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René Petry erklärt: SEO ist das Qualitätsmanagement deiner Website

Source: businessinsider.com

SEO und Qualität – diesem Thema habe ich mich in der Vergangenheit immer wieder gewidmet. Oft werde ich damit konfrontiert, dass sich diese beiden Parameter ausschliessen. Dabei behaupte ich: Genau das Gegenteil ist der Fall. SEO ist das Qualitätsmanagement deiner Website. Denn die Rahmenparameter für gute Sichtbarkeit haben oft auch etwas mit der Qualität der Seite zu tun. Was das konkret bedeutet?

Hierfür gibt es in der Praxis zahlreiche Beispiele. Nehmen wir den Page Titel beziehungsweise Title Tag einer Seite. Dieser ist im Head-Bereich einer Homepage eingebunden und gehört zu den wichtigen SEO-Rankingfaktoren. Und das erscheint plausibel. Schliesslich handelt es sich um die Kurzbeschreibung dessen, was den User auf der Homepage erwartet. Sie steigert also die Usability enorm, denn sie ist für den potenziellen Käufer/Interessenten ein wichtiges Entscheidungskriterium: Sucht er die Website auf oder klickt er weiter? Deswegen gehört zu einem guten Qualitätsmanagement immer ein aussagekräftiger Page Title, in dem bereits das Kernthema – Fokuskeyword – der der Zielseite klar genannt werden muss.

Denn auch Google gewichtet den Title Tag sehr hoch. Das liegt darin begründet, dass auch Google Nutzerfreundlichkeit grossschreibt. Und diese Kurzbeschreibung bietet genau das. Vor diesem Hintergrund wäre es im Hinblick auf das Qualitätsmanagement nahezu fahrlässig, den Page Title komplett zu ignorieren oder diesen mit mangelhaften Informationen zu befüllen.

Meta Description und der Nutzen

Hinsichtlich des Qualitätsmanagements ist es meines Erachtens ganz entscheidend auch die Meta Description dementsprechend mit einem optimalen Content zu versehen. Die SERP, also die Suchvorschau, die der User als Erstes für eine Homepage sieht, wurden im Laufe der Jahre permanent durch sogenannte Rich Snippets, also Zusatzoptionen wie Rezensionen, erweitert. Und auch die Meta Description spielt hier eine entscheidende Rolle. Schliesslich ist sie neben dem Page Title das, was der Besucher als Erstes sieht. Die Kombi (PT & MD) sorgt quasi im Elevator Pitch dafür, dass gegen die meist neun anderen organischen Mitbewerber gewonnen oder verloren wird. Sie kann also Klickrate und Traffic beeinflussen, positiv und negativ.

Deswegen solltest du deine Seitenbeschreibung mit Bedacht formulieren und dem User wertvolle Hinweise darauf geben, was ihn auf deiner Website erwartet und warum es sich lohnt, diese anzuklicken. Ist die CTR, also die Click-Through-Rate hoch, wirkt sich dieses im Bereich Usability als positiver Einfluss auf das SEO-Ranking aus, da dieser in den Algorithmus einspeist.

Bedeutung der Bilder und Bildnamen für die Qualität der Website

Auch die Auswahl der Bilder und der Bildnamen spielt für das Qualitätsmanagement und bei SEO eine wichtige Rolle. Schliesslich ist der Mensch ein visuelles Wesen, wird – neben den Überschriften – den Blick zunächst auf die Bilder lenken. Während die Bilddarstellung inklusive Quellnamen und src-Attribut im Hintergrund läuft, spielt unterdessen die Benennung der Bilddatei und Beschreibung eine wichtige Rolle im Hinblick auf SEO. Sie sollte einen Aufschluss darüber geben, was auf dem Bild zu sehen ist – denn Bildname, Beschreibung, Einmaligkeit fliessen ins Ranking für das Fokuskeyword mit ein. Sucht also beispielsweise jemand nach einem speziellen Computermodell, sollte das Fokuskeyword der Seite auch in der Bildbezeichnung integriert sein. Ein Bild mit einer Fantasiebezeichnung oder einem von vielen Bildbearbeitungsprogrammen automatisch generierten Buchstabencode wird das Ranking unterdessen nicht positiv beeinflussen können.

Darüber hinaus ist es die richtige Platzierung innerhalb des Textes von grosser Bedeutung. Wenn du in deinem Text beispielsweise verschiedene Computermodelle vorstellst, sollte das passende Bild, inklusive dem korrekt gewählten Dateinamen, auch an der entsprechenden Stelle im Text zu finden sein.

Genau wie bei den Texten spielt die Wahl der Tags auch bei Bildern eine entscheidende Rolle. Je aussagekräftiger diese sind, desto positiver wird sie sich auf das anschliessende Ranking auswirken. Einfluss auf das Ranking hat der Alt-Tag, dessen Aufgabe ist, einen Alternativen Text zu liefern. Dieser sollte in der Lage sein, den Inhalt des Bildes in Textform zu beschreiben. Gerade Menschen mit Beeinträchtigungen verwenden Lesegeräte, mit deren Hilfe sie sich die textlich gelieferten Bildbeschreibungen wörtlich wiedergeben lassen.

URL einer Website – mit Sorgfalt zu wählen

Für das Qualitätsmanagement einer Website ist auch die URL von entscheidender Bedeutung. Denn eine gut lesbare URL, also Internetadresse, erhöht die Nutzerfreundlichkeit – und das wiederum honoriert Google beim Ranking. Eine gute URL zeichnet sich nicht nur durch Lesbarkeit, sondern auch noch durch andere Faktoren aus. Hierzu gehören: Kürze, die Verwendung des Hauptkeywords, Fehlerfreiheit und die Verwendung des Protokoll-Präfix HTTPS, das als besonders vertrauenswürdig gilt und deswegen von Google positiv eingestuft wird. Auch die Top Level Domain sollte vom Nutzer und damit auch von Google als vertrauenswürdig eingestuft werden. Hierzu zählen beispielsweise .com, .org oder Länderdomains wie .de oder .ch.

Entscheidend ist auch ein einheitlicher Aufbau der URL – bezogen auf die gesamte Seitenstruktur. Wer sich zum Beispiel für eine flache Verzeichnistiefe entscheidet, der hat die Garantie, dass Google auch die Unterseiten als relevant einstuft und diese entsprechend gut gerankt werden. Ideal sind hier ein bis zwei Folder.

Weitere wichtige Kriterien für das SEO-Qualitätsmanagement

In das Qualitätsmanagement einer Website speisen noch zahlreiche andere Faktoren ein. Dazu zählen beispielsweise die Headlines, vor allem die H1, also die Hauptüberschrift. Diese fliesst stärker in die Gewichtung ein, als die folgenden Headlines. Zudem erhöhen diese die Nutzerfreundlichkeit, schliesslich bieten sie eine schnelle Orientierung darüber, was den Nutzer in den einzelnen Textabschnitten erwartet. Weitere Qualitätskriterien sind qualitative und hochwertige Backlinks mit gutem Domain Score, der Aufbau der Website als Gesamtkonstrukt, das Einfügen eines Navigations-Breadcrums sowie gute interne Verlinkungen.

Enthält eine Website diese und weitere andere Qualitätsfaktoren nicht, wird das Interpretieren des Inhaltes zu einem Fokus extrem zeitaufwendig. Zeit ist aber kostbar und verursacht Kosten. Benötigt Google zu lange für diesen Vorgang, kommt es mittlerweile sogar häufig vor, dass Inhalte nicht mehr in den Google-Index aufgenommen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Drehen an vielen Stellschrauben möglich und sicherlich auch vonnöten ist, um mittels SEO-Faktoren das Qualitätsmanagement einer Website zu verbessern und dass nahezu immer Optimierungspotenzial vorhanden ist – für ein gutes Google-Ranking und im gleichen Mass für eine hohe Benutzerfreundlichkeit.

René Petry

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