StartGrafik & VideoproduktionDas perfekte Unternehmensportrait – Dein Guide zur Videoproduktion
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Das perfekte Unternehmensportrait – Dein Guide zur Videoproduktion

Wer ist dein Unternehmen? Durch welche Eigenschaften zeichnet es sich aus? Diese Fragen in kurzer Zeit und gleichzeitig leicht verständlich zu beantworten, scheint unmöglich. Mit einem Unternehmensportrait allerdings ist es ein Klacks!

Der Trend im Marketing – gerade auch im Videomarketing – geht immer weiter zu starken Persönlichkeiten. Konsument*innen möchten sich nicht von gesichtslosen Firmen in reisserischen Werbespots sagen lassen, was sie kaufen sollen. Sie suchen einen menschlichen Draht zu Unternehmen und authentische Interaktionen. 

Was ist ein Unternehmensportrait?

Ein Unternehmensportrait ist eine authentische Darstellung deines Unternehmens in Videoform. Das Ziel ist es, die Identität und das Angebot anschaulich zusammenzufassen. Das bedeutet, dass ein Unternehmensportrait eher informativ als werberisch wirken soll. Erkläre, was dein Unternehmen besser macht als die Konkurrenz und wie es im Branchenumfeld einzuordnen ist. Welches Problem deiner Zielgruppe kannst du lösen? Betrachte das Unternehmensportrait als Visitenkarte deines Unternehmens.

Dabei geht es immer darum, das Unternehmen zu humanisieren und authentisch darzustellen. Es besteht also eine enge Verwandtschaft zum Imagefilm. Beide wirken nicht werberisch. Allerdings legt der Imagefilm sein Augenmerk auf Werte und Emotionen, während im Unternehmensportrait der Fokus auf Informationen zum Unternehmen und seinen Leistungen liegt und einen Blick hinter die Kulissen erlaubt.

Viele Inhalte in kurzer Zeit

Mit einem Unternehmensportrait kannst du umfangreiche Informationen darüber, was dein Unternehmen auszeichnet und was es anbietet in ein kurzes, unterhaltsames Video stecken. Wenn du dasselbe in Textform versuchen würdest, würde dieser so lange werden, dass ihn kaum jemand liest. Laut einer Umfrage konsumieren 69% der Webseitenbesucher*innen lieber Videos, als dieselben Informationen als Text aufzunehmen. Ausserdem lassen sich Videos einfacher teilen.

So kannst du bei Personen, die dein Unternehmen gerade erst kennenlernen Vertrauen schaffen, weil sie in kurzer Zeit viel über die Firma, ihr Angebot und die Geschichte dahinter lernen. Diese Eigenschaften des Unternehmensportraits kannst du dir auch an anderen Stellen zunutze machen. So kannst du bei Präsentationen dein Unternehmen mit diesem Video vorstellen, anstatt öde Diagramme in einer Powerpoint abzuspulen.

Erklären oder erzählen?

Die meisten Unternehmensportraits schlagen eine von zwei Richtungen ein. Entweder sie gehen in Richtung Erklärvideo und stellen ausführlich die Tätigkeiten des Unternehmens vor. Oder sie gehen stark in die Portraitrichtung, indem ein Interview – z. B. mit der Geschäftsführung – durch das Video führt und mit Stimmungsbildern ergänzt wird.

Beim Ansatz im Erklärstil bietet es sich an, das Video komplett als Animation umzusetzen. So können komplexere Zusammenhänge und trockene Informationen unterhaltsam veranschaulicht werden. Das bietet sich beim Marketing im B2B-Bereich an. Die Interview-Variante wirkt hingegen aufgrund ihrer dokumentarischen Inszenierung persönlicher und authentischer. Hier können echte Mitarbeitende vor die Kamera treten und Vertrauen schaffen. Wenn Kund*innen direkt angesprochen werden sollen, könnte das die bessere Wahl sein.

Wie du ein Unternehmensportrait konzipierst

Zu Beginn der Konzeptionsphase eines Videos fragst du dich immer, welche Kernbotschaft bei den Zuschauer*innen ankommen soll. Im Fall des Unternehmensportraits möchtest du deine Firma vorstellen. Doch obwohl sich viele Informationen in ein Video packen lassen, musst du dich auf das Wesentliche konzentrieren, um den Rahmen nicht zu sprengen. Länger als drei Minuten sollte das Portrait nicht werden. Wenn du das Video gar als Elevator Pitch nutzen möchtest, ist eine Minute schon die Obergrenze.

Bei der Entscheidung, welche Informationen unbedingt ins Video müssen, hilft es festzulegen, in welche der beiden oben genannten Richtungen dein Video gehen soll. Für beide gilt: Schaffe Vertrauen und zeige deine Stärken. Bleibe aber immer authentisch und ehrlich. Frage dich, welche Informationen die Zielgruppe in deinem Video sucht und was ihr Bedürfnis ist. Dafür lohnt es sich, Personas zu erarbeiten und ihre Wünsche und Ängste zu untersuchen. Liefere dann passende Lösungsvorschläge und hebe damit deinen USP hervor.

Die verbindende Geschichte

Hast du alle diese Elemente zusammen, stehst du vor der grössten Herausforderung. Nämlich die ganzen Informationen in eine Geschichte zu giessen. Storytelling und eine hohe Informationsdichte zu vereinen ist schwierig und bedarf vielleicht der Hilfe von professionellen Videografen. Ein guter Startpunkt ist der Start-with-why-Ansatz. Erzähle also zu Beginn nicht, was dein Unternehmen tut, sondern warum und welche Geschichte dahinter steckt. So hast du sofort die Aufmerksamkeit der Zuschauenden und ihr emotionales Investment.

Produktion und Distribution

Das Unternehmensportrait gilt oft als der kleine Bruder des Imagefilms. Das spiegelt die inhaltlichen Ähnlichkeiten wider, lässt sich aber auch auf den Produktionsaufwand und die Kosten anwenden. Beim dokumentarischen Ansatz mit Interview dürften die Kosten nämlich unter denen eines Imagefilms liegen und somit zu den tiefsten für eine Videoproduktion zählen. Bei Animationen sieht das schon anders aus. Je nachdem ob 2D oder 3D werden solche Produktionen sehr schnell sehr teuer.

Doch wohin eigentlich mit dem fertigen Video? Normalerweise lautet die Antwort an dieser Stelle: Überall, wo es möglich ist. Doch das Unternehmensportrait auf Social Media auszuspielen, macht beispielsweise nicht immer Sinn. Lange und sehr informationsdichte Videos sind dort nicht erwünscht. Neben der schon oben erwähnten Einbindung in Präsentationen ist die Webseite prädestiniert für Portraits. Hole damit potenzielle Kund*innen in der Consideration-Phase mit wertvollen Informationen ab und bringe sie mit einem Call-to-action dazu, sich weiter zu informieren oder sich beraten zu lassen.

Ein leichter Einstieg ins Videomarketing

Ein Unternehmensportrait ist nicht ganz so vielseitig einsetzbar wie seine verwandten Formate. Dafür kann es mit dem richtigen Konzept ein sehr kosteneffizientes Projekt sein, das deinem Unternehmen eine unterhaltsame, sinnstiftende und teilbare digitale Visitenkarte beschert. Darum ist das Unternehmensportrait gerade für Videomarketing-Neulinge als Einstieg ins Videomarketing sehr empfehlenswert.

Daniel Cano
Daniel hat gerade sein Studium in Multimedia Production abgeschlossen und hat jetzt erstmal genug vom Theroriebüffeln. Darum teilt er nun seine Begeisterung – insbesondere für Video- und Content-Marketing sowie Storytelling – auf marketing.ch. Wenn er in seiner Freizeit nicht gerade jede*n nötigt, seinen Lieblingsfilm «Blade Runner 2049» zu schauen, kocht er gerne für Familie und Freunde.

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