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Als Digital Nomad im Marketing arbeiten – das musst du wissen

Die Arbeitswelt ist stetig im Wandel, das sollte für niemanden etwas Neues sein. Gerade die Industrie 4.0, auch post-industrielle Wirtschaft genannt, bringt Veränderungen mit sich, die wir so seit der industriellen Revolution nicht gesehen haben. Die Digitalisierung ermöglicht neue berufliche Tätigkeiten, von denen man vor 20 Jahren noch nicht einmal träumen konnte.

Eine dieser neuen beruflichen Möglichkeiten ist es, sich als sogenannter Digital Nomad seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als digitaler Nomade arbeitet man remote und zieht dabei wie ein Nomade aus den alten Tagen, von Ort zu Ort, beliebt sind dabei vor allem warme und sonnige Länder. Dabei ist der Austausch mit anderen Kulturen eine gute Möglichkeit, ein internationales Netzwerk aufzubauen.

Besonders im Marketing ist ein breites kulturelles Wissen von unschätzbarem Wert. Vor allem wenn es darum geht, neue Strategien für einen noch unerschlossenen Markt zu entwickeln. Digital Nomads nehmen im Marketing unterschiedliche Funktionen ein. In unserem Beitrag möchten wir dir die Welt der Digital Nomads erklären.

Das wichtigste zu Digital Nomads im Überblick

  • Ein digital Nomad ist ortsunabhängig und kann (fast) überall auf der Welt arbeiten
  • Zum Arbeiten wird nur ein Laptop mit einem Internetanschluss und Strom benötigt
  • Es wird entweder als Selbstständige*r gearbeitet oder auch in Anstellung
  • Digital Nomads können in unterschiedlichen Branchen unterschiedliche Tätigkeiten ausführen, es gibt nicht den einen Digital Nomad.

Alles was zu über Digital Nomads wissen musst

Wie der Name schon andeutet, arbeiten Digital Nomads hauptsächlich mit digitalen Mitteln und sind nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Meistens denkt man bei diesem Lifestyle an lässig am Strand liegen ein paar Stunden Arbeiten, um dann wieder weiter mit einem Cocktail zu entspannen.

Ganz so entspannt ist das Leben aber dann doch nicht. Die Arbeit wird in den meisten Fällen nicht am Strand erledigt, sondern in Co-Working Spaces oder in Cafés. Der große Vorteil eines Co-Working Spaces: Man kann vor Ort das internationale Netzwerk ausbauen, da sich hier viele Digital Nomads und Freelancer*innen treffen.

Zwar denkt man in der Regel bei Digital Nomads an Freelancer*innen und Selbstständige, aber auch Angestellte können diesen Lifestyle leben. Natürlich kommt es auf den jeweiligen Arbeitgeber an. Dieser kann nämlich remote work oder das Homeoffice anbieten, damit ist in der Theorie dem Arbeitnehmer gestattet von überall auf dem Planeten zuarbeiten. Trotzdem solltest du die Rahmenbedienungen vorher mit deinem Arbeitgeber klären.

Der Start in das Leben als Digital Nomad

Diese freie Art zu leben klingt zwar zuerst verlockenden, bevor du aber dein Ticket ins Ausland buchst, solltest noch etwas weiterlesen. Das Leben als Digital Nomad ist wie die Selbstständigkeit nicht für jeden gemacht und braucht ein wenig Vorbereitung, bevor es richtig losgehen kann.

Bevor du überhaupt daran denkst, dein Leben im Ausland aufzubauen, müssen Kund*innen gewonnen werden. Zieh zuerst ein oder zwei Aufträge an Land und bau dir ein Portfolio auf. So kann man den Lifestyle „ausprobieren“, ohne den Stress der Anpassung an eine neue Kultur zu haben. Wenn du nach den ersten Aufträgen merkst, dass die Selbstständigkeit nichts für dich ist, dann musst du dich schon nicht um die Rückkehr kümmern.

Angestellte haben hier einen großen Vorteil gegenüber Selbstständigen. Das Einkommen ist sicher und stabil, was es dir ermöglicht, besser zu planen. Aber auch hier ist es ratsam, zuerst in den heimischen Vierwänden das Homeoffice auszuprobieren. Es kommt nicht nur darauf an, dass du die eigene Workload problemlos managest, sondern auch die „Isolation“.

Mit Isolation meinen wir natürlich nicht, dass du in einem dunklen Raum deine Aufgaben erledigst und am Mittag mal die Sonne sehen darfst. Vielmehr meinen wir damit das die Unterhaltungen mit den Kolleg*innen im Büro wegfällt, wenn man im Homeoffice ist, das mussten wir alle während Corona lernen.

Marketing-Jobs für Digital Nomads

Wir haben jetzt viel über Digital Nomads generell gesprochen, doch welche Funktionen werden im Marketing von diesen übernommen? Generell genau die gleichen Funktionen, die auch oft an Freelancer*innen gehen oder von Angestellten erledigt werden. Im Folgenden haben wir dir eine Übersicht zusammengestellt.

Webdeveloper*in/Webdesigner*in

Marketing kann manchmal sehr einfach sein, zumindest wenn es darum geht, warum man einen/eine Webdeveloper*in bzw. Webdesigner*in braucht. Ohne eine Webseite geht heute nichts. Doch auch eine schlechte Webseite kann dem eigenen Unternehmen und die eigene Marketingstrategie nichtig machen.

Eine gute Webseite ist zentral für den Erfolg des Marketings, hier kommt der Digital Nomad ins Spiel. Die Erstellung einer Webseite kann von sowohl Developer*innen als auch Designer*innen übernommen werden, die spätere Pflege der Webseite wird genereller von einem Developer nach der Erstellung übernommen. Das SEO einer Webseite wird zu einem großen Teil durch den Code und das Design dieser bestimmt.

Copywriter*in

Jetzt da die Webseite steht, muss der Content her. Copywriter*innen schreiben den Inhalt für eine Webseite, dieser kann informativ oder transaktional sein. Es kommt dabei in erster Linie natürlich auf das Sprachgefühl des digital Nomads an, sowie eine gute Rechtschreibung und Grammatik. Branchenspezifisches Wissen hingegen kann sich durch die Recherche angeeignet werden.

Doch ganz ohne technisches Know-how ist es bei Copywriter*innen auch nicht getan. Die meisten Texte müssen SEO-optimiert werden. Wissen in der Keyword-Recherche und der entsprechenden Einbindung sowie Strukturierung der Inhalte wird von den Auftraggebern erwartet. Copywriter*innen müssen sich außerdem mit den unterschiedlichen Content Management Systemen auskennen, um den Content auf einer Webseite einzupflegen.

Grafikdesigner*in

Nachdem wir uns um die Texte und die Website gekümmert haben, ist es Zeit für Grafiken, um den Content und das eigene Produkt richtig zur Geltung kommen zu lassen. Diese werden natürlich von Grafikdesigner*innen erstellt, ein weiterer Job, der oft von Digital Nomads und Freelancer*innen übernommen wird.

Neben einem Auge für Design ist es natürlich auch wichtig, dass man sich mit den unterschiedlichen Designprogrammen wie InDesign, Photoshop oder Illustrator auskennt. Wissen in SEO und Webdevelopment sind natürlich von Vorteil, aber nicht Zwingenden notwendig.

Marketing-Berater

Auch in der Beratung wird immer wieder auf Digital Nomads gesetzt. Dabei geht es um die Erarbeitung einer Marketingstrategie. Das kulturelle Wissen von Digital Nomads die sich schon seit längerem in einer bestimmten Kulturgruppe wie zum Beispiel Süd- oder Lateinamerika aufhalten, sind dabei besonders interessant.

Gerade wenn man als Unternehmen einen neuen Markt erschließen möchte, kann man mit der richtigen Expertise Geld sparen. Als Consultant im Marketing-Bereich muss man vor allem eins mitbringen: Kreativität. Auch sollte man sich im Web Development, mit dem Copywriting und Grafikdesign auskennen.

Fazit zum Leben als Digital Nomad

Das Leben als Digital Nomad ist nicht nur eine andere Art des Arbeitens, das durch die Möglichkeiten des Internets entstanden ist, es ist vielmehr ein Lifestyle, an den man sich gewöhnen muss. Bevor man sich ein Ticket an den Strand bucht, sollte man aber einen Testlauf starten, um sich mit der neuen Art zuarbeiten vertraut zu machen. Wenn es einem gefällt, dann steht dem neuen Leben auf Reisen nichts im Weg. Wir haben dir deshalb ein paar Inspirationen für deine neue Karriere an die Hand geben.

Marvin Reif
Marvin Reif
Seit Anfang 2019 als freier Kommunikationsdesigner tätig und hilft Unternehmen dabei, ihre Webseiten und textlichen Auftritte für Google zu optimieren. Seine Fachgebiete sind Psychologie, Finanzen, Marketing und SEO.

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