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Geht es bei Snapchat wieder bergauf? 52 Prozent Umsatzsteigerung im dritten Quartal

Von wegen Snapchat ist tot! Die Umsatzzahlen von Snap scheinen im dritten Quartal durch die Decke zu gehen. Und das, obwohl es Anfang des Jahres gar nicht gut für Snap, dem Mutterkonzern von Snapchat, aussah. Zwar hatte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent gesteigert, dennoch wurde an der Börse mit mehr gerechnet.

Das hatte zur Folge, dass die Aktien teilweise um bis zu 12 Prozent einbrachen. Umso überraschter wurde nun an der Börse über die neuen Quartalszahlen des Unternehmens reagiert. Im Jahresvergleich hat Snap den Umsatz um ganze 52 Prozent auf 679 Millionen US-Dollar gesteigert. Knapp um ein Viertel hat die Aktie von Snap dadurch zugelegt.

Warum ist Snap plötzlich im Vergleich so umsatzstark?

Vermutlich liegt der Umsatzzuwachs an der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus. Aufgrund der aktuellen Lage haben viele Firmen ihre Werbebudgets neu verteilt und vermehrt in Werbung auf sozialen Netzwerken investiert. Weiter könnte der internationale Aufruf von StopHateForProfit ebenfalls mehr Werbebudget zu Snapchat getragen haben. Die Kampagne hatte zu einem Facebook Werbeanzeigen Boykott aufgerufen, mit der Begründung, dass Profit wichtiger als Hass und Desinformation auf Facebook seien.

Ist Snap dank der neuen Quartalszahlen über den Berg?

Zwar ist die Umsatzsteigerung von Snap bemerkenswert, dennoch macht das Unternehmen weiterhin Verluste. Der Quartalsbericht zeigt, dass sich der Verlust auch jetzt noch auf 200 Millionen US-Dollar beläuft, immerhin 27 Millionen US-Dollar weniger als im Jahr davor. Natürlich versucht das Unternehmen, diesen Zahlen entgegenzuwirken und die Plattform attraktiver für Werbetreibende und Influencer zu gestalten. Neue Features sollen Snapchat wieder nach oben bringen. Mit dem kürzlich gestarteten Sounds-Feature und die im Juni dieses Jahres veröffentlichten neuen Kamera- und Augemented-Reality-Funktionen macht Snapchat anderen Social Apps Konkurrenz. Anleger dürften sich fürs Erste über die Umsatzsteigerung freuen, ob sich die neuen, überraschenden Entwicklungen halten können und ob die Zahlen tatsächlich der Corona-Pandemie geschuldet sind, wird sich zeigen.

Redaktion
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