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Instagram Ads: Das musst du über die Werbeformate auf Instagram wissen

Obwohl Instagram für seine Nutzer*innen ein sehr überschaubares Soziales Netzwerk ist, sind die Möglichkeiten für Werbetreibende erstaunlich vielfältig. Wir zeigen, welche Formate, Kampagnenziele und Targetingmöglichkeiten dir zur Verfügung stehen und welche Voraussetzungen du überhaupt erfüllen musst, um Instagram Ads zu schalten.

Instagram gilt unter Marketer*innen als eine der attraktivsten Plattformen für Anzeigen. Die über eine Milliarde monatlichen Nutzer*innen kannst du mit präzisen Targetingmöglichkeiten ansprechen und dabei auf zahlreiche Tools der Schwesterplattform Facebook zugreifen. Das Soziale Netzwerk hat zwar den Ruf, nur eine sehr junge Zielgruppe zu erreichen, mittlerweile findest du aber auch in der Altersgruppe zwischen 35 und 44 eine grosse Nutzerschaft.

Die Vorbereitung

Dir stehen zwei Optionen zur Verfügung, wenn du mit Instagram Ads loslegen willst. Entweder du startest mit einem Instagram Business Account, den du dir einfach in der App einrichten kannst oder du stellst eine Verknüpfung zum Facebook-Werbeanzeigenmanager her. In diesem Fall musst du den Instagram-Account mit einer dazugehörigen Facebook-Seite verknüpfen. Wir empfehlen definitiv diese Variante, weil nur so der voll Funktionsumfang von Instagram Ads zugänglich ist.

Mögliche Kampagnenziele

Mit deinen Anzeigen verfolgst du womöglich unterschiedliche Absichten. Darum teilt Instagram Geschäftsziele in folgende drei Kategorien ein, in denen unterschiedliche Werbeziele zur Auswahl stehen.

Bekanntheit

Du möchtest Nutzer*innen auf deine Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen. Diese Ziele helfen dir dabei, der Zielgruppe das Besondere an deinem Unternehmen zu zeigen und Interesse zu wecken.

Werbeziele – Bekanntheit

  • MarkenbekanntheitBekanntheit von Unternehmen, Marken, Produkten oder Dienstleistungen erhöhen.
  • ReichweiteAnzeigen so vielen Nutzer*innen wie möglich ausspielen.

Erwägung

Du möchtest, dass die Zielgruppe sich genauer mit deinem Unternehmen auseinandersetzt und sich darüber informiert. Mit diesen Zielen kannst du Nutzer*innen zu Interaktionen oder zum Besuchen von Webseiten und App-Stores anleiten.

Werbeziele – Erwägung

  • TrafficPersonen zu Landingpages, Webseiten, Blogs, Apps oder Kontaktoptionen weiterleiten.
  • Interaktionen: Nutzer*innen erreichen, die liken, kommentieren oder teilen.
  • App-Installationen: Zielgruppe zu Seiten in App-Stores führen.
  • Videoaufrufe: Nutzer*innen, die viele Videos schauen, ansprechen.
  • Leadgenerierung: Anzeigen, die Personendaten erfassen könne, damit diese beispielsweise einen Newsletter abonnieren können.
  • Messaging: Für den persönlichen Austausch über Instagram Direct oder WhatsApp.

Conversions

Du möchtest Interessenten zum Kauf deiner Produkte oder Dienstleistungen anregen. Hiermit ermutigst du Nutzer*innen zu Downloads, Onlinekäufen oder Ladenbesuchen.

Werbeziele – Conversions

  • Conversions: Handlungen auf verlinkten Webseiten ermutigen. Z. B. Käufe, Registrierungen, Anrufe, App-Downloads oder Produkte in den Einkaufswagen legen.
  • Katalogverkäufe: Produkte aus deinem E-Commerce-Store präsentieren.
  • Store TrafficPersonen in der Nähe auf einen nahegelegen Unternehmensstandort aufmerksam machen.

Verfügbarkeit

Nicht alles Werbeziele sind mit allen Werbeformaten und allen Ausspielorten wie Feed und Stories auf Instagram kompatibel. Hier eine praktische Übersicht über deine Optionen:

Screenshot einer Tabelle mit der Kompatibilität zwischen Werbezielen und Werbeformaten.
Bildquelle: instagram.com

Die Werbeformate auf Instagram

Du weisst nun, welche Ziele du mit Instagram Ads verfolgen kannst. Höchste Zeit, das dafür passende Werbeformat auszuwählen.

Bilder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In diesem Format wird deine Anzeige als ein einzelnes Bild im Quadrat-, Quer- oder Hochformat ausgespielt. Die unterstützten Seitenverhältnisse sind dementsprechend 1:1, 1,91:1 und 4:5. Die maximale Grösse einer Seite ist auf 1936 Pixel beschränkt.

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Videos

Videos funktionieren analog zu den Bildanzeigen. Es gelten auch die gleichen Vorgaben für Seitenverhältnisse. Die Dateigrösse ist auf maximal 250 MB und die Länge auf 60 Minuten(!) beschränkt. Mehr zu den unterschiedlichen Videogrössen auf Social Media lernst du in diesem Artikel.

Carousel

Carousel-Anzeigen beinhalten bis zu zehn Bilder oder Videos, durch die sich Nutzer*innen in einer Art Galerie swipen können. Darunter wird ein Link platziert. Theoretisch werden dieselben Seitenverhältnisse unterstützt wie bei Bild- und Videoanzeigen, allerdings behält Instagram es sich vor, diese im nur im 1:1-Verhältnis anzuzeigen. 

Screenshot einer Instagram Carousel Ad.
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Instagram Stories

Hier kannst du die gleichen Medien verwenden, wie in den vorangegangenen Anzeigeformaten, aber es empfiehlt sich natürlich, eine Anpassung auf das vertikale Seitenverhältnis 9:16. Videos dürfen hier höchstens 2 Minuten lang sein.

Screenshot einer Instagram Story Video Ad.
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Instagram-In-Stream-Videos

Das Nachfolgeformat der IGTV-Ads empfiehlt sich für Videos im 9:16-Format, aber auch alle anderen Seitenverhältnisse werden unterstützt. Die Laufzeit ist hier allerdings auf 60 Sekunden beschränkt.

Reels

Screenshot einer Instagram Reel Ad.
Bildquelle: instagram.com

Das Anzeigenformat für Instagram Reels unterliegt denselben Einschränkungen wie die Reels selbst: Videos im 9:16-Format mit höchstens 30 Sekunden Länge. Instagram empfiehlt hier auch dringend, Untertitel einzufügen, falls im Clip gesprochen wird.

Instagram Shop

Selbsterklärend wird dieses Werbeformat nur im Shopping-Tab ausgespielt. Es sind dabei die Optionen «Einzelnes Bild», «Carousel» und «Collection» verfügbar. Jedes Bild kann dann auf eine Produktseite weiterleiten. Auch hier sind theoretisch unterschiedliche Bildformate möglich. Die Anzeigen werden aber immer in einer quadratischen Ansicht ausgespielt.

Screenshot einer Instagram Shop Ad.
Bildquelle: instagram.com

Eine Frage der Inhalte

Formate bietet Instagram auf jeden Fall zur Genüge. Du wirst fündig, egal welches Kampagnenziel du verfolgst. Glücklicherweise gibt es auch nicht allzu viele notwendige Formatanpassungen zwischen den Anzeigetypen. Diese Simplizität bedeutet aber auch, dass du dir bei der Erstellung der eigentlichen Inhalte umso mehr Mühe geben musst, aus dem Feed herauszustechen und Interessenten aufzufallen.

Daniel Cano
Daniel hat gerade sein Studium in Multimedia Production abgeschlossen und hat jetzt erstmal genug vom Theroriebüffeln. Darum teilt er nun seine Begeisterung – insbesondere für Video- und Content-Marketing sowie Storytelling – auf marketing.ch. Wenn er in seiner Freizeit nicht gerade jede*n nötigt, seinen Lieblingsfilm «Blade Runner 2049» zu schauen, kocht er gerne für Familie und Freunde.

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