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Wieso Community Building auf Social Media so wichtig ist

Eine starke Community auf Social Media nimmt immer mehr Stellenwert für Unternehmen ein. Sie verspricht treue Fans, die sich mit der Marke und den Produkten dahinter identifizieren. Community Building wird dadurch zu einer unvergleichlich wirksamen Marketing-Massnahme. Was Community Building sonst noch alles für Dich erreichen kann und wie es funktioniert, erfährst Du hier.  

Eine loyale Community auf Social Media kann viel zum Unternehmenserfolg beitragen. Die Community wird dabei im Laufe der Zeit zu einem Teil der Marke und ihrer Identität. In diesem Beitrag gehen wir einmal näher auf das Thema Community Building ein.   

Worum geht es beim Community Building?

Auf Social Media geht es längst nicht mehr nur darum, die Zielgruppe zu erreichen und eine Schnittmenge an Personen zu einmaligen Käufen zu bewegen. Vielmehr soll die Zielgruppe zu einer stabilen Community heranwachsen – Unternehmen verspricht dieses Vorgehen das langfristige Involvement einer treuen Gruppe an Fans und Follower:innen. Diese Gruppe identifiziert sich mit der Marke, tätigt immer wieder Käufe und – was noch viel wichtiger ist – supportet die Brand, indem sie darüber spricht und Produkte im eigenen Umfeld weiterempfiehlt. Man denke dabei an grosse Marken wie Apple, die bereits seit Jahren einen wahren Fankult um sich geschaffen haben und deren Erfolg zum Grossteil auf der Loyalität und Begeisterung ihrer Fans beruht.  

Community Building ist keine leichte Aufgabe, vor allem da die Bedeutung für Unternehmen mittlerweile bekannt ist und alle ihren Hut in den Ring werfen. Trotzdem lohnt sich der Aufwand, auch wenn es immer schwieriger wird, aus der Konkurrenz hervorzustechen. Das Ziel ist es, ein Gefühl der Gemeinschaft und gemeinsamen Identifikation mit der Marke oder dem Produkt innerhalb der Zielgruppe zu wecken und dieses langfristig zu nähren.

Wieso Community Building auf Social Media betreiben?

Communitys bieten Unternehmen Möglichkeiten und Vorteile, die nur wenige andere Marketing-Massnahmen in dieser Form erreichen können. Community Building lohnt sich darüber hinaus sowohl für grosse Unternehmen als auch für KMU und Selbstständige. Letztere profitieren davon, dass nicht unbedingt grosse Budgets eingesetzt werden müssen, um Community Building zu betreiben. Ein Social-Media-Account, eine solide Planung, gute Inhalte und etwas Ausdauer können bereits viel bewirken.   

Eine funktionierende Community auf Social Media ist wie eine geschlossene Gruppe, in der ein reger Austausch über alle Inhalte stattfindet, die in irgendeiner Verbindung mit dem Unternehmen, dessen Produkten oder Dienstleistungen steht. In den meisten Fällen geschieht das z. B. in Form einer Gruppe auf Facebook. Die Kommunikation findet sowohl zwischen den Mitgliedern als auch mit der Marke selbst statt. Du trittst also in direkten Austausch mit Deinen (potenziellen) Kund:innen und umgehst somit Streuverluste und die sogenannte Werbemüdigkeit – die Personen, die hier vertreten sind, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit ein grosses Interesse an dem, was Du sagst. Hier präsentierst Du Dich also in einer Art Safe Space, da sich die Mitglieder proaktiv dafür entscheiden haben, hier zu sein und sich mit Deiner Sache zu beschäftigen. Darüber hinaus bietet Community Building noch einige weitere Vorteile.

Die Bindung zwischen Dir und der Community

Deine Community-Mitglieder entwickeln eine emotionale Bindung zur Dir und Deiner Marke. Das führt dazu, dass sie beispielsweise eher Beiträge von Dir teilen und auch mit Personen aus ihrem Umfeld darüber sprechen, die sich ausserhalb der Community befinden. Hinzukommt, dass sich potenzielle Kund:innen natürlich eher an das Unternehmen wenden, zu dem sie bereits eine Bindung verspüren, wenn sie eine Kaufabsicht haben.  

Die Etablierung von Leadership

Da Du Dich selbst in die Gespräche und Diskussionen Deiner Community einbringen kannst, entsteht für Dich die Möglichkeit, Dich als Expert:in zu beweisen und Leadership zu demonstrieren. Die Community-Mitglieder nehmen Dich immer mehr als wichtige Anlaufstelle zu Deinem Thema wahr, was ebenfalls eine langfristige Bindung begünstigt und Dich und Deine Marke gewinnbringend positioniert.

Feedback von der Community

Der Austausch in der Community fördert konstruktives Feedback zutage, welches Du Dir zunutze machen kannst. Hier erhältst Du einen unmittelbaren Eindruck davon, was Deinen Kund:innen bei Dir gefällt oder was sie stört. Das liefert Dir wertvollen Input, um Produkte, Services und Prozesse zu optimieren und besser auf Kund:innenbedürfnisse zu reagieren.

Am Anfang steht die Planung

Um mit Community Building zu beginnen, solltest Du zuerst einige Fragen klären und eine Strategie entwickeln. Worum geht es überhaupt bei Deiner Community? Was macht sie besonders und welchen Zweck erfüllt sie für Dich und ihre Mitglieder? Danach folgt die Bestimmung Deiner Zielgruppe:

  • Wen willst Du als potenzielle Mitglieder ansprechen?
  • Was charakterisiert diese Personen?
  • Wo halten sie sich auf?
  • Was wünschen sie sich von der Community? Was kannst Du ihnen dabei bieten?
  • Wie soll die Interaktion aussehen?

Es empfiehlt sich genau wie bei anderen Marketing-Kampagnen, auch hier mit Buyer Personas zu arbeiten, um Deine Zielgruppe möglichst genau zu bestimmen. Zusätzlich solltest Du eine Konkurrenzanalyse durchführen, um zu erfahren, welche Communitys bereits gut bei Deiner Zielgruppe ankommen und wie diese verfahren.

Deine Zielgruppe führt Dich dann zur geeigneten Social-Media-Plattform, die Du für Dein Community Building nutzen solltest. Hier geht es auch um die Frage, welche Art von Content Du veröffentlichen und wie Du mit der Community interagieren möchtest.

Pushe Dein Community Building mit guten Inhalten

Um im nächsten Schritt Reichweite aufzubauen, solltest Du bereits von Beginn an Inhalte veröffentlichen, die Deine zukünftige Community interessieren. Mit regelmässigen Posts zu Themen, die Deine Zielgruppe ansprechen und ihr einen Mehrwert stiften, erhöhst Du Deine Sichtbarkeit auf Social Media und lieferst einen Grund, sich Deiner Community anzuschliessen.

Neben dem inhaltlichen Mehrwert geht es auch darum, Emotionen zu erzeugen, die überhaupt erst eine Bindung zwischen Dir und Deinen potenziellen Community-Mitgliedern ermöglicht. Deine Beiträge werden sehr viel wahrscheinlicher geteilt, wenn sie zum Lachen, Staunen oder Weinen animieren. Der grösste Benefit, den eine Community für Dich erreichen kann, ist Loyalität und Sympathie – und das erreichst Du nur über echte Gefühle.

Reichweite auf Social Media aufbauen

Besonders am Anfang stellt sich die Frage, wie man Reichweite auf Social Media aufbauen kann, um das Community Building überhaupt erst ins Rollen zu bringen. Startest Du bei 0, lohnt es sich zu Beginn, anderen themenverwandten Accounts zu folgen. Diese folgen Dir vielleicht zurück, oder Du machst durch Kommentare unter aufmerksamkeitsstarken Posts auf Dich aufmerksam. In jedem Fall solltest Du vermeiden, dass Deine Absichten als rein taktisch ausgelegt werden könnten, um Reichweite aufzubauen. Auch bei Social Media gilt: Gib stets etwas zurück.

Kooperationen mit Influencer:innen, die Deine Marke oder Deine Produkte promoten, sind ebenfalls eine gute Möglichkeit. Der Vorteil ist hier, dass Du auf eine bestehende und bereits gewachsene Community zurückgreifst. Der/die Influencer:in sollte aber unbedingt zu Dir und Deinen Werten passen, wenn Du von einer Kooperation profitieren möchtest.

Du solltest Deinen Social-Media-Account ausserdem auf Deinen weiteren Kanälen bewerben, sowohl off- als auch online. Dafür bieten sich beispielsweise Flyer, Visitenkarten, Deine Homepage oder Signaturen in Deinen E-Mails an.

Um schnell Reichweite aufzubauen, bieten sich zudem bezahlte Anzeigen auf der jeweiligen Plattform an. Gerade am Anfang kann das einen schnellen und unkomplizierten Boost für Dich bewirken. Startest Du eine entsprechende Kampagne auf Instagram oder Facebook, stehen Dir hierfür die Ziele „Reichweite“ oder „Markenbekanntheit“ zur Verfügung. Deine Anzeige wird dann User:innen mit passenden Interessen ausgespielt, die zu Deiner potenziellen Zielgruppe gehören.

Der Übergang zum Community Management  

Der Übergang vom Communty Building zum Community Management, also der Pflege und Betreuung Deiner bestehenden Community, verläuft fliessend. Ausserdem endet das Community Building in der Regel nicht, nur weil Du bereits eine gewachsene Community vorzuweisen hast. Auch danach solltest Du weiterhin neue Mitglieder überzeugen, sich Deiner Sache auf Social Media anzuschliessen.

So baust Du eine Community auf Social Media auf

Eine Community auf Social Media bringt Dir Support für Deine Marke, liefert Dir wertvolles Feedback und verschafft Dir einen direkten Draht zu Deinen Kund:innen bzw. zu Deiner Zielgruppe. Diese Vorteile verschaffst Du Dir mit einer soliden Strategie, ansprechenden Inhalten und der stetigen Interaktion mit den Community-Mitgliedern. Der Aufwand lohnt sich: Mit etwas Anstrengung und einem langen Atem steht schon bald auch eine starke Community hinter Dir.  

Robin Knappmann
Robin Knappmann
Robin hat vor kurzem sein WiWi-Studium abgeschlossen und schreibt seit 2018 Beiträge rund um das Thema Marketing. Seine Begeisterung fürs Schreiben führte ihn bereits zu einer journalistischen Tätigkeit bei einer deutschen Tageszeitung und durch ein erstes, textintensives Studium der Germanistik und Philosophie. Wenn er nicht gerade vor einem neuen Beitrag sitzt, spielt er vermutlich Gitarre oder monologisiert über seine Lieblingsmusik.

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