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Alles, was Du über Corporate Blogs wissen musst

Ein Corporate Blog kann ein wirkungsvolles Marketing-Instrument für Unternehmen sein – egal, ob zur Steigerung der Bekanntheit, zur Etablierung des Expertenstatus in der Branche oder zur Stärkung der Kundenbindung. Wir zeigen Dir, wie ein erfolgreicher Corporate Blog funktioniert und welche Möglichkeiten sowie Vor- und Nachteile es gibt.

Was ist ein Corporate Blog?

Der Name sagt es bereits: Ein von einem Unternehmen geführter Blog ist ein Corporate Blog. Hier werden Themen behandelt, die mit dem Unternehmen verknüpft sind.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Corporate Blogs. Ein Service-Blog bietet den Leser*innen beispielsweise Anleitungen und Erklärungen zu Produkten und Services des Anbieters. Ein reiner Themen-Blog behandelt kreuz und quer alles rund um das Fachgebiet des Unternehmens, um den Expertenstatus zu demonstrieren und der Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten. Auf die verschiedenen Arten von Corporate Blogs gehen wir gleich noch näher ein.

Unternehmen verfolgen mit Corporate Blogs bestimmte Ziele, dies es zuvor zu bestimmen gilt. So können Produkte beworben, die Marke gefestigt oder Employer Branding betrieben werden. Das Ziel bestimmt über Form und Inhalt des Blogs.

Wo liegt der Unterschied zu herkömmlichen Blogs?

Corporate Blogs sind genauso wie herkömmliche Blogs zuerst einmal eine Kollektion von Beiträgen, z. B. in Form von Ratgebern, Reportagen, News, Interviews oder Porträts. Ein Tipp: Wenn Dich interessiert, wie man gute Blogbeiträge konzipiert und schreibt, ist unser Guide für lesenswerte Blogbeiträge genau das Richtige für Dich. Auch die Beiträge auf einem Corporate Blog sollten diese Kriterien erfüllen können.

Der Unterschied zu einem Hobby- bzw. reinem Interessen-Blog besteht in der Begrenzung auf unternehmensnahe Themen, wodurch ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll – die Intention ist am Ende stets kommerziell, was bei normalen Blogs nicht unbedingt der Fall sein muss. Hinzu kommt, dass Unternehmen eine bestimmte Zielgruppe anvisieren, die Ihr in irgendeiner Form einen Nutzen stiften kann. Seien es potenzielle Kunden, Partnerunternehmen oder Mitarbeiter, die bereits beschäftigt sind oder angeworben werden sollen.

Welche Arten von Corporate Blogs gibt es?

Der Corporate Blog erfüllt für Unternehmen stets eine bestimmte Funktion, die über die Art und somit auch die inhaltliche und formale Ausgestaltung entscheidet. Befassen wir uns also zunächst mit den verschiedenen Arten von Corporate Blogs und damit, welche Funktionen sie erfüllen.

Themen-Blogs

Die überwiegende Zahl an Corporate Blogs sind Themen-Blogs. Sie behandeln Fachthemen, die im Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen. Es geht vor allem darum, Fachwissen zu teilen, welches für die Zielgruppe relevant ist. Dabei ist es übrigens nicht zwingend notwendig, einen direkten Bezug zum eigenen Angebot herzustellen: Erlaubt ist alles, was die Zielgruppe interessiert und sie auf den Corporate Blog führen kann.

Das oberste Ziel von Themen Blogs ist es, die eigene Expertise unter Beweis zu stellen, um somit von Kund*innen und Vertreter*innen der Branche als kompetent angesehen zu werden. Dieser Status soll im Idealfall natürlich die Nachfrage nach dem Angebot des Unternehmens steigern und die Stellung im Markt stärken.

Service-Blogs

Service-Blogs richten sich in erster Linie an Bestandskund*innen, die Informationen zu den von ihnen gekauften Produkten oder weiteren Produkten aus der Angebotspalette des Unternehmens erhalten wollen. Hier gibt es also vorrangig um Bedienungsanleitungen, Produktinformationen und Hilfestellungen bei Problemen zu den entsprechenden Produkten.

Häufig gehen Service-Blogs mit der Möglichkeit zur direkten Kommunikation zwischen Kund*innen und Unternehmen einher. Interaktive Chat-Tools bieten sich hierfür besonders gut an.

Produkt- und Marken-Blogs

Diese Art des Corporate Blogs erfüllt in erster Linie eine Werbefunktion für Unternehmen. Produkte werden vorgestellt, um Kund*innen bei der Kaufentscheidung zu beeinflussen.

Der Corporate Blog kann ebenfalls gut zur Markenbildung und -stärkung eingesetzt werden. Hier ist es sinnvoll, Einblicke in den Unternehmensalltag zu gewähren und eine persönliche Note ins Spiel bringen.

Employer Branding Blogs

Corporate Blogs bieten sich ebenfalls gut für Karriere- und Mitarbeiter*innen-Themen an. Das Unternehmen kann sich attraktiv für potenzielle Mitarbeiter*innen präsentieren, indem es über Karrierechancen, den Arbeitsalltag und Benefits für Angestellte berichtet.

Besonders Erfahrungsberichte von Mitarbeiter*innen des Unternehmens und Einblicke in den Arbeitsalltag bieten grossartiges Material für Employer Branding Blogs.

Vorteile von Corporate Blogs

Ein gut gepflegter Corporate Blog mit spannenden und hochwertig aufbereiteten Fachbeiträgen kann für Unternehmen sehr viel leisten. Inhalte, die der Zielgruppe einen Mehrwert bieten, tragen sowohl zur Kundenbindung als auch zur Gewinnung neuer Kund*innen bei. Mit dem erreichten Expertenstatus geht mit der Zeit eine Stärkung der Corporate Identity einher, mit der sich Unternehmen einen festen Platz in ihrer Branche sichern können.

Die Sichtbarkeit der Unternehmenswebsite profitiert darüber hinaus von suchmaschinenoptimiertem Blog Content. Mithilfe von SEO erreichen Unternehmen mehr organischen Traffic und steigen im Google-Ranking immer weiter auf. Der steigende Traffic führt zu mehr qualifizierten Leads und Conversions.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, das eigene Image zu formen: Unternehmen erhalten hier die ideale Plattform, selbst Content zu veröffentlichen, der den eigenen Zielen entspricht und ein gewünschtes Bild nach aussen trägt. Ein authentisches, sympathisches Image überzeugt die Zielgruppe und stärkt die Kundenbindung.

Nachteile von Corporate Blogs

Wer die Möglichkeit eines Corporate Blogs in Betracht zieht, sollte natürlich auch die Nachteile kennen. Soll der Blog langfristig erfolgreich sein, bedeutet das einen hohen Arbeitsaufwand in der Planung und Erstellung von gutem Content. Hier stellt sich die Frage, ob die Inhalte intern von den eigenen Mitarbeitern erstellt werden sollen, oder ob diese Aufgabe ausgelagert wird – in beiden Fällen müssen Investitionen fliessen.

Erfolgreiche Blogs, egal ob corporate oder nicht, leben zudem von einer konsequenten Pflege. Das betrifft sowohl die Inhalte und die Technik als auch die Verbreitung von Werbung über entsprechende Kanäle, wie z. B. Social Media. Ohne entsprechende Werbemassnahmen erfährt praktisch niemand vom top-recherchierten Fachbeitrag, der den Kollegen viele Stunden Arbeit gekostet hat.

Um den Erfolg und die Wirtschaftlichkeit des Corporate Blogs zu messen, ist ein konstantes Monitoring nötig. Klar ist, dass der Blog dem Unternehmen einen messbaren Nutzen liefern muss, damit sich der Aufwand lohnt.

Einige Tipps für die Praxis

In unserem Guide für den Start Deines eigenen Blogs haben wir Dir bereits einige Ratschläge für die Umsetzung Deines Blogs mit an die Hand gegeben. Hier nennen wir Dir noch einmal drei Tipps, die Dir besonders beim Aufbau eines Corporate Blogs behilflich sein werden.

Tipp 1: Ziele definieren

Ein Corporate Blog verschluckt einiges an Ressourcen und das soll sich natürlich für das Unternehmen auszahlen. Deshalb ist es im Vorfeld wichtig, klare Ziele zu definieren – nicht zuletzt auch, um den Erfolg im Anschluss messen zu können. Typische Ziele sind:

  • Sichtbarkeit und Reichweite steigern
  • Marke etablieren
  • Expertenstatus in der eigenen Branche erzielen
  • Leads generieren
  • Serviceleistungen anbieten (besonders für Bestandskund*innen)
  • Kund*innen binden und/oder neu gewinnen

In der Regel verfolgen Unternehmen mehrere Ziele – der Übergang ist oftmals fliessend und es können Synergien genutzt werden. 

Tipp 2: Den Content planen

Ein Corporate Blog ist nur so gut, wie sein Content. Die Inhalte sollten darüber hinaus nicht nur gut recherchiert sein und einen Mehrwert bieten, sondern auch in einer regelmässigen Taktung erscheinen. Ein Content-Plan gibt hier die nötige Planungssicherheit und dient als Fahrplan.

Tipp 3: Crossmediales Marketing nutzen

Was nützen die besten und wertvollsten Inhalte auf Deinem Blog, wenn niemand davon etwas mitbekommt? In der Regel findet nur ein Bruchteil der Leser auf direktem Wege zum Corporate Blog.

Crossmediales Marketing bedeutet, dass verschiedene Kanäle genutzt werden, um den Blog zu bewerben. Dazu bieten sich besonders die genutzten Social Media-Plattformen an, aber auch themenverwandte Blogs und Fachportale, auf denen sich die Zielgruppe bewegt.

Fazit

Mit gut aufbereitetem Content und einer klaren Zielsetzung bietet der Corporate Blog unschlagbare Vorteile für Unternehmen – diese überwiegen im Vergleich zu den Nachteilen deutlich. Ist man sich des Aufwands bewusst und investiert etwas Zeit und Mühe in eine gute Planung, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Wir wünschen Dir frohes Bloggen und ganz viel spannenden Content, der Deine Zielgruppe begeistert!

Robin Knappmann
Robin Knappmann
Robin hat vor kurzem sein WiWi-Studium abgeschlossen und schreibt seit 2018 Beiträge rund um das Thema Marketing. Seine Begeisterung fürs Schreiben führte ihn bereits zu einer journalistischen Tätigkeit bei einer deutschen Tageszeitung und durch ein erstes, textintensives Studium der Germanistik und Philosophie. Wenn er nicht gerade vor einem neuen Beitrag sitzt, spielt er vermutlich Gitarre oder monologisiert über seine Lieblingsmusik.

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