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SEO: 4 massgebende Tipps für eine bessere Click-Through-Rate

Source: businessinsider.com

Tausende von Impressions auf deinem Suchergebnis bringen dir reichlich wenig, wenn niemand auf den Link klickt. Es wäre also falsch, wenn du deine Webseite auf Platz neun in den Suchresultaten siehst und dir zufrieden auf die Schulter klopfst.

Klar, in den Suchresultaten unter den Top 10 aufzutauchen ist eine Errungenschaft. Schliesslich bist du unter hunderttausenden anderen Ergebnissen unter den gelandet, die am meisten Sichtbarkeit geniessen. Du solltest dich aber nicht «nur» auf dieser Platzierung und der Anzahl Einblendungen bzw. Impressions ausruhen, sondern auch berücksichtigen, wie viele User*innen auch auf dein Suchresultat klicken.

Denn wenn du zwar gesehen aber nicht angeklickt wirst, impliziert das, dass deine Texte zu wenig überzeugend oder aussagekräftig sind. Darum ist es wichtig, dass du mit optimierten Inhalten zu einer besseren Click-Through-Rate gelangst.

Was ist die Click-Through-Rate?

Die Click-Through-Rate (CTR) ist eine wichtige Kennzahl im Online-Marketing. Sie verrät dir, wie viele Personen, die deine Anzeige o.ä. gesehen haben, auch darauf geklickt haben. Es ist nicht schwer, die CTR zu berechnen, die Formel lautet:

CTR = Anzahl Klicks / Anzahl Impressionen x 100

Erblicken also beispielsweise 10’000 User*innen deine Webseite in den Suchresultaten und davon klicken 300 auf den entsprechenden Link, so ist die CTR bei 3 Prozent.

Welche CTR ist «gut»?

Wie hoch eine CTR ist und ob der Wert als gut bzw. überdurchschnittlich bezeichnet werden kann, hängt stark von der Branche des Unternehmens und ist im Allgemeinen variabel.

Grundsätzlich gilt: je höher und so besser. Jedoch liegt die durchschnittliche CTR beispielsweise bei Display Ads bei nur ca. 0.3 Prozent und bei Google Ads in den Suchresultaten bei 1.9 – 3.1 Prozent.

Idealerweise vergleichst du deine Click-Through-Rate bestimmter Suchresultate aus verschiedenen Zeiträumen, um festzustellen, ob eine Verbesserung oder Verschlechterung vorliegt. Das gibt dir auch die Grundlage, zu ermitteln, welche Texte du optimieren musst.

Welche Optimierungsmassnahmen gibt es für die CTR?

Hast du entdeckt, dass eine Click-Through-Rate bei einer deiner Pages schlechter geworden ist oder im Vergleich zu ähnlichen Resultaten minderwertig performt, musst du aktiv werden. Am einfachsten ermittelst du deine CTR indem du die Google Search Console nutzt. Dort werden dir die Impressions, die Kicks und auch die Klickrate (CTR) für deine Pages angezeigt.

1. Keywords (re-)analysieren

Bevor du anfängst, Texte umzuschreiben, solltest du die relevanten Keywords kennen. Eine Keyword-Analyse hast du vielleicht bereits vorgenommen, aber es kann sich lohnen, diese nochmals zu überprüfen. Mit Tools wie dem Keyword-Planner von Google Ads (sofern du einen Google Ads Account hast) lassen sich Keywords gut finden. Weiter kannst du auch die Search Console oder Google Analytics nutzen, um Suchanfragen anzusehen.

2. Title-Tag und Meta-Description anpassen

Hast du die relevanten Keywords und User*innen-Fragen ermittelt, kannst du als nächstes deine Texte im Titel und der Beschreibung anpassen. Versetz dich in die Lage der Suchenden und frag dich, was du in der Google-Suche eingeben würdest. Stell auch immer sicher, dass deine Texte nicht zu lange sind, denn ansonsten werden sie nicht vollständig angezeigt. Überprüfen kannst du das beispielsweise mit dem Sistrix Snippet Generator.

Stell auch sicher, dass du Keyword-Kannibalismus vermeidest. Keyword-Kannibalismus kommt dann vor, wenn du in verschiedenen Title-Tags oder Meta-Descriptions dieselben Keywords verwendest. Diese nutzen oder «fressen» dann die Sichtbarkeit voneinander auf, da beide für dasselbe ranken wollen.

2.1 Fragen stellen

Wir googeln etwas, weil wir eine Frage haben. Wir wollen wissen, wo wir in die Ferien gehen sollen, welches Smartphone das Beste ist oder was eigentlich eine BCG-Matrix ist. Wenn du beispielsweise in deiner Beschreibung also eine Frage stellst, die für die User*innen relevant ist, und ihnen mit deiner Seite eine Antwort liefern kannst, so klicken sie gerne auf dein Suchresultat.

Mit Tools wie answerthepublic oder auch mit einfachen Google-Suchen kannst du herausfinden, welche Fragen User*innen zum Thema haben. Dann kannst du mit deinen Texten gleich die Antwort darauf liefern und dir mehr Klicks sichern.

2.2 Direkte Ansprache verwenden

Personalisiertes Marketing ist im Trend. Das kannst du auch bei deinen Meta-Descriptions und Title-Tags anwenden. Natürlich kannst du keine Namen verwenden, aber schon mit einer direkten Ansprache fühlen sich User*innen mehr wahrgenommen. Anstatt «Viele bemühen sich um voluminöses Haar» schreibst du also «Sie bemühen sich um voluminöses Haar», wenn du deine Haarprodukte in den Suchresultaten zeigst.

2.3 Power-Wörter nutzen

Es gibt hunderte von Power-Wörtern, die deinen Text aufwerten können. Wörter wie einfach, sofort, exklusiv, erfolgreich, sicher, zuverlässig, brillant, erstaunlich, überwältigend und so weiter ziehen die Aufmerksamkeit der User*innen auf sich.

Überlade deine Texte nicht mit diesen Wörtern, sondern nutze sie sparsam. Du willst deine potentiellen Kund*innen nicht erschlagen mit Power-Wörtern, vielmehr willst du den Effekt deiner Aussage verstärken – in vernünftigen Massen.

2.4 Call-to-Actions einsetzen

Call-to-Actions (CTAs) sind vor allem im digitalen Marketing fast überall hilfreich, ob auf Social Media, im Newsletter oder in den Suchmaschinen. Mit einem «Jetzt mehr erfahren», «Entdecken Sie unser breites Angebot» oder «Vereinbare jetzt deinen kostenlosen Termin» forderst du die User*innen auf, jetzt zu handeln.

3. Rich Snippets anzeigen lassen

Rich Snippets sind weitere Informationselemente, die beispielsweise neben deinem Suchresultat stehen. Das kann eine Bewertung oder auch die Angabe, ob das Produkt noch auf Lager ist, sein.

rich snippets nikon
Bildquelle: ahrefs.com

Aber auch die «Ähnlichen Fragen» oder die Definitionen, die bei einer Google-Suche direkt angezeigt werden, sind Rich Snippets. Du kannst nicht direkt beeinflussen, wann die Snippets angezeigt werden von Google, aber du kannst sie in den strukturierten Daten hinterlegen, um deine Chancen zu erhöhen.

4. PageSpeed verbessern

Wenn du auf ein Suchresultat klickst, dann erwartest du, dass die Seite innert kürzester Zeit geladen wird. User*innen sind hier nicht geduldig. Wenn deine Webseite also langsam lädt – also einen langsamen PageSpeed hat – werden die Besucher*innen schnell wieder wegklicken und zum nächsten Anbieter gehen.

PageSpeed ist ein Rankingfaktor von Google. Kommt dazu, dass Google dich schlechter bewertet, wenn du eine hohe Bounce-Rate hast auf deiner Webseite. Dann erscheinst du gleich noch tiefer bei den Suchresultaten, erhältst weniger Impressions und weniger Klicks. Stell daher sicher, dass du deinen PageSpeed so gut wie möglich optimierst.

SEO gut, CTR gut

Die Suchmaschinenoptimierung und deine Click-Through-Rate bei organischen Resultaten sind unweigerlich miteinander verbunden. Daher kannst du nicht einfach nur die Meta-Description anpassen und davon ausgehen, dass du nun hunderte Klicks zusätzlich erhältst. Denn nur, wenn du auch bei den vorderen Suchresultaten mit dabei bis, wirst du von einem Grossteil der User*innen überhaupt wahrgenommen.

Ist dein Ranking aber bereits gut, so können auch kleinere Änderungen wie das Optimieren des Title-Tags gute Veränderungen deiner CTR mit sich ziehen. Wichtig ist, dass du die Daten kontinuierlich analysierst und deine Suchresultatanzeigen optimierst, wenn sie nicht die gewünschten Ergebnisse liefern.

Nicole Langhart

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