchat, WhatsApp und TikTok die wichtigsten Kanäle für diese Generation. Eine Social Media Strategie, die alle fünf verbindet, ist am erfolgversprechendsten. Wie z.B. in diesem Beispiel, wo der neue Dior Sneaker direkt auf Snapchat anprobiert werden kann:

Die richtigen Kanäle alleine reichen aber nicht. Die Ansprache von Gen Z ist eine völlig andere, ein „unser Produkt ist das beste oder günstigste“ nimmt Dir die „heutige Jugend“ nicht mehr ab. Auch sollte nicht krampfhaft versucht werden, die Sprache dieser Generation zu imitieren. Das fällt sofort auf, wie an diesen Beispielen ersichtlich wird. Sei authentisch und nachvollziehbar.

Wichtig ist hier gutes Storytelling, beispielsweise mit Emotionen oder persönlichen Erfahrungen. Die Botschaft sollte persönlich, aber respektvoll vermittelt werden. Ganz abgedrehter Content funktioniert hier auch nicht mehr, besser unterhaltsam und trotzdem informativ – und schnell konsumierbar. User Generated Content eignet sich hierfür besonders gut.

@cheekyboyos

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Schaffe eine Community

Wie eingangs erwähnt, ist Gen Z vernetzt wie keine Generation zuvor. Mit dem gezielten Aufbauen von Communities können Marketer die Kunden binden. Die User teilen die Erfahrungen mit dem Produkt und Marketer erhalten messbare Rückmeldungen. Hier eignen sich eigene Hashtags, Foren und Events – live oder virtuell – sehr gut. Laut einer Studie der W&V Redaktion interagieren mehr als die Hälfte aller jungen Menschen mit einer Marke und deren Werbung.

Teste ruhig Massnahmen und verfeinere Deine Strategie, ein Schema F gibt es speziell im Umgang mit der Generation Z nicht. Wie immer gilt es, die richtigen Tools zur messbaren Analyse der Massnahmen einzusetzen – und das natürlich Zielgruppenorientiert.

Simon Chiozza
Simon ist das perfekte Beispiel für die Symbiose aus Journalismus und Marketing, die wir auf marketing.ch erreichen möchten. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine zweite grosse Leidenschaft im Journalismus fand. Als unser "News-Guy" sorgt er dafür, dass ihr immer mit den aktuellsten News versorgt seid.

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