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Content Marketing: 6 einfache Ideen um Bloginhalte weiterzuverwenden

Du hast den besten Blog-Post deines Lebens geschrieben und veröffentlicht, er wird gelesen, vielleicht auch kommentiert… und zwei Wochen später ist er unter deinen neuen Beiträgen begraben und erblickt das Licht der Welt nicht mehr. Das muss nicht sein! Mit diesen Tipps kannst du deine Bloginhalte wieder zum Leben erwecken und dabei gleich noch von mehr Traffic und neuen Leser:innen profitieren.

Aus dem Auge, aus dem Sinn. So geht es uns mit vielen Dingen. So vergessen wir ein super Buch, das ganz unten im Bücherregal verstaubt, ein cooles T-Shirt, das unter allen anderen Kleidungsstücken versteckt ist oder eben auch einen Blogbeitrag, der nicht mehr auf der Homepage erscheint. Und hier kommt das recyclen, oder re-usen, der Bloginhalte zum Zuge. Denn du musst dich nicht immer einfach von alten Inhalten verabschieden, sondern kannst sie wieder zum Aufblühen bringen.

Wiederverwenden – eine gute Idee

Du hauchst deinem Blogpost aber nicht nur wieder Leben ein, weil du so Freude daran hattest. Du willst ihn deinen Leser:innen zeigen, die ihn vielleicht verpasst haben, oder ihn in neuem Format erstrahlen lassen. Bevor du dich aber auf all deine Blogbeiträge stürzt und sie einfach erneut veröffentlichst, solltest du einige Kriterien berücksichtigen.

Ist der Inhalt noch relevant?

Nicht jeder Blogpost eignet sich, wiederverwendet zu werden. Überprüfe zuerst, ob der Inhalt des Blogbeitrages sogenannter Evergreen-Content ist. Evergreen bedeutet soviel wie Dauerbrenner und beschriebt Themen, die über lange Zeit relevant sind.

Handelt dein Blog-Post also von der Finanzkrise 2008, so eignet er sich eher weniger für eine Weiterverarbeitung. Hast du aber über die Entwicklung des Finanzmarktes seit der 2000er-Wende bis zur Veröffentlichung des Posts (bspw. 2017) geschrieben, so kannst du den Blogbeitrag super erweitern, indem du ihn updatest bis ins aktuelle Jahr. Solange dein Blog-Post ein relevantes Thema behandelt, kannst du dir überlegen, ihn wiederzuverwenden.

Was hast du davon?

Hast du passende Blogbeiträge identifiziert, so steht dir eigentlich nichts mehr im Weg. Nun fragst du dich vielleicht, was der Sinn hinter dem Recyclen von deinen Blogbeiträgen ist. Tatsächlich kannst du davon profitieren, wenn du alte Beiträge auf Vordermann bringst oder umwandelst. Du erreichst ein neues oder anderes Publikum damit und generierst mehr Traffic auf deiner Seite. Mit dem Aufbessern von alten Beiträgen kannst du zudem auch SEO-technisch nutzniessen. Mit welchen Methoden und Tricks du das erreichst, zeigen wir dir jetzt.

1 – Blogbeitrag aktualisieren

Die wohl einfachste Art, deinen Blogbeitrag aufzufrischen und dabei neue Leser:innen zu gewinnen, ist das Aktualisieren. Hierzu nimmst du deinen Blogbeitrag unter die Lupe und schaust nach, welche Informationen veraltet sind oder wo es neue Erkenntnisse gibt. Das heisst, du ersetzt Statistiken, die mittlerweile erneuert wurden, du bereinigst veraltete Aussagen und ersetzt sie durch den neuen Stand der Dinge.

Beim Aktualisieren ersetzt du unbedingt auch alle kaputten oder nicht mehr vorhandenen Verlinkungen und fügst, wenn vorhanden, neue Links hinzu. Auch interne Links kannst du ergänzen. Um dir SEO-Vorteile rauszuholen, kannst du den Text und den Titel mit den passenden aktuellen Keywords ergänzen. Bevor du den Blogbeitrag erneut veröffentlichst, überprüfst du ihn zudem auf Rechtschreibung und Grammatik. Bei der Veröffentlichung solltest du ein Update-Datum hinzufügen, damit deine Leser:innen nicht verwirrt sind, wenn sie den alten Beitrag bereits gelesen haben.

2 – Erstelle neue Inhalte aufgrund des Beitrages

Hast du im Blogbeitrag die fünf besten Social-Media-Tools aufgelistet mit ihren Vor- und Nachteilen, so kannst du daraus eine kleine Blogserie starten. Dazu kannst du jedes Tool einzeln unter die Lupe nehmen und wenn möglich selbst ausprobieren. Dann hast du fünf Artikel, in denen du vertieft auf die Thematik eingehst – und natürlich verlinkst du die Beiträge untereinander.

Es lohnt sich also, zu überlegen, welche Beiträge ein Spin-Off oder Sequel verdienen. So hast du auf einfache Art und Weise Inspiration für neuen Content und baust deine interne Linkbuilding-Strategie weiter aus.

3 – Zusammenfassung erstellen

Du musst aber nicht unbedingt neue Blogeinträge aus deinen ursprünglichen Inhalten kreieren. Du kannst auch die Key-Findings oder die wichtigsten Zahlen und Fakten aus dem Beitrag nutzen, um Grafiken, Social-Media-Posts oder gar ein Whitepaper aufzusetzen.

Bei einem zahlen-lastigen Thema kann es spannend sein, diese Zahlen in eine Infografik einzubetten, die du dann auf Social Media posten kannst. Eine Grafik zeigt kompakt auf, was du mit Worten stark umschreiben musst. Auch Social-Media-Beiträge, mit einem passenden Bild oder nur mit Text, können mit dem Bloginhalt erstellt werden. Zum Beispiel auf LinkedIn kannst du dann einen Beitrag in Form von «Weisst du, welche 10 Länder am meisten auf E-Commerce setzen?» erstellen und dort die Zahlen liefern – die du dank deinem Blog bereits kennst.

Wenn du mehrere Blogbeiträge zum selben Thema verfasst hast, kannst du die Thematik und deine Erkenntnisse auch in einem Whitepaper zusammenfassen. Dieses Whitepaper können deine Leser:innen herunterladen und haben so die wichtigsten Informationen alle in einem Dokument.

4 – Nutze deinen Newsletter

Ja, in erster Linie wirst du deinen Newsletter nutzen, um deinen Abonnent:innen Neues (darum ja auch Newsletter) mitzuteilen. Meistens wirst du ihnen so also deine aktuellen Beiträge empfehlen. Es spricht aber nichts dagegen, auch deine Oldies in dein E-Mail-Marketing einzubinden. Dazu hast du mehrere Optionen.

Du kannst in deinem bestehenden Newsletter eine Rubrik à la «Das hast du verpasst» anbringen, unter welcher du deine Favoriten der letzten Wochen oder Monate hinzufügst. Alternativ kannst du auch einen ganzen Newsletter erstellen, in dem du dich auf vergangene Blogposts fokussierst. So kannst du den Abonnenten eine breite Auswahl an Content liefern, den sie vielleicht verpasst haben. Dies macht je eher Sinn, umso mehr du pro Woche bzw. pro Tag postest.

5 – Von Text zu Video

Dein Blogbeitrag muss nicht für immer ein Blogeintrag bleiben. Mit einem Video kannst du den Inhalt auf kreative Art und Weise wiederverwenden. In der Gestaltung bist du dabei frei: Du kannst ein animiertes Video erstellen oder selbst vor die Kamera stehen und die Inhalte wiedergeben. Lies aber nicht einfach deinen geschriebenen Text in die Kamera, sondern passe ihn der gesprochenen Sprache an und bring wenn möglich neue oder persönliche Inputs dazu.

Das Video kannst du auf YouTube, aber auch auf Instagram, Facebook oder LinkedIn hochladen. Einzelne Snippets oder Key-Fakten kannst du auch für kurze TikToks, Reels, oder Stories verwenden. Verlinke dabei wann immer möglich auf den Blog-Post, damit auch dieser gelesen werden kann von deinen Zuschauer:innen.

6 – Von Text zu Audio

Auch Podcast sind ein beliebtes Medium. Egal ob auf Spotify, Apple Music, iTunes oder YouTube – deinen Podcast kannst du auf diversen Plattformen hochladen und auf Social Media pushen. Auch im Podcast solltest du, gleich wie im Video, deinen Inhalt in lockerer Sprache vermitteln und für deine Zuhörer:innen aufwerten. Du kannst auch einen Experten bzw. eine Expertin dazu holen, um einen zusätzlichen Mehrwert zu generieren und spannende Inputs zu erhalten.

JA zum Recyceln von Bloginhalten

Anstatt dass du also den Kopf hängen lässt, weil dein Blog-Post von vorletzter Woche kaum mehr gesehen wird, kannst du deine Bloginhalte weiterverwerten. Sei dies, indem du den Post updatest und aufwertest oder indem du ihn in andere Formate umwandelst. Du kannst dabei nochmals richtig kreativ sein und dein Wissen zum Thema erneut unter Beweis stellen. Dank dem Weiterverwenden der Inhalte sparst du dir schon sehr viel Zeit beim Recherchieren und Konzipieren und kannst schnell loslegen. Und am Ende des Tages ist es eine Win-Win-Win Situation: Deine Leser:innen erhalten mehr Content, Google rankt deine Webseite besser und du konntest deinen super Blog-Post wieder ins Rampenlicht rücken.

Nicole Langhart

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