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Instagram-Algorithmus 2022: Der Guide für Social-Media-Marketer*innen

Auch in 2022 gehört Instagram immer noch zu den beliebtesten Social-Media-Plattformen. Wie gewohnt bringt das neue Jahr auch wieder Veränderungen für den Instagram-Algorithmus mit sich. Welche das sind und wie Du 2022 als Social-Media-Marketer*in auf Instagram erfolgreich bleibst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Neuer Instagram-Algorithmus: Das hat sich verändert

Der neue Instagram-Algorithmus 2022 zieht genauso wie der „alte“ einen Mix aus Kriterien heran, der Instagram Anhaltspunkte über die Relevanz Deiner Inhalte liefert. Diese Relevanz wirkt sich u. a. darauf aus, auf welcher Position Dein Beitrag im Newsfeed Deiner Abonnent:innen auftaucht.

Ein Rückblick: Ende 2021 gab es einen grossen Aufschrei, als Meta bekannt gab, dass die Anordnung der Beiträge nicht mehr nach Relevanz, sondern chronologisch erfolgen wird – dies war vorher schon einmal der Fall, wurde aber 2016 geändert.

Für Creators und Social-Media-Marketer*innen hätte dies einige Veränderungen für 2022 bedeutet. Die Aufregung hat sich aber wieder gelegt, seit klar ist, dass die chronologische Anordnung nur als zusätzliche Option für die Nutzer*innen angeboten wird. In der Standardeinstellung werden die Beiträge im Newsfeed weiterhin nach Relevanz geordnet.

Eine Veränderung in 2022, die viele hingegen deutlicher spüren, betrifft die veränderten Anforderungen an Reels, die nun u. a. eine höhere Bildqualität aufweisen müssen und keine Reposts sein sollten – doch dazu gleich mehr.

So arbeitet der Instagram-Algorithmus 2022

Das Ziel für Social-Media-Marketer*innen ist in diesem Jahr das gleiche wie 2021: Den Instagram-Algorithmus verstehen und mit ihm arbeiten. Doch wie funktioniert dieser Algorithmus 2022 überhaupt?

Instagram verwendet nach eigenen Angaben nicht bloss einen, sondern gleich drei Algorithmen: Einen für den Newsfeed, einen für den Explore-Bereich und einen für den Reels/Instagram-Video-Bereich.

Beim Öffnen der App werten die Algorithmen unmittelbar die verfügbaren Inhalte aus und bestimmen

– welche Beiträge an welcher Position des Newsfeeds erscheinen,

– welche Beiträge im Explore-Bereich empfohlen werden und

– in welcher Reihenfolge die Video-Formate angezeigt werden.

Im Detail unterscheiden sich die drei Algorithmen voneinander – zugleich teilen sie aber die wichtigsten Kriterien. Dazu gehört die Interaktion mit Deinen Follower:innen, die Relevanz Deines Contents für die Zielgruppe sowie die Aktualität Deiner Posts. Der Instagram-Algorithmus bewertet hierfür 6 typische Signale, die wir schon im Instagram-Algorithmus Guide 2021 vorgestellt haben, nämlich:

– Interesse

– Aktualität

– Beziehung

Frequenz

– Following

– Nutzung

Gehen wir einmal näher darauf ein, was das konkret für den Newsfeed, den Explore-Bereich und den Reels/Instagram Video-Bereich bedeutet.

Newsfeed und Stories

Der Algorithmus für Newsfeeds und Stories richtet sich vor allem nach zwei Kriterien: Aktualität und Interaktion. Instagram favorisiert daher Profile, auf deren aktuelle Inhalte Nutzer*innen am häufigsten mit Likes, Kommentaren, Reaktionen und DMs reagierten.

Mit regelmässigen Posts und Aufforderungen zur Interaktion „fütterst“ Du den Algorithmus immer weiter. Neben relevantem Content erzielst Du bspw. mit Umfragen, Slidern, Standortmarkierungen und direkten Fragen an Deine Follower*innen die gewünschte Interaktion.

Die Swipe-Up-Funktion solltest Du hingegen sparsam und gezielt einsetzen: Der Instagram-Algorithmus registriert, wenn Du Nutzer*innen von der Plattform weglenkst – und findet das natürlich eher weniger gut. 

Explore-Bereich

Die Algorithmen des Newsfeeds und Explore-Bereichs arbeiten relativ ähnlich: Anhand des Nutzerverhaltens in Form vergangener Interaktionen und Aktivitäten mit den Beiträgen werden die Inhalte entsprechend favorisiert.

Der Unterschied besteht darin, dass der Newsfeed nur Inhalte von bereits abonnierten Kanälen anzeigt. Im Explore-Bereich werden dann anhand dieser Informationen thematisch ähnliche Beiträge vorgeschlagen, die dem/der Nutzer*in auch gefallen könnten.

Der Instagram-Algorithmus stellt also Vermutungen darüber an, wie wahrscheinlich es ist, dass bestimmte Beiträge von Nutzer*innen gelikt, geteilt oder kommentiert werden. Besonders für neu erstellte Instagram-Kanäle bietet es sich da natürlich an, sich bei thematisch ähnlichen Kanälen mit bereits grosser Reichweite z. B. bei den Hashtags Inspiration einzuholen.

Reels/Instagram-Video

Auch bei den Formaten Reels und Instagram Video entscheidet die Auswertung des Nutzerverhaltens, welche Beiträge vom Algorithmus favorisiert werden. Informativer oder unterhaltsamer Content, der auf die Zielgruppe zugeschnitten ist, zahlt sich in der Regel aus. Hier gibt es aber noch weitere Kriterien, die für 2022 teilweise verschärft wurden.

Dabei geht es vor allem um Einschränkungen für die Reichweite von Reels. So werden Reels mit einer zu geringen Auflösung, einer Umrandung oder einem zu grossen Textanteil im Bild schlechter bewertet. Auch sehr wichtig zu wissen: Der Algorithmus bestraft Reels, die offensichtlich vorher auf einer anderen Plattform veröffentlicht und nun auf Instagram repostet wurden. Instagram reagiert damit auf die vielen Reposts von TikTok-Videos.

Tipps für Deine Arbeit mit dem Instagram-Algorithmus 2022

Neben einigen neuen und alten Variablen, die es im Umgang mit dem Instagram-Algorithmus zu berücksichtigen gilt, zählt auch in 2022 immer noch vor allem eines: qualitativer hochwertiger Content, der auf Deine Zielgruppe zugeschnitten ist.

Um Deine Zielgruppe trotzdem etwas schneller auf Deine Inhalte aufmerksam zu machen, haben wir hier noch einige Tipps, um Deine Reichweite auf Instagram zusätzlich zu pushen.

Interaktion anregen

Die Interaktion der Nutzer*innen mit den Beiträgen ist eines der wichtigsten Kriterien für den Algorithmus. Rege bei Deinen Posts also zur Konversation an, indem Du Fragen an die Community stellst und zu Kommentaren aufforderst.

Das ist keine plumpe Bitte, um Deinen Erfolg zu steigern, sondern auch ein Benefit für Deine Community. Der Grund: Social Media ist insbesondere auf Kommunikation und nicht bloss auf einseitige Beschallung ausgelegt. Nutzer*innen wollen sich an den Inhalten beteiligen und nicht nur konsumieren.

Relevante Hashtags nutzen

Besonders im Explore-Bereich geht es darum, potenziellen Follower*innen aufzufallen, die sich für Dein Thema interessieren. Themenspezifische Hashtags können Dir dabei helfen. Inspiration erhältst Du auch bei bereits erfolgreichen Posts – Individualität ist natürlich trotzdem gefragt und zahlt sich am Ende immer aus.

Regelmässigkeit wahren

Bist Du kein weltweit bekannter Mega-Popstar, der einmal jährlich postet und damit sofort millionenfache Interaktionen bei den Follower*innen anregt, ist das noch kein Beinbruch. Dann lohnt es sich nämlich, den Algorithmus durch regelmässige Posts für sich arbeiten zu lassen.

Eine konstante Präsenz fördert die Beziehung zu Deinen Follower*innen. Diese sind nämlich in der Regel täglich auf Instagram und freuen sich stets über frischen Content – lieferst Du ihn regelmässig in einer hohen Qualität ab, entsteht eine dauerhafte, enge Bindung, die vom Algorithmus wiederum belohnt wird.

Automatisierte Analytics-Reports

Durch die Nutzung von Analytics-Tools erhältst Du hilfreiche Informationen über Deine Zielgruppe, die Performance Deiner Posts und z. B., ob Deine gewählten Hashtags so gut funktionieren, wie Du es Dir wünscht.

Da entsprechende Tools automatisiert arbeiten, kannst Du Dir entspannt von Zeit zu Zeit die Zahlen ansehen und Deine Beiträge entsprechend anpassen.

Fazit – Am Ende entscheidet immer noch der Content

Der Instagram-Algorithmus 2022 bringt wie jedes Jahr ein paar Veränderungen mit sich – im Kern sind die Wege zu mehr Reichweite auf Instagram aber immer noch die gleichen.

Qualitativ hochwertige Inhalte, zugeschnitten auf Deine Zielgruppe, sind immer noch der wichtigste Erfolgsfaktor. Beherzigst Du zusätzlich einige unserer Tipps und Anmerkungen aus diesem Guide, steht Deinem Erfolg auf Instagram auch im Jahr 2022 nichts im Wege!

Robin Knappmann
Robin Knappmann
Robin hat vor kurzem sein WiWi-Studium abgeschlossen und schreibt seit 2018 Beiträge rund um das Thema Marketing. Seine Begeisterung fürs Schreiben führte ihn bereits zu einer journalistischen Tätigkeit bei einer deutschen Tageszeitung und durch ein erstes, textintensives Studium der Germanistik und Philosophie. Wenn er nicht gerade vor einem neuen Beitrag sitzt, spielt er vermutlich Gitarre oder monologisiert über seine Lieblingsmusik.

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