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Google-Ads-Bilderweiterung: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Was erweckt als erstes deine Aufmerksamkeit, wenn du eine Google-Suchanzeige erblickst? Ist es ein Keyword, das du wiedererkennst? Oder doch die prägnante Überschrift. Seit einigen Monaten ist es vielleicht auch ein Bild.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Darum versehen Marketer*innen ihre Anzeigen gerne mit Fotos ihrer Produkte und Dienstleistungen. So ziehen sie Blicke auf sich und erhöhen nachweislich die Click-Through-Rate. Das ist mittlerweile auch bei den Google-Ads-Suchanzeigen möglich.

Was sind Bilderweiterungen für Google Ads?

Bilderweiterungen sind eine neue Erweiterungsoption für Textanzeigen, die seit Mitte des Jahres für alle Accounts verfügbar ist. Wie der Name vermuten lässt, kannst du damit Textanzeigen mit einem passenden Bild ergänzen. Der CPC bleibt dabei unverändert. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir, wie du Bilderweiterungen für deine Anzeigen aktivierst und welche Optionen dir dafür zur Verfügung stehen. 

So sieht eine Bilderweiterung in der Search-Engine-Results-Page aus.
Bildquelle: google.com

Einrichtung

Für die Einrichtung von Bilderweiterungen, folgst du demselben Pfad wie bei allen anderen Erweiterungstypen. Klicke dazu im Ads-Menü auf Erweiterungen. Dann kannst du mit Klick auf das «+» die Bilderweiterung auswählen. Du kannst diese übrigens je nach Bedarf auf Kampagnen oder auf Anzeigengruppen anwenden.

Bilder auswählen

Nun musst du die Bilder, die du verwenden möchtest, auswählen. Dafür bietet dir Google Ads drei mögliche Quellen:

  • Bilder hochladen
  • Deine Webseite nach Bildern durchsuchen
  • Deine Social-Media-Accounts nach Bildern durchsuchen

Egal welche Option du wählst, stelle sicher, dass dir alle Rechte an der Verwendung des Bildmaterials gehören.

Vorgaben für Bilder

Die formalen Vorgaben für Bilderweiterungen sind glücklicherweise ähnlich wie auf vielen Social-Media-Plattformen. Du musst also nicht komplett neue Versionen erstellen. Google akzeptiert Bilder im quadratischen 1:1-Format oder im 1.91:1-Format. Empfohlen wird eine Grösse von 1’200 x 1’200 respektive 1’200 x 628 Pixeln. Die Obergrenze für die Dateigrösse beträgt 5 MB.

Was den Bildinhalt angeht, hat Google aber genauere Vorstellungen. Du darfst keine Bilder mit Text oder grafischen Overlays wie deinem Logo hochladen. Wenn das Logo allerdings auf einem Produkt abgebildet ist, dass du fotografiert hast, geht das in Ordnung. Ebenfalls unzulässig sind zu viel Leerraum, Collagen, unscharfe und verzerrte Bilder, schlecht Zuschnitte und zu viel nackte Haut.

Dynamische vs. Standard-Bilderweiterung

Normalerweise bestimmst du selbst, welche Bilder für deine Textanzeigen in welchen Kampagnen oder Anzeigegruppen ausgespielt werden sollen. Du hast aber auch die Möglichkeit, Google selbst ein passendes Bild aus der Landingpage der Anzeige aussuchen zulassen. Diese Option nennt sich dynamische Bilderweiterung.

Das macht vor allem dann Sinn, wenn auf der Landingpage nur ein Produkt oder eine Dienstleistung angeboten wird, worauf viele Bilder passen. Wenn du aber unterschiedliche Produkte mit spezifischen Produktbildern im Angebot hast, solltest du unbedingt selbst das passende Bildmaterial auswählen.

Was bringen Bilderweiterungen für den Erfolg einer Kampagne?

Bilder sind immer eine wertvolle Ergänzung für Texte. Sie können schneller Aufmerksamkeit auf sich ziehen als Überschriften, weil sie vom Auge leichter erfassbar sind. Zudem können sie wertvolle Informationen zur Beschaffenheit eines Produkts liefern, für den du ansonsten viel Text benötigen würdest. Physische Produkte profitieren deshalb besonders von Bilderweitrungen. Trotzdem solltest du sei auch für Dienstleistungen verwenden. Denn es ist zudem ein Ort, an dem du dein Logo anbringen kannst, solange dieses organisch im Bildinhalt auftaucht.

Dass Bilderweiterungen Textanzeigen allgemein guttun, bestätigen auch erste Zahlen. Laut Google verzeichnen Textanzeigen mit Bilderweiterung eine 10 – 15% höhere Click-Through-Rate als diejenigen ohne.

Best Practices

Bilderweiterungen sind noch eine verhältnismässig neue Erscheinung. Darum lohnt es sich, viel herumzuexperimentieren, damit du herausfindest, was für dich am besten funktioniert. Folgende Best Practices solltest du allerdings als Richtwerte im Hinterkopf behalten:

  • Überlege dir an welcher Stelle deiner Kontostruktur, du Bilderweiterungen verwenden möchtest. Meist ergibt es auf Anzeigegruppen-Ebene am meisten Sinn, weil du so granular bestimmen kannst, welche Bilder thematisch am besten passen.
  • Verwende aussagekräftige Bilder. Wenn du ein Produkt verkaufen möchtest, muss dieses auf dem Bild klar erkennbar sein und seine Relevanz aufzeigen.
  • Halte den Bildinhalt simpel. Denke daran, dass das Bild nur sehr klein angezeigt wird. Deshalb muss der Fokuspunkt des Bildes klar erkennbar und ungestört sein.
  • Teste viele Varianten. Verwende vor allem bei dynamischen Bilderweiterungen mehrere unterschiedliche Bilder, damit langfristig dasjenige mit der grössten Erfolgschance angezeigt wird.

So simpel wie effektiv

Bilderweiterungen in Google Ads sind erfreulich simpel einzurichten und werten Textanzeigen nachweislich auf. Zudem kannst du Bilder verwenden, die schon auf deiner Webseite oder deinen Social-Media-Kanälen im Einsatz sind. Mache dir einfach ausreichend Gedanken darüber, auf welcher Ebene der Kontostruktur der Einsatz sinnvoll ist und ob sich dynamische Bilderweitrungen anbieten.

Daniel Cano
Daniel hat gerade sein Studium in Multimedia Production abgeschlossen und hat jetzt erstmal genug vom Theroriebüffeln. Darum teilt er nun seine Begeisterung – insbesondere für Video- und Content-Marketing sowie Storytelling – auf marketing.ch. Wenn er in seiner Freizeit nicht gerade jede*n nötigt, seinen Lieblingsfilm «Blade Runner 2049» zu schauen, kocht er gerne für Familie und Freunde.

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