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Social Media Trends 2021 – Der ultimative Guide für alle Plattformen

Hast du dich auch schon schweissgebadet in diesem «was es ist schon wieder Dezember?!» Moment befunden? Draussen hängt bereits die Weihnachtsbeleuchtung, im Wohnzimmer riecht es wohlig nach Chai Tea Latte und in den Schaufenstern ist schon seit Oktober Weihnachten, während die Social Media Planung für nächstes Jahr immer noch nicht ganz ausgereift ist. Jetzt wird es höchste Zeit, die neusten Trends zu checken, in die Tasten zu hauen und den Redaktionsplan zu füllen. Wir haben uns für dich schon mal mit den Fragen der Fragen beschäftigt: Was bewegt Online User im nächsten Jahr und worauf muss Fokus gelegt werden? Hier sind die wichtigsten Social Media Trends, damit dein Unternehmen mit Schwung ins 2021 starten kann.

Eine erfolgreiche Social Media Strategie kann nur aufbauen, wer weiss, wo der Hase lang läuft. Umso wichtiger ist es, sich einen Überblick über die kommenden Trends zu verschaffen, damit diese in die eigenen Kanäle einfliessen können. Worauf musst du dich nächstes Jahr besonders achten?

1. Neue Features nutzen

Nicht nur Facebook und Snapchat nutzen die kurzweilige Story Funktion zur Perfektion, auch LinkedIn und YouTube, ja auch Spotify und Twitter, erkennen die Beliebtheit der kurzen Videos und implementieren sie auf ihrer Plattform. Während die Story Funktion auf LinkedIn bereits zahlreich von den Usern verwendet wird, sind Spotify Hörer noch skeptisch gegenüber der Neuerung.

Trotzdem sollten sich Unternehmen darauf vorbereiten, bald Story-Content für alle Kanäle aufzubereiten. Die kurzen Videos von 15-20 Sekunden, je nach Sozialem Medium, sind nicht ohne Grund so populär auf etablierten Plattformen wie beispielsweise Instagram.

Auch die Shopping Funktionen werden auf Instagram, Facebook, Pinterest und sogar WhatsApp weiterhin ausgebaut. E-Commerce wird je länger je mehr relevant, denn Online Shops sind vor allem auch während Corona-Zeiten total im Trend. Auch hier können Unternehmen gleich ansetzen und ihre Produkte auf Social Media Shops platzieren.

2. Altbewährtes nicht vergessen

Das wirkt schon fast kontrovers, wenn doch eben gesagt wurde, man solle den Trends folgen. Aber auch die klassischen Marketing Massnahmen dürfen nicht vergessen gehen. Auf etablierten Plattformen soll weiterhin Paid Content verbreitet werden und Unternehmen können und sollen ihre Strategie weiter ausbauen.

Trotzdem ist es kein Geheimnis, dass nostalgische Posts bei vielen Usern positive Gefühle auslösen. Dieser Effekt wirkt momentan sogar noch verstärkt, da wir uns aufgrund der Pandemie in unsicheren Zeiten befinden. Das Bekannte, das Bewährte – das zieht momentan! Der Nostalgie-Faktor kann daher gut bei Marketing Content angewendet werden. Berücksichtigt werden muss, dass man mit solchen Inhalten die Generation Z wohl eher aussen vor lässt.

3. Und was ist dieses Social Gaming?

Soziale Events, Versammlungen, Shows – in diesem Jahr kaum denkbar. Um Kunden und Kundinnen trotzdem ein Erlebnis zu bieten, und gleichzeitig eine Marke oder ein Produkt näherzubringen, gibt es nun die Gamification. Unternehmen bieten also Inhalte in Form von Video Spielen an, damit User diese interaktiv erkunden können. Aktuelles Vorzeigebeispiel dafür ist die Modemarke Balenciaga, welche am 6. Dezember ihr eigenes Video Spiel herausgebracht haben, um die Frühjahrskollektion 2021 zu zeigen.

4. User Generated Content

Ein Fokus soll im Jahr 2021, wenn möglich, auch auf User Generated Content (UGC) gelegt werden – egal ob auf Facebook, Instagram oder TikTok – Fotos und Videos von Kunden können helfen, das Vertrauen in den Brand zu stärken. Bei UGC geht es darum, dass diverse User Posts über das Produkt oder die Dienstleistung deines Unternehmens posten. Mit dem Einverständnis dieser Kunden kann der Content auf der eigenen Page (re-)posted werden. Im Gegensatz zur klassischen Werbung wirkt UGC oft glaubwürdiger, da er aus der Sicht des Kunden und nicht aus der Sicht der Unternehmung kommt. Dein Unternehmen profitiert hier doppelt – du hast keinen Aufwand für die Erstellung des Contents und erweckst gleichzeitig Vertrauen bei deinen Followern.

5. Verantwortung ist das A und O

Mit dem steigenden Wachstum und Potenzial von Social Media kommen aber auch Risiken mit sich. Die Verbreitung von „Fake News“, Hassreden und extremen Ideologien ist ein Leichtes. Es ist nicht nur die Aufgabe von Facebook, Twitter und Co. diese einzudämmen, auch von Unternehmungen wird erwartet, dass sie Fact Checking betreiben und Transparenz liefern.

Auch Umweltschutz, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit sind Herzensthemen der jüngeren Generation. Unternehmen gewinnen daher an Vertrauen und Beliebtheit, wenn sie Nachhaltigkeit grossschreiben und einen aktiven Beitrag zur Beseitigung von sozialen Ungerechtigkeiten leisten. Das Engagement der Unternehmungen darf dabei nicht nur ein Affront sein – einzelne Social Media Posts oder Statements – sondern muss regelmässig unter Beweis gestellt werden. Vorzeigebeispiel hier ist Nike, die sich explizit für das Black Lives Matter Movement ausgesprochen haben und Statements wie auch Videospots und Social Media Posts zur Thematik veröffentlicht haben.

Dein Unternehmen soll also Verantwortung übernehmen, in sozialer, politischer und umwelttechnischer Hinsicht.

Behältst du alle diese Punkte im Hinterkopf bei der Erstellung deiner Social Media Strategie nächstes Jahr, bist du schon auf gutem Weg. Trotzdem solltest du auch wissen, was die grössten Plattformen nächstes Jahr bieten, und was du auch dort nicht aus den Augen verlieren darfst.

Instagram

Die wohl auffälligsten und relevantesten Änderungen für dein Online Marketing spielen sich auf Instagram ab. Denn Instagram setzt ab nächstem Jahr noch mehr auf SEO – die Verwendung von Keywords wird also immer wichtiger. Konkret bedeutet das, dass deine Posts in einem Suchvorgang nicht mehr nur nach dem Hashtag gefiltert und angezeigt werden. Mit der Eingabe eines Keywords in der Suchleiste sollen bald alle relevanten Fotos und Videos angezeigt werden. Umso wichtiger ist es für dich und dein Unternehmen, ausdrucksstarke Bildunterschriften zu formulieren, um in den Suchen aufzutauchen.

Auch die Instagram Reels gewinnen an Popularität. Reels ist ein Videoformat auf Instagram, bei welchem 15-30-sekündige Videos hochgeladen werden können. Das Schnelle und Vergängliche des Features spricht vor allem junge User an, die sich genau das schon von anderen Plattformen wie TikTok gewohnt sind. Die Videos unter den Reels können mit Musik hinterlegt und mit Text beschmückt werden.

Ein Smartphone mit einem Instagram Reels Bild, wo man kurze Videos für die User hochladen kann, was 2021 sehr im Trend ist.

Auch eine Greenscreen Funktion wurde implementiert. Auf diese sollen vor allem Unternehmen setzen, findet Elisa Darma, Instagram Marketing Expertin, um beispielsweise Fragen zu beantworten oder Vergleiche (z.B. Vorher-Nachher) zu zeigen. Auch die Green Screen Funktion ist bereits beliebt auf TikTok, da man beispielsweise als Talking Head über einen Screenshot sprechen kann.

TikTok

Speaking of the devil – auch TikTok darf im Jahr 2021 nicht aus den Augen verloren werden. Jüngere Zielgruppen können über dieses Medium erreicht werden, indem auch ein Unternehmen kurze unterhaltsame oder informative Videos zu ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung hochlädt. Der Mensch steht dabei, wie bei so vielen Video-Formaten, im Vordergrund. User wollen eine Persönlichkeit vor der Kamera sehen, mit der sie sich identifizieren können oder die ihnen sympathisch ist.

Facebook

Auch wenn die junge Generation der Meinung ist, Facebook sei tot, so muss auch diese Plattform unbedingt berücksichtigt werden beim Online Marketing. Hier dürfen die traditionellen Paid Strategien nicht zu kurz kommen, damit man diese optimieren und wenn nötig auf die Situation anpassen kann. Dies auch im Hinblick auf die anhaltende Pandemie, deren langfristige Folgen noch nicht genau einschätzbar sind.

Der Facebook Marktplatz wird auch immer weiter ausgebaut. E-Commerce wird immer mehr relevant und Facebook zählt weiterhin zu den grössten Social Media Plattformen.

LinkedIn

Während der Pandemie wurde LinkedIn wichtiger denn je. Für viele Angestellte wurde LinkedIn zur Plattform, die das Zusammenleben im Büro ersetzt. Bilder des Büros zu Hause wurden gepostet, zahllose Beiträge zum Thema Home Office wurden verfasst und rege kommentiert. Auch nächstes Jahr wird LinkedIn relevant bleiben. Unternehmungen können wie auch schon in den Vorjahren über die Plattform Personal suchen oder geschäftliche Updates posten. Michaela Alexis, LinkedIn Expertin, vermutet, dass vor allem Transparenz nächstes Jahr ein wichtiger Faktor sein wird. So sollen Unternehmungen auch ihre Meinungen zu gesellschaftlichen Themen anbringen können und ihr Marketing transparenter gestalten. Auch LinkedIn selbst will kleine- und mittelgrosse Unternehmen in Zukunft noch mehr unterstützen.

Auf jeder einzelner Plattform gilt auch im Jahr 2021: Content is King. Je länger je mehr sollte sich jedes Unternehmen überlegen, wie sie das Bewegtbild in ihre Strategie mitaufnehmen und so ihre Kunden ideal abholen können. Umso besser ist es, wenn eine Person im Mittelpunkt steht, die Inhalte vermittelt und Sympathie erweckt. Selbstverständlich kann und soll weiterhin mit Wörtern und Bildsprache gearbeitet werden. Eine klare, transparente Kommunikation muss auf allen Kanälen gewährleistet sein – dies vor allem im Zeitalter der Fake News. Nur so kann das Vertrauen der User und der Kunden langfristig aufrechterhalten werden und die Social Media Strategie auch im Jahr 2021 glücken. Viel Erfolg!

Nicole Langhart
Nicole hat dank ihrem laufenden Studium in Kommunikation einen Einblick ins Marketing und in den Journalismus werfen können. Nachdem sie nun hands-on Marketing Erfahrung in einem Start-Up gesammelt hat, zieht es sie zu marketing.ch, um die Leserinnen und Leser mit den neusten Trends und hilfreichsten Ratgebern auf dem Laufenden zu halten.

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