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Erfolgreich auf Social Media: Vermeide diese 8 Fehler auf Twitter

Das Konzept von Twitter ist für viele immer noch ein Rätsel – dabei ist die Plattform auch für Unternehmen bei richtiger Nutzung ein wirkungsvoller Kanal für den Marketing-Mix, der viel Aufmerksamkeit generieren kann. Auf welche Stolpersteine Du als Marketer:in besonders achten solltest, erfährst Du in diesem Beitrag. 

Eine Steigerung Deiner Likes, Kommentare und Retweets auf Twitter ist mit etwas Vorwissen und Erfahrung leicht zu bewerkstelligen. Um Dir zu zeigen, wie es nicht geht, haben wir hier die Top-8-Fehler auf Twitter einmal für Dich zusammengetragen, damit Du sie nicht mehr machen musst.

Worauf kommt es bei Twitter überhaupt an?

Schnell einen Twitter-Account erstellen, ab und zu ein paar Tweets rausschiessen, dann die Füsse hochlegen und sich auf die zigfachen Reaktionen der User:innen freuen – so einfach ist es leider nicht. Wer auf der Social-Media-Plattform regelmässig Aufmerksamkeit für sich oder sein Unternehmen generieren will, benötigt eine Strategie und einen langen Atem.

Zum einen betrifft das den eigenen Account, samt Profil- und Titelbild sowie die Bio. Zum anderen geht es vor allem um die veröffentlichten Inhalte bzw. Tweets sowie die Interaktion mit anderen Twitter-User:innen. Erfolg hat, wer regelmässig Präsenz zeigt und inhaltlich hochwertige, pointierte und unterhaltsame Kurznachrichten verfasst – im Idealfall mit Bezug auf aktuelle Themen aus der Branche oder dem Tagesgeschehen. Hier sind die typischen Fehler, die Du auf Twitter unbedingt vermeiden solltest.

Fehler #1: Dein Twitter-Profil ist nicht optimiert

Viele vernachlässigen ihr Twitter-Profil in mindestens einem Aspekt – hier herrscht nämlich die Heilige Dreifaltigkeit, bestehend aus einem ansprechendem Profilfoto, einer aussagekräftigen Bio und einem guten Header. Jedem dieser drei Faktoren solltest Du Aufmerksamkeit schenken, da Dein Profil sonst unprofessionell wirkt und nicht alle Möglichkeiten ausreizt.

Deinem Profilfoto kommt hierbei die grösste Bedeutung zu. Neben Deinem Account-Namen sehen die User:innen es nämlich als erstes, wenn ein Tweet von Dir erscheint. Wählst Du ein nichtssagendes, langweiliges Motiv, verschenkst Du das Potenzial des ersten Eindrucks – und auf den kommt es häufig an, besonders, wenn Du zukünftige Kund:innen auf Dich aufmerksam machen willst. Bedenke dabei das kreisförmige Format, welches Twitter für Profilfotos vorgibt und passe Dein Foto entsprechend an. Fotodateien mit höherer Auflösung sind möglich, allerdings reichen 400 x 400 Pixel aus.

In der Bio platzierst Du kurz und knackig einige Information über Dich oder Dein Unternehmen. Dafür stehen Dir 160 Zeichen zur Verfügung. Erkläre Deinen potenziellen Follower:innen, worum es bei Dir geht und was sie auf Deinem Account erwartet. Auch Informationen zur Website, dem Standort und ggf. die wichtigsten Kontaktdaten kannst Du unterbringen. Indem Du Keywords platzierst, die für Dich oder Dein Unternehmen relevant sind, erhöhst Du die Chancen, in der Suche gefunden zu werden. Viele Unternehmen lassen diese Chance verstreichen und werden von ihrer Zielgruppe schlichtweg übersehen.

Kommen wir schliesslich zum Header: Wähle nicht einfach nur ein Motiv, welches schön aussieht und sich unauffällig im Hintergrund platzieren lässt. Viel besser ist es, wenn Du subtil Dein Angebot mit Informationen über neue Produkte oder Dienstleistungen im Bild miteinbindest. Die empfohlenen Masse für Header betragen 1500 x 1500 Pixel.

Fehler #2: Deine Tweets stiften keinen Mehrwert

Ein typischer Fehler vieler Marketer:innen auf Twitter ist, den eigenen Account lediglich als Werbekanal zu verstehen. Dabei gilt immer noch, dass Inhalte mit Mehrwert, welche Deine Zielgruppe interessieren und unterhalten, nach wie vor der sicherste Garant für Likes und Retweets sind.

Hinzu kommt, dass sich in den letzten Jahren eine Art SPAM-Kultur auf der Plattform ausgebreitet hat, bei der erfolgreiche Inhalte immer wieder geteilt und automatisiert retweetet werden. Folge diesem schädlichen Trend besser nicht und veröffentliche gut recherchierten und ansprechend aufbereiteten Content für Deine Follower:innen.

Fehler #3: Du verwendest kein Bildmaterial in Deinen Tweets

Bei einem Tweet denken die meisten Menschen an einen kurzen Text. Dass bei Twitter auch die Möglichkeit besteht, Bilder zu posten, ist vielen unbekannt, die sich noch nicht mit der Plattform beschäftigt haben. Aber auch Marketer:innen, die Twitter bereits nutzen, verzichten viel zu häufig auf Bildmaterial. Und das geschieht leider zum eigenen Nachteil: Tweets mit Bildern rufen im Schnitt fünfmal so viele Reaktion hervor wie reine Text-Tweets!

Der Grund dafür ist leicht erklärt. Das menschliche Gehirn verarbeitet visuell vermittelte Informationen schneller als Informationen aus einem Text. Zusätzlich lockerst Du Deine Tweets mit etwas Bildmaterial auf und gestaltest sie so attraktiver für die User:innen.

Fehler #4: Du interagierst falsch mit Deinen Follower:innen

Wenn Du bereits viele Follower:innen auf Twitter vorzuweisen hast, ist das super. Allerdings sagt das nur wenig über das Engagement Deiner Community aus: Dabei geht es um die Resonanz, die Deine Beiträge in Form von Likes, Kommentaren und Retweets erhalten.

Interagieren Deine Follower:innen nämlich mit Deinen Beiträgen, sehen das auch deren Follower:innen, die sich ebenfalls für Dich und Deinen Content interessieren könnten. Engagement erhöht also Deine Reichweite und Deine Sichtbarkeit auf Twitter.

Der zweite Punkt ist, dass Du selbst mit Deinen Follower:innen interagieren solltest, wenn sie auf Deine Tweets reagieren oder sich bei Dir melden. Antworte auf relevante Kommentare, Erwähnungen und Direktnachrichten. Besonders von Unternehmen erwarten User:innen eine zeitnahe Rückmeldung auf Anfragen, Beschwerden oder ähnliches – auch auf Twitter und anderen Social-Media-Plattformen.

Fehler #5: Deine Tweets nehmen keinen Bezug zu aktuellen Themen

Twitter ist vor allem ein Medium, welches den Fokus auf Aktualität setzt. Viele beachten diese Prämisse nicht und posten stur Unternehmensinhalte und Werbung, ohne einen aktuellen Bezug herzustellen. Dabei bietet vor allem diese Prämisse auf Twitter viele spannende Möglichkeiten für Deinen Content.

Twitter selbst und einige spezielle darauf ausgelegte Profile veröffentlichen regelmässig die Trending Topics auf der Plattform. Hier solltest Du Dich regelmässig informieren. Wähle dabei aber nicht jedes x-beliebige Thema aus, nur weil es aktuell viel besprochen wird – ein Bezug zu Dir und Deinem Unternehmen sollte erkennbar und nicht völlig an den Haaren herbeigezogen sein. Besteht aber ein Zusammenhang zwischen einem aktuellen Thema und einem Produkt oder Service von Dir, solltest Du die Chance nutzen.  

Fehler #6: Du verwendest keine Hashtags

Twitter ohne Hashtags? Ein Kardinalfehler! Schliesslich hat die Plattform einen grossen Beitrag zur Kultivierung von Hashtags geleistet. Dein Vorteil: Sie helfen Dir, Deine Beiträge leichter auffindbar zu machen, da der Algorithmus Deine Tweets den entsprechenden Themen zuordnen kann. User:innen, die sich für ein Thema interessieren und nach dem entsprechenden Hashtag suchen, gelangen so wahrscheinlicher zu Deinem Content.

Fehler #7: Du teilst keine externen Inhalte in Deinem Feed

Positive Reaktionen auf die eigenen Tweets zu erhalten ist der Lohn auf Twitter, den Du bei guter Arbeit erhältst. Trotzdem wäre es ein Fehler, nur auf eigene Inhalte zu setzen – schliesslich bewegst Du Dich in den Sphären von Social Media, wo es niemals nur um Dich geht.

Teilst Du interessante, themenverwandte Tweets in Deinem Feed, hat das viele Vorteile für Dich und Deine Community. Mit informativen Beiträgen erhöhst Du die inhaltliche Qualität Deines Kanals und positionierst Dich mithilfe externer Inhalte als eine zuverlässige Anlaufstelle für Dein Thema. Ausserdem lenkst Du zugleich die Aufmerksamkeit der Tweet-Verfasser auf Dich – das können wichtige Meinungsführer:innen und Expert:innen auf Deinem Gebiet sein, von dessen Bekanntschaft Du profitieren könntest. Nicht zuletzt hilft Dir das Teilen von Tweets auch beim Lückenfüllen, wenn Du gerade selbst keinen Content produzierst.  

Fehler #8: Du twitterst zu den falschen Zeiten

Wenn Du nicht weisst, wann Deine Follower:innen auf Twitter unterwegs sind, verpasst Du die Stosszeiten, in denen Du die meisten Reaktionen auf Deine Tweets erhältst. Im Schnitt öffnen User:innen die App nur dreimal täglich für ein paar Minuten und scrollen sich schnell durch die neuesten Tweets. Das richtige Timing ist hier also entscheidend.

Es gibt unterschiedliche Angaben zu den optimalen Zeiten, zu denen man twittern sollte. Besser ist es aber, wenn Du Dich an Deiner Community orientierst und selbst herausfindest, zu welchen Zeiten die Leute am häufigsten auf Deine Tweets reagieren. Vermutlich wird das nicht mitten in der Nacht, sondern eher tagsüber sein – trotzdem solltest Du schauen, ob Deine Follower:innen eher morgens in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Nachhauseweg am Nachmittag auf Twitter vorbeischauen und Dein Timing dementsprechend anpassen.

Mehr Erfolg auf Twitter

Twitter hat wie jede andere Social-Media-Plattform seine eigenen Besonderheiten und Stolperfallen, die Marketer:innen kennen sollten. Wir hoffen, dieser Beitrag kann Dir einige der typischen Fehler ersparen und Dich auf Deinem Weg zu einem erfolgreichen, reichweitenstarken Twitter-Account unterstützen!

Robin Knappmann
Robin Knappmann
Robin hat vor kurzem sein WiWi-Studium abgeschlossen und schreibt seit 2018 Beiträge rund um das Thema Marketing. Seine Begeisterung fürs Schreiben führte ihn bereits zu einer journalistischen Tätigkeit bei einer deutschen Tageszeitung und durch ein erstes, textintensives Studium der Germanistik und Philosophie. Wenn er nicht gerade vor einem neuen Beitrag sitzt, spielt er vermutlich Gitarre oder monologisiert über seine Lieblingsmusik.

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