StartE-CommerceDarum wirst du es bereuen, wenn du jetzt keinen Instagram Shop eröffnest
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Darum wirst du es bereuen, wenn du jetzt keinen Instagram Shop eröffnest

Es ist 2021 – wenn du deinen Online Shop noch nicht auf Instagram zeigst, hinkst du hinterher. Social Selling ist ein Riesen-Trend im E-Commerce und Social Media Plattformen wie Instagram haben dies unlängst entdeckt. Auch wenn der Shopping Tab schon einige Zeit besteht, so baut Instagram die Funktion immer weiter aus.

Wusstest du, dass über 50 Prozent der Instagram User mindestens einer Marke folgen? Für dich und dein Unternehmen bedeutet das, dass ihr kaum irgendwo eine so hohe Chance auf Interaktion mit euren Kunden habt. Nutzt sie also und stellt euren Online Shop auch auf Instagram auf die Beine. Wir zeigen dir, wie das geht und wie du davon profitieren kannst.

Wie du deinen Shop aufsetzt

Instagram liefert dir selbstverständlich eine Schritt für Schritt Anleitung, wir zeigen dir hier die wichtigsten Punkte einzeln auf und geben dir zusätzliche Hinweise oder Tipps wenn nötig. Grundsätzlich ist das Eröffnen deines Instagram Shops keine Hexerei, trotzdem gibt es einiges zu beachten.

Schritt 1: Business oder Creator Konto benötigt

Bevor du überhaupt die Berechtigung hast, einen Shop zu eröffnen, muss dein Instagram Account in ein Business oder Creator Konto umgewandelt werden. Du brauchst zudem zwingend einen Facebook Business Account, den du mit Instagram verknüpfen kannst. Nicht zu vergessen: Du musst bereits eine Webseite mit deinem Online Shop haben, ansonsten wird das mit dem Verkaufen nichts.

Instagram hat zudem einige Richtlinien, was überhaupt verkauft werden darf auf Instagram. Bist du beispielsweise im Mode- oder Make-up-Business, so hast du schon gute Voraussetzungen. Dinge wie Medikamente, Waffen oder Drogen dürfen jedoch nicht über die Social Media Plattform vertrieben werden. Auch wenn dein Unternehmen im Dienstleistungssektor tätig ist, wird es schwierig, da im Shop vor allem Produkte vertrieben werden können.  

Schritt 2: Katalog einrichten

Ist die erste Hürde geschafft, so geht es ans Eingemachte. Nun musst du deine Produkte im Katalog auflisten. Entweder nutzt du dafür den Catalog Manager im Facebook Business Manager und hinterlegst so wichtige Daten wie den Namen des Produkt und dessen Preis. Eine zweite, wohl schnellere, Option ist es, deinen E-Commerce Katalog automatisch integrieren zu lassen. Das funktioniert aber nur, wenn du eine Partnerplattform wie zum Beispiel Shopify oder BigCommerce nutzt.

Schritt 3: Konto überprüfen lassen

Nun ist dein Katalog fertig eingerichtet und du kannst dein Konto zur Überprüfung einreichen. Dazu musst du dich auf Instagram in den Einstellungen unter Business für die Kategorie Shopping registrieren. Es dauert einige Tage, manchmal auch knappe zwei Wochen, bis dein Konto geprüft und freigegeben wird. Den Status der Überprüfung kannst du in den Einstellungen jeweils einsehen.

Schritt 4: Abschliessen und loslegen

Hurra, dein Konto wurde überprüft und freigegeben! Um nun richtig loszulegen aktivierst du das Shopping Feature in deinen Einstellungen (unter Unternehmen -> Shopping) und lädst deinen Produktekatalog hoch. Damit dein Shop auf Instagram aber auch richtig gut ankommt, brauchst du nun passendes Bild- oder Videomaterial deiner Produkte, die du in deinen Feed oder deine Stories hochladen kannst.

Schritt 5: Markieren, markieren, markieren

Es liegt nun an dir, deinen Feed mit tollen Fotos und Videos deiner Produkte zu füllen. Auf jedem Bild kannst du bis zu fünf Produkte markieren. Auf diese Markierungen können deine Kunden auf Instagram klicken, damit sie direkt zum Produkt im Katalog weitergeleitet werden. Lädst du ein Karussell hoch, so kannst du sogar bis zu 20 Markierungen vornehmen.

Auch deine Story kannst du nutzen, um deine Produkte zu promoten. Zu beachten gilt, dass in der Story immer nur eine Markierung gesetzt werden kann. Hast du bereits Bilder in deinem Feed, die deine Produkte zeigen? Dann kannst du diese auch nachträglich markieren. So sehen die User auf allen Bildern, welche Produkte abgebildet sind, wenn sie die Shopping Tags mit einem Klick aktivieren.

Achte dich darauf

Damit du keinerlei Probleme bei der Freischaltung deines Kontos hast, kannst du einige Vorbereitungen treffen. Zum einen ist es wichtig, dass dein Account auch tatsächlich deine Produkte zeigst. Es sollte also wirklich ein Business Account sein und nicht dein privater Account mit Selfies und Ferienfotos.

Ein Logo als Profilbild, ein passender Name und eine Beschreibung, die auf dein Business hinweist – das sind alles Faktoren, die zu berücksichtigen sind. Lade qualitativ hochwertigen Content hoch und beschreibe deine Produkte im Katalog passend und informativ.

Die Vorteile eines Instagram Shops

Wenn du noch keinen Shop aufgesetzt hast, fragst du dich vielleicht, wie dich Instagram Shopping unterstützen kann, um mehr Verkäufe zu generieren. Hier lohnt es sich, dass du dir nur schon überlegst, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Instagram ist auch in der Schweiz eine der meistgenutzten Social Media Plattformen mit über 3 Millionen Usern. Die Chancen stehen also gut, dass du deine Kunden hier erreichen wirst.

Mit einem Shop auf Instagram lieferst du deinen (potentiellen) Kunden deine Produkte direkt auf dem App – sie müssen Instagram nicht verlassen, um deinen Katalog zu durchstöbern und Produkte zu finden, die ihnen gefallen. Die User können Produkte speichern oder weiterschicken und lassen sich mit einem Klick zur Webseite weiterleiten, wenn sie sich für den Kauf entschieden haben.

Bewerbe deine Produkte

Mittlerweile ist es auch möglich, Ads für deine Produkte zu erstellen. Du kannst also Bilder und Videos als bezahlte Posts in den Feeds oder Explore Pages der Usern erscheinen lassen. Wie gewohnt kannst du die Produkte auf dem Post markieren, sodass Interessenten und Interessentinnen darauf klicken können. Du hast somit die Möglichkeit, fast alles direkt von Instagram aus zu machen: Dein Katalog liefert eine Übersicht, dein eigener Feed zeigt tolle Bilder und Videos deiner Produkte und mit den Ads gewinnst du neue Kunden dazu.

Nachteile des Instagram Shops

Ein ganz klarer Nachteil für alle Instagram Shops, die sich nicht in den USA befinden, ist das Zahlungssystem. Denn derzeit ist es noch nicht möglich, Verkäufe direkt über die App abzuschliessen. Konkret bedeutet das, dass Kunden das App für den Abschluss des Kaufs verlassen müssen und auf die Webseite verwiesen werden.

Instagram selbst informiert, dass ausgewählte Händler in den Staaten bereits eine in-app Zahlungsfunktion haben. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Feature weitverbreitet verwendbar sein, sodass auch andere Länder davon profitieren können.

So sieht’s aus

Hast du dich noch nicht wirklich mit dem Instagram Shopping Tab auseinandergesetzt oder nimmt es dich Wunder, wie andere Händler es umsetzen, dann bist du hier richtig. Wir zeigen dir einige Beispiele von gut umgesetzten Produktekatalogen oder Feeds von Shopping-Accounts, damit du dich inspirieren lassen kannst.

Denn egal ob Möbel oder Papierkram…

Instagram Shop von IKEA Schweiz und feinesleben zeigen auf, wie man E-Commerce auf Social Media betreiben kann.

…oder Fashion und Beauty…

Instagram Shop von haarshop und Nike Women zeigen auf, wie man E-Commerce auf Social Media betreiben kann.

 … Instagram Shopping bietet eine diverse Palette an Shops und Produkten.

So bringst du deinen Shop aufs nächste Level

Wenn du deinen Instagram Shop aufgesetzt und deinen Feed ansprechend gestaltet hast und vielleicht auch die eine oder andere Ad schaltest, dann bist du schon auf einem sehr guten Weg. Auch mit Videos, anstatt Fotos, kannst du dich etwas von der Masse abheben. Willst du aber noch mehr Aufmerksamkeit erreichen und authentischer wirken? Dann ziehe deine Community mit ein.

User Generated Content

Kaum etwas ist so glaubwürdig für andere User und Käufer, wie Erfahrungsberichte und Bewertungen von bisherigen Kunden. Mit User Generated Content (UGC) knüpfst du genau dort an. Wenn du auf Instagram Posts von Usern siehst, die deine Produkte tragen oder verwenden, frag sie an, ob du das Bild bei dir posten darfst. Dann kannst du dein Produkt dort taggen und hast real-life Fotos von zufriedenen Kunden. So sehen andere User, dass es bereits zufriedene Käufer gibt und sind vielleicht noch mehr gewilligt, deine Produkte zu bestellen.

Influencer

Auch das Influencer Marketing darf nicht in Vergessenheit geraten. Hast du eine Kollaboration mit einem Influencer, so profitierst du von dessen Reichweite und natürlich davon, dass die Posts des Influencers keine klassische Werbung sind. Auch so kann deine Authentizität gesteigert werden – vorausgesetzt, der Influencer passt zu deinem Brand und liefert glaubwürdigen und qualitativ hochwertigen Content.

Worauf wartest du noch?

Es gibt also zahlreiche Gründe, dir einen Instagram Shopping Account zu erstellen. Profitiere von der Beliebtheit des Social Media Kanals und platziere deine Produkte dort, wo deine Zielgruppe ist. Das Aufsetzen deines Shopping Accounts kostet dich zwar etwas Zeit, aber Geld fliesst erst dann, wenn du Ads schalten möchtest. Es halten dich also keine Gebühren davon ab, dein Business auf Instagram aufzuschalten – viel Erfolg!

Nicole Langhart
Nicole hat dank ihrem laufenden Studium in Kommunikation einen Einblick ins Marketing und in den Journalismus werfen können. Nachdem sie nun hands-on Marketing Erfahrung in einem Start-Up gesammelt hat, zieht es sie zu marketing.ch, um die Leserinnen und Leser mit den neusten News und Trends auf dem Laufenden zu halten.