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Dein ultimativer Guide, um garantiert lesenswerte Blogbeiträge zu schreiben

Was war dein allererster Traumberuf? Und was war dein realistischster Traumberuf? Oftmals bekommst du hier zwei komplett verschiedene Antworten – Astronaut und Lehrer, Popstar und Projektleiter, Magier und Selbstständiger. Für mich lautet die Antwort Tierärztin und Schriftstellerin. Genau darum wollen wir anschauen, wie man perfekte Blogbeiträge verfasst – denn Bloggerinnen sind quasi Online Schriftstellerinnen (oder das, was dem Beruf am ehesten ähnelt).

Einfach mal draufloszuschreiben ist gar nicht so schwer. Einen kohärenten und spannenden Blogeintrag daraus zu machen hingegen ist gar nicht so einfach. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Elementen – Leserlichkeit, SEO-Tauglichkeit, Inhalt und mehr – die den idealen Blogpost ausmachen. Darum zeige ich dir Schritt für Schritt, worauf du dich achten musst.

Vorbereitung: Ohne Planung keine Umsetzung

Ich wünschte, ich könnte dir nun einfach sagen, dass der erste Schritt der Titel deines Artikels ist. Doch der Prozess beginnt schon viel weiter vorne. Denn wie willst du einen Titel schreiben, wenn du noch kein Thema hast, dass deine Leser*innen interessiert?

#1: Zielgruppe kennen

Noch bevor du dich an die Themenrecherche machst, musst du wissen, für wen du schreibst. Es ist wohl kaum dein Ziel, dass deine Beiträge in einer Ecke verstauben. Du willst andere User informieren, begeistern oder unterhalten mit deinem Content. Damit du also nicht an deinem Publikum vorbeischreibst, musst du zuerst wissen, wer dein Publikum ist.

Dabei kann es dir helfen, eine Persona zu erstellen. Dazu brauchst du möglichst viele Angaben zu deiner Zielgruppe. Wie alt ist sie, woher kommt sie, was sind ihre Interessen und wo arbeitet sie, welche Themen sind für sie relevant und so weiter. Daraus kannst du dann deinen Kundenavatar kreieren. Der Kundenavatar hilft dir dabei, dein Zielpublikum immer im Auge zu behalten wenn du schreibst. Solltest du noch keine Informationen zu deinem Publikum haben, weil du erst gerade mit dem Bloggen begonnen hast, dann solltest du dir überlegen, wie deine Persona sich zusammenstellt, damit deine Inhalte für sie ansprechend sind.

#2: Thema finden

Weisst du, für wen du schreibst, musst du jetzt herausfinden, was du schreibst. Du wirst deine Stossrichtung wohl schon etwas kennen. Hast du einen Fashion Blog, schreibst du über Themen aus der Modewelt, im Lifestyle Bereich fokussierst du dich vielleicht auf Design, auf Orte in deiner Heimatstadt oder ähnliches und bei einem Marketing Blog greifst du Themen auf, die das Marketing bewegen.

Fällt dir nicht aus dem Stehgreif ein Thema aus deinem persönlichen Leben ein, das du aufgreifen willst, so kannst du dich inspirieren lassen. Schau dich auf Social Media und auf News Plattformen um, was gerade so passiert auf der Welt, lies Fachmagazine oder sonstige Lektüren, sprich mit deinen Freunden oder anderen Bloggern – dann findest du sicher ein spannendes Thema oder einen Ansatz, den du weiterverfolgen kannst.

#3: Thema recherchieren

Es ist unwahrscheinlich, dass du alles über ein Thema weisst, das es zu wissen gibt. Auch wenn du dich schon sattelfest fühlst, was super ist, lohnt sich eine Recherche trotzdem. So kannst du dein Wissen bestätigen lassen oder erweitern.

Mit dem Internet hast du Zugang zu aberhunderten von Informationsquellen, die nur darauf warten, von dir gelesen zu werden. Auch wenn du Fachliteratur zu Hause hast, kannst du diese konsultieren. Fokussiert sich deine Recherche auf Google, so lohnt es sich, verschiedene Suchanfragen zu stellen, sodass du verschiedene Keywords abfragen kannst. Dann suchst du dir einige Links aus und überfliegst diese. Stell sicher, dass die Quelle vertrauenswürdig wirkt, bevor du dich auf deren Informationen verlässt. Lese unbedingt mehrere Artikel von verschiedenen Autoren durch, damit dir Uneinigkeiten auffallen und du den korrekten Informationen auf den Grund gehen kannst.

#4: Keyword Recherche

Natürlich geht es dir mit deinem Blogbeitrag darum, deine Leser und Leserinnen zu begeistern. Trotzdem sollte es dir ein Anliegen sein, dass dein Beitrag bei Google Suchen auch gefunden wird. Dazu kannst du deinen Blogpost für SEO optimieren. Ein erster Schritt darin ist, dass du die passenden Keywords heraussuchst und in deinem Beitrag hinzufügst. Die Keywords findest du, wenn du über ein Konto verfügst, auf Google Ads. Ansonsten kannst du dir auch einen Überblick über die meistgesuchten Begriffe verschaffen, indem du Webseiten wie answerthepublic verwendest. Das Hauptkeyword verpackst du idealerweise im Titel und im Lead deines Beitrages.

Ein Screenshot von answerthepublic zum Thema Blog Writing zeigt auf, welche Fragen User im Internet dazu haben.
answerthepublic.com Screenshot
Bildquelle: laptrinhx.com

Schreiben: Ran ans Eingemachte

Jetzt wo du deine Zielgruppe und dein Thema kennst und dich ausführlich damit befasst hast, kann es losgehen mit dem Schreiben. Grundsätzlich gibt es kein richtig oder falsch beim Schreiben – manche lieben Struktur von Beginn an, andere tippen drauf los und strukturieren im Nachhinein. Du musst wissen, wie du am besten arbeitest. So kann ich es dir empfehlen.

#1: Headline schreiben

Deine Headline ist absolut zentral für deinen Blogbeitrag. Der Titel zeigt, worum es im Text geht und soll ein Klickanreiz für die Leser sein. Diesen Beitrag betitle ich nicht einfach «Blogbeiträge schreiben lernen», auch wenn das zusammenfasst, worum es geht. Denn der Titel ist kaum attraktiv – was macht den Artikel aus, wieso sollte der User auf diesen Titel klicken, anstatt auf einen der hunderten von anderen Links? Dein Titel sollte also auch etwas herausstechen. Wir haben dir in diesem Artikel bereits 10 verschiedene Tipps mitgegeben, um tolle Headlines aufs Papier zu bringen.

Es gibt Schreibende, die den Titel erst dann notieren, wenn sie den Beitrag fertiggestellt haben. Grundsätzlich hilft es, den Titel zu beginn auszuformulieren, denn dann ist auch dir die Kernaussage des Beitrages klar. Fällt dir aber während oder nach dem Schreiben eine bessere Headline ein, so kannst du sie selbstverständlich anpassen. Du kannst auch zwei, drei Variationen notieren und dich schlussendlich für eine davon entscheiden.

#2: Entwurf verfassen

Du bist jetzt endlich bereit, um deinen Beitrag zu schreiben. Wie oben erwähnt, haben verschiedene Blogger verschiedene Ansätze. Ich persönlich mag es, wenn ich meine Struktur kenne. Daher überlege ich mir, was Punkt 1, Punkt 2, Punkt 3 und so weiter ist. Fällt mir bereits ein toller Übertitel ein, schreibe ich diesen auch schon als H2 Titel auf. Ansonsten arbeite ich mit Platzhaltern.

Nun schreibst du deinen ganzen Text. Dieser besteht in der Regel aus einer kurzen Einleitung (einem Lead), dem Hauptteil und natürlich deinem Fazit. Deine Sprache passt du deinem Zielpublikum an. Ein Blogbeitrag darf ruhig persönlich und bis zu einem gewissen Grad umgangssprachlich formuliert werden. Verzichte kompliziertes Fachjargon und erkläre allfällige Fremdwörter. Beim Blog gelten ansonsten dieselben Basics wie bei anderen Texten: Achte dich auf einen logischen Ablauf, einen roten Faden und eine verständliche Schreibweise.

#3: Text überarbeiten

Hast du nun noch leere Platzhalter oder fehlt irgendwo die Struktur, so passt du das nach dem Erstellen des Entwurfes ab. Stell sicher, dass genügend Zwischentitel vorhanden sind, damit der Text leserlich ist. Die Überschriften müssen jeweils zum folgenden Abschnitt passen.

Nach dem Tippen auf Hochtouren kannst du einen Moment durchatmen. Im Anschluss geht es ans korrigieren des Artikels. Lese deinen Text durch und überprüfe ihn auf Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion. In einem weiteren Durchlauf kannst du zudem prüfen, ob der Ablauf Sinn macht und deine Leser*innen dem Inhalt folgen können.

#4: Bilder, Videos, Posts einbetten

Um deinen Text etwas aufzulockern und deine Aussagen zu verbildlichen, kannst du deinen Beitrag mit Bildern oder Videos aufwerten. Auch Social Media Posts, wie Instagram Bilder oder Tweets können eingebettet werden, wenn sie zum Thema passen.

Ein absolutes Muss ist ein Titelbild für deinen Blogbeitrag. Hier solltest du das Design deines Blogs berücksichtigen, sodass das Titelbild zu deinem Auftritt passt. Jedes Bild oder Video dass du in deinem Beitrag einbettest, sollte qualitativ Hochwertig sein und thematisch passen.

#5: SEO, erneut

Wir haben bei den Keywords schon kurz über SEO geredet, doch es gibt noch mehr zu beachten. Hast du Bilder in deinem Blogbeitrag, so kannst du bei diesen ALT-Tags hinterlegen. Stell sicher, dass du dies bei allen Bildern tust und die Keywords auch hier verwendest. Übrigens: Auch der Dateiname des Bildes ist wichtig. Benenne die Datei so, dass beschrieben wird, was auf dem Bild zu sehen ist. So kannst du auch über die Bildersuche gefunden werden.

Des Weiteren tragen auch Links zur SEO bei. Erwähnst du in deinem aktuellen Beitrag etwas, worüber du bereits geschrieben hast, so verlinke deinen Artikel an dieser Stelle. Das ist ein interner Link. Einen externen Link setzt du, wenn du eine andere Webseite verlinkst, weil du ihren Beitrag zitierst, ihre Grafik aufzeigst oder ähnliches.

#6: Check yourself before you wreck yourself

Dein Beitrag sieht nun schon ziemlich gut aus! Doch bevor du ihn veröffentlichst, lohnt sich ein letzter prüfender Blick. Folgende Fragen kannst du dir hier stellen:

  • Ist mein Titel passend und knackig formuliert?
  • Ist der Beitrag übersichtlich strukturiert?
  • Stimmt die Rechtschreibung überall?
  • Funktionieren die Verlinkungen?
  • Passt das Bild-/Videomaterial zum Beitrag?
  • Habe ich alle wichtigen Informationen erwähnt?

Nachbearbeitung: Aus den Augen aus dem Sinn?

Gratuliere, du hast deinen Blogbeitrag publiziert! Gleich zum nächsten? Vielleicht nicht ganz so schnell. Denn es wäre ja schade, wenn du dir all die Mühe machst, und den Beitrag dann einfach vergisst.

#1: Promotion auf Social Media

Die Chancen stehen gut, dass du ein Profil auf Facebook, LinkedIn, Instagram oder Twitter (oder allen zusammen) hast. Nutze deine Plattform, um deinen Beitrag zu teilen. Bist du schon länger im Blogger-Business, so hast du vielleicht sogar einen separaten Blogging-Account, auf dem du regelmässig über deine Beiträge postest. Auch wenn du keine hunderte oder tausende Follower hast – du kannst neue Leser*innen und neue Follower gewinnen, wenn dein Content gefallen findet.

#2: Feedback erhalten

Du kannst den Erfolg deines Blogbeitrages an verschiedenen Elementen messen. Zahlenbasierte Resultate findest du, wenn du Google Analytics nutzt und prüfst, wie viele Besucher dein Blog hat. Aber nicht nur dieses faktische Feedback von Google ist massgebend, sondern auch das Feedback von deinen Leser*innen. Vielleicht hinterlässt jemand einen Kommentar oder schreibt dir auf Instagram und bedankt sich für deinen Beitrag. Eine positive Rückmeldung von Usern ist nicht nur für dein Ego super, sondern zeigt (wenn öffentlich) auch anderen Usern, dass ihnen dein Blog gefällt.

Jetzt bist du dran

Das Schreiben eines Blogartikels ist keine Hexerei, trotzdem gibt es so einiges zu beachten. Investierst du aber genügend Zeit in deine Vorbereitung und prüfst deinen geschriebenen Text auf Herz und Niere, dann bist du bereits auf bestem Wege zum Blogger-Dasein. Erwarte nicht, dass du von heute auf morgen durchstartest – es braucht Zeit und Geduld, bevor deine ersten Texte an die Massen gelangen. Wichtig ist, dass du Spass am Schreiben der Beiträge hast und mit viel Enthusiasmus an deinem Blog arbeitest. Alles andere kommt mit der Zeit. Viel Erfolg!

Nicole Langhart

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