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Emojis im Marketing: So schnell kannst du deine Texte aufpolieren

Wie viele Emojis hast du heute schon via WhatsApp Nachrichten verschickt? 95% der Internetnutzer haben schon Emojis verwendet. Daher sind die Chancen hoch, dass du auch dazu gehörst. Emojis haben unlängst den Sprung von unserem Privatleben in die Berufswelt geschafft. Und auch dort kommen sie richtig gut an.

Tagtäglich werden über 10 Milliarden – ja, Milliarden – Emojis verschickt. Im WhatsApp sind die kleinen Emojis gang und gäbe, auch auf Social Media begegnet man den kleinen gelben Gesichtern tagtäglich. Auch Unternehmen scheuen sich mittlerweile nicht mehr, Emojis in ihren Bildunterschriften auf Instagram oder in Newslettern zu verwenden. Sind Emojis im Geschäftskontext also absolut in Ordnung? Oder solltest du dich manchmal etwas zurücknehmen?

Was hat es mit den Emojis auf sich?

Egal ob Privatperson, Influencer oder Brand: Du wirst selten einen Instagram oder Facebook Account finden, der komplett ohne Emojis auskommt. Sei es in der Bio oder unter den Bildern in der Beschreibung – mit Emojis können Emotionen gezeigt, Wörter ersetzt und Kontext hergestellt werden.

Die kleinen Bilder sind mittlerweile weitaus mehr als nur Verzierung. Emojis sind fast wie ihre eigene Sprache. So verstehen wir, welche Emojis welche Gefühle kommunizieren oder wozu sie besonders gut passen. Genau hier steckt aber auch die Schwierigkeit: Nicht alle Emojis bedeuten dasselbe für jeden.

Missverständnisse solltest du vermeiden

Das Emoji mit den beiden Händen (🙏) kann als High-Five angesehen werden, wird aber auch oft als «Bitte» oder «Danke» verstanden. Zugleich interpretieren es einige als betende Hände, was eine ganz andere Bedeutung mit sich bringt. Solche Beispiele gibt es zahlreiche – deine Eltern haben bestimmt auch schon das Emoji, welches Tränen lacht, als weinendes Emoji verwendet. Und vom Auberginen-Emoji müssen wir bestimmt gar nicht erst anfangen.

Vorteile von Nutzung

Tatsächlich sind Emojis auch im Marketing Kontext sehr hilfreich. Nur schon auf den ersten Blick – Emojis sind Eyecatcher. Sie peppen deinen Text oder deinen Call to Action auf und entfernen die Distanz zum Leser. Eine Studie hat befunden, dass du auf Instagram bis zu 47.7 Prozent mehr Interaktionen erhältst, wenn du Emojis nutzt.

Auch auf Facebook profitierst du dank Emojis von 53 Prozent mehr Likes, 33 Prozent mehr Kommentaren und 33 Prozent mehr Shares. Auch bei den Facebook Ads kannst du dir die Emojis zu Nutzen machen. Ein Beispiel von Scoro zeigt eindrücklich auf, welch grossen Einfluss ein kleines Emoji haben kann: Die Anzeige rechts profitierte von 214 Prozent mehr Klicks, als die links.

Scoro vergleicht zwei Werbeanzeigen, eine mit Emoji und eine ohne - der CTA mit Emoji performt um ein vielfaches besser.
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Hast du das Gefühl, deine Newsletter werden nicht geöffnet, dann kannst du übrigens auch versuchen, ein Emoji in die Headline bzw. die Betreffzeile hinzuzufügen. Je nach dem, wer deine Zielgruppe ist, kommt das gut an.

Wann du besser verzichtest

Bevor du jetzt aber losstürmst und alle deine Headlines und Texte mit Emojis ergänzt, solltest du dir genau überlegen, wo es sie braucht und wo sie gerne gesehen werden. Denn auch wenn es mittlerweile akzeptabel ist, gar in Geschäftsmails das eine oder andere Emoji mitzuschicken, so solltest du es keinesfalls übertreiben.

Es gibt auch einige Ausnahmen, wo du besser auf Emojis verzichtest. Redest du über ein besonders ernstes oder trauriges Thema, so können Emojis fehl am Platz wirken. Wie oben erwähnt, ist es durchaus plausibel, deine E-Mails oder Newsletter mit Emojis zu erweitern. Achte dich aber in jedem Fall darauf, nicht zu übertreiben. Weder deine Mail, noch deine Ads, noch deine Bildunterschrift benötigen ein Duzend Emojis auf einmal.

So nutzen Unternehmen Emojis wirkungsvoll

Mit Posts und Kampagnen beweisen uns diverse Unternehmen, dass Emojis absolut in die Kommunikation gehören.

Netflix – kaum ein Tweet ohne

Scrollst du durch die verschiedenen Netflix Accounts auf Twitter, so siehst du schnell, dass sie Emojis lieben. Sei es, um ihre Freude auszudrücken oder um Filme und Serien zu beschreiben, ein kleines Emoji hilft ihnen dabei.

Dominos – Bestellung durch Emoji

Einen Schritt weiter, als einfach nur Emojis zu tweeten, geht Domino’s. Mit nur einem Tweet des Pizza Emojis wird sogleich eine Bestellung für dich ausgelöst. Unfassbar, nicht? Natürlich musst du im vorherein einen Account eröffnen und deine Pizza-Präferenzen angeben, damit Domino’s auch weiss, was sie wohin liefern müssen. Trotzdem ist die Idee beeindruckend. Auch Domino’s selbst liebt das Pizza Emoji – und Pizza, selbstverständlich – und nutzt es rege online.

WWF – Sammelt Spenden

Auch WWF zeigt sich erfinderisch im Umgang mit Emojis. Unter dem Hashtag #EndageredEmoji starteten sie auf Twitter einen Spendenaufruf. So baten sie die User, jedes Mal, wenn sie eines dieser Emojis tweeten, einen kleinen Betrag zu spenden. Die ausgewählten Emojis zeigen 17 bedrohte Tiere.

WWF Emoji Kampagne, die Twitter User zum Spenden für bedrohte Tierarten aufruft.
Bildquelle: medium.com

McDonald’s – Emoji Kampagne

Der Fast Food Gigant ist ebenfalls ganz vorne mit dabei, wenn es um die Nutzung von Emojis in der Werbung geht. McDonald’s startete eine Emoji Kampagne, in der sie anhand von verschiedenen Emojis kurze Geschichten verbildlichen. Alle Emoji-Stories enden natürlich mit einem lächelnden Gesicht und den McDonald’s Pommes oder einem Burger.

Die Kampagne zeigt schön auf, wie Geschichten erzählt werden können, ohne auch nur ein einziges Wort zu schreiben. Und jeder versteht sie.

McDonald's Emoji Kampagne, in denen mit Emojis kurze Geschichten erzählt werden.
Bildquelle: antevenio.com

Die beliebtesten Emojis

Nun stellt sich natürlich die Frage – wenn Emojis so beliebt sind, welche werden dann am meisten genutzt? Es sind wohl die üblichen Verdächtigen, welche die Top 10 ausmachen.

  1. 😂
  2. ❤️
  3. 😍
  4. 🤣
  5. 😊
  6. 🙏
  7. 💕
  8. 😭
  9. 😘
  10. 👍

Diese haben wir wohl alle schon mal gebraucht, in einer WhatsApp Nachricht oder auf Social Media. Spannend ist, dass die beliebtesten Emojis in Newsletter-Betreffzeilen etwas von dieser Liste abweichen. Das zeigt ein Ranking von MailChimp:

Top 10 Emojis in den Betreffzeilen von E-Mail Newslettern.
Bildquelle: crazyegg.com

Zeige Emotionen, nutze Emojis

Darfst du Emojis also im Geschäftskontext verwenden? Ja, ganz klar. Solange du deine Texte nicht komplett überlädst oder Emojis in unpassenden Situationen verwendest, bist du schon auf einem guten Weg. Achte dich darauf, dass das Emoji entweder eine passende Emotion kommuniziert oder das repräsentiert, was du zeigst. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand wirst du das aber sicherlich hinbekommen. 😉

Nicole Langhart
Nicole hat dank ihrem laufenden Studium in Kommunikation einen Einblick ins Marketing und in den Journalismus werfen können. Nachdem sie nun hands-on Marketing Erfahrung in einem Start-Up gesammelt hat, zieht es sie zu marketing.ch, um die Leserinnen und Leser mit den neusten News und Trends auf dem Laufenden zu halten.