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So funktioniert eine Keyword-Recherche in 8 Schritten

Eine Keyword-Recherche kann für das eigene Online-Marketing sehr sinnvoll sein. So weiss man, wie man seine Inhalte optimiert und worauf es dabei konkret ankommt. Auch wird dadurch klar, welche Keywords besonders wichtig sind. Wie genau du eine Keyword-Recherche durchführen kannst, erfährst du hier.

Google ist als Suchmaschine definitiv Marktführer und gibt in vielerlei Richtungen den Ton an. Dabei kommt es auch immer wieder vor, dass Google Veränderungen vornimmt und beispielsweise den Such-Algorithmus anpasst. Da ist es durchaus sinnvoll, wenn du dich an einigen Konstanten orientieren kannst – und für die Suchmaschinenoptimierung ist die Keyword-Recherche ganz sicher eine solche Konstante.

Auch wenn sich das ganze Prozedere rund um die Keyword-Recherche in der Vergangenheit durchaus verändert hat, so ist es bis heute hilfreich bis notwendig, eine solche Recherche überhaupt durchzuführen. Passende Tools zur Keyword-Recherche gibt es immerhin, die dir hier die Arbeit erleichtern können.

Keyword-Recherche: Was genau ist das?

Ganz konkret bezeichnet man die Suche nach Keywords, die zu einem Thema passen (können) als Keyword-Recherche. Dabei handelt es sich um Suchbegriffe, die von Nutzer:innen tatsächlich die Suchmaschinen eingetippt werden.

Für deine Content-Strategie ist es hilfreich, diese Keywords zu kennen und daraus auch einen Nutzen zu ziehen. Für die konkrete Keyword-Recherche gibt es unterschiedliche Ansätze. Im Folgenden lernst du eine mögliche Methode kennen und kannst auf diese Weise in Zukunft passende Suchbegriffe für deinen Content finden und anschliessend von diesen profitieren.

So kann die Keyword-Recherche ganz einfach ablaufen

Für die Keyword-Recherche sind einige Schritte notwendig, die relativ einfach abgearbeitet werden können. Dabei handelt es sich um diese Punkte:

  • Erstelle eine Liste mit Themen, die für deine Webseite oder dein Unternehmen wichtig sein können
  • Finde heraus, was für eine Suchintention deine Kund:innen haben können – beispielsweise anhand früherer Seitenaufrufe, Käufe oder auch Anfragen
  • Notiere erste passende Keywords zu diesen Themen und schreibe sie auf
  • Führe eine Analyse deiner Webseite durch, inwieweit die Keywords schon berücksichtigt werden
  • Ermittle andere Suchbegriffe, die ähnlich oder verwandt sind
  • Ergänze deine Liste um Shorttail-Keywords und Longtail-Keywords
  • Sieh nach, welche Rankings deine Konkurrenz für die Suchbegriffe hat
  • Optimiere deine Keyword-Recherche – zum Beispiel mit dem Google Ads Keyword-Planner oder einem anderen Tool

Auf den ersten Blick mag dies umfangreich und kompliziert klingen. Möglicherweise weisst du auch nicht, wie du einzelne Schritte erledigen kannst. Daher gibt es nun zu den einzelnen Punkten noch weitere Informationen, die dir bei einer erfolgreichen Keyword-Recherche helfen können.

Schritt 1: Eine Liste mit passenden Themen erstellen

Zu Beginn kommt es darauf an, sich einen Überblick über Themen zu verschaffen, die für den eigenen Erfolg wichtig sein können. Beispielsweise für das eigene Unternehmen oder auch für die eigene Webseite. Zu diesen Themen sollte deine Webseite am Ende möglichst weit vorne bei Google und anderen Suchmaschinen gelistet werden.

Nützlich ist zumeist, wenn man fünf bis zehn solcher Themenbereiche findet. Später dienen diese dann als Grundlage für entsprechende Keyword-Recherchen und helfen dabei, die passenden Suchbegriffe zu ermitteln.

Solche Themenbereiche können sich zum Beispiel den eigenen Produkten widmen, den Dingen, die am meisten thematisiert werden oder auch den Interessen der eigenen Kund:innen, sofern du diese kennst. Dafür solltest du deine Zielgruppe kennen und zum Beispiel herausfinden, welche Themen diese interessiert und welche Suchanfragen sie weiterhin auf deine Webseite gebracht haben.

Schritt 2: Die Suchintention deiner Kund:innen ermitteln

Es kommt auch darauf an, was deine Kund:innen bei Google und Co. suchen, wenn sie deine Webseite finden. Davon hängt auch ab, welche Keywords für dich relevant sein können. Die meisten Suchanfragen haben eine genaue Absicht, dies wird als Suchintention bezeichnet. Kund:innen wollen also etwas Konkretes finden und suchen daher nach den entsprechenden Keywords.

Gemeinhin werden diese Intentionen in fünf Kategorien unterteilt:

Know – der oder die Kund:in möchte etwas wissen

Know simple – es wird eine genaue Information gesucht, zum Beispiel die aktuelle Temperatur

Do – der oder die Kund:in möchte etwas kaufen

Webseite – der oder die Kund:in will eine bestimmte Webseite besuchen

Visit in Person – es werden Informationen zu Öffnungszeiten gesucht, weil der oder die Kund:in einen bestimmten Ort besuchen möchte

Kennst du diese Intention, kannst du darauf eingehen und bei deiner Keyword-Recherche entsprechend professionell vorgehen.

Schritt 3: Erste Keyword-Ideen finden und notieren

Wenn du die Themenbereiche kennst und weisst, was deine Kund:innen möchten, kannst du mit den ersten Keywords beginnen. Notiere dir Keywords, die zu einzelnen Themenbereichen passen und die sich als Keyword-Phrasen gut für ein Ranking eignen können. Der Fokus sollte auf Keywords liegen, nach denen deine Zielgruppe sucht und die somit erfolgversprechend sind.

In diesem Schritt kommt es nicht darauf an, dass eine finale Keyword-Liste entsteht. Eher sollte ein erster grober Überblick geschaffen werden. Welche Sätze nutzen deine Kund:innen zum Beispiel oder wie suchen sie nach bestimmten Informationen?

In einer Excel-Liste kannst du die Keywords einfach sammeln und kannst später immer auch Ergänzungen vornehmen. Zusätzlich kannst du später auch weitere Daten wie das Suchvolumen, die Werte deiner Konkurrenz oder verschiedene Keyword-Kombinationen ergänzen und hast dann alles auf einen Blick.

Schritt 4: Die eigene Webseite analysieren

Die Keyword-Recherche wird in einigen Bereichen schwieriger, weil Google viele Keywords für eine Analyse verschlüsselt. Es kann sich aus diesem Grund lohnen, die aktuellen Keywords zu ermitteln, mit denen deine Webseite schon jetzt rankt und über welche Suchbegriffe sie gefunden wird. Anhand dessen kannst du dann weitere Keywords herausfinden.

Mit Google Analytics oder auch dem Quellen-Tool von HubSpot kann das recht simpel gelingen. In den Traffic-Informationen findest du wichtige Details und kannst Keywords herausfinden. Diese Keywords lotsen bereits heute von Google und Co. auf deine Webseite.

Ähnlich arbeitet auch Ubersuggest. Dort gibst du deine Webseite an und bekommst Keywords gelistet, für die deine Webseite schon gut rankt. Die kostenlose Variante reicht für den Start zumeist aus.

Schritt 5: Verwandte Suchbegriffe recherchieren

Eventuell hast du schon während der ersten Keyword-Recherche darüber nachgedacht, welche Keywords ausserdem noch passen könnten. Falls nicht, ist nun die Zeit dafür und du notierst auch die Keywords, die zu den bisherigen Begriffen passen können.

Für alle Themenbereiche schreibst du jetzt ähnliche Begriffe heraus, die für deine Kund:innen wichtig sein können oder die für eine Suche in Frage kommen. Dafür kann eine Google-Suche helfen und ein Blick auf die ähnlichen Suchanfragen, die für viele Keywords gelistet werden. Google Suggest bietet in aller Regel eine Auswahl an ähnlichen Keywords und hilft somit auch bei deiner Keyword-Recherche. Auch bei Amazon, YouTube und Co. kann dieses Prinzip funktionieren und bei der Keyword-Recherche helfen.

Schritt 6: Longtail- und Shorttail-Keywords sammeln

Shorttail-Keywords bestehen meist aus einem einzelnen bis maximal drei Suchbegriffen, Longtail-Keywords können auch aus ganzen Sätzen bestehen. Für eine ideale Keyword-Recherche solltest du eine Mischung aus beiden Varianten sammeln und alle Keywords notieren und analysieren.

Auf diese Weise kannst du eine ausgeglichene Keyword-Strategie nutzen und erreichst nicht nur Nutzer:innen, die nach einzelnen Begriffen suchen. Wichtig ausserdem: Longtail-Keywords sind meist nicht so stark umkämpft und du kannst für diese schneller gute Rankings erzielen.

Schritt 7: Die Konkurrenz im Blick haben

Zusätzlich solltest du einen Blick auf die Konkurrenz werfen. Wie ranken Webseiten von Mitbewerber:innen, die ähnliche Themen abdecken? Dabei müssen für die Konkurrenz bedeutsame Keywords aber nicht gleichzeitig auch für dich wichtig sein. Allerdings solltest du wissen, wie die Konkurrenz arbeitet und wie sie ihre Keywords nutzt – dann kannst du entsprechend darauf reagieren.

Indem du deine Keywords aus der Recherche bei Google eingibst, kannst du das prüfen. Rankt ein:e Konkurrent:in beispielsweise ganz oben, solltest du entsprechend handeln und das Keyword auf deiner Webseite besser integrieren. Gleichzeitig solltest du auch die Keywords im Fokus haben, die deine Konkurrenz nicht nutzt. Eine professionelle Keyword-Recherche umfasst auch das und hilft so dabei, auch von diesen Keywords zu profitieren.

Schritt 8: Die eigenen Keywords weiter optimieren

Letztlich solltest du deine Keywords, die nun eine gute Mischung ergeben sollten, noch weiter aufwerten. Mit entsprechenden Tools – wie oben verlinkt – kannst du die besten Keywords herausfinden und weniger passende Suchbegriffe herausstreichen.

Tools wie der Keyword-Planner können dir dabei helfen. Dafür benötigst du allerdings ein Konto bei Google Ads. Das Suchvolumen kann Auskunft darüber geben, welche Keywords gut geeignet sind und auch, welche Keywords sich aufgrund der geringen Konkurrenz in Frage kommen können.

Eine Keyword-Recherche muss gar nicht schwer sein

Im Grossen und Ganzen muss eine Keyword-Recherche also nicht schwer sein, wenngleich es einiges an Aufwand bedeutet. Wenn du die Grundlagen gelegt hast, kannst du nach einem klaren Schema vorgehen und auf diesem Weg die passenden Keywords für den Erfolg deiner Webseite ermitteln.

Durch entsprechende Tools und etwas Einarbeitung gelingt dies in vielen Fällen sehr komfortabel.

Hauke Eilers-Buchta
Hauke Eilers-Buchta
Ich bin Hauke. Blogger seit 2010, Texter seit 2012. Dazu Papa, Ostfriese und Digital Native.

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