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Gerhard Jahns erklärt: 10 neue Features für deine Google-Shopping-Kampagnen

Source: businessinsider.com

Unternehmen und Organisationen haben wirtschaftlich herausfordernde Zeiten zu meistern. Lieferengpässe sowie steigende Energiepreise und Lebenshaltungskosten verändern auch die Bedürfnisse und das Kaufverhalten der User. Sie überlegen länger, werden kritischer und preisbewusster. Für Werbetreibende wächst damit die Herausforderung, ihre Produkte und Leistungen sichtbar zu machen. Potenzielle Kundinnen und Kunden sollen sich ein gutes Bild davon machen können, ob die Angebote ihren Bedürfnissen gerecht werden.

In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche neue Funktionen in Google Ads und im Merchant Center eingeführt, die zur Optimierung deiner Shopping-Kampagnen beitragen können. Wir stellen sie vor.

Neue Features in Google Ads

Produktstatistiken

In Google Ads ist die Funktion Produktstatistiken auf Kontoebene für Shopping- und Performance-Max-Kampagnen verfügbar. Sie liefert dir Informationen darüber, welche deiner Angebote nicht die gewünschte Leistung erbringen, wo Feeddaten fehlen oder fehlerhaft sind und wie deine Gebote im Vergleich zu den stärksten Wettbewerbern abschneiden. Zudem erhältst du Vorschläge, wie du die Leistung deiner Produktanzeigen verbessern kannst. Du findest die Statistiken in deinem Google-Ads-Konto unter dem Menüpunkt „Produkte“ und dem Unter-Tab „Produkte“.

Mehr Shopping-Anzeigen auf YouTube

Bisher konntest du nur deine Überspringbaren In-Stream-Anzeigen mit einem Produktdatenfeed verknüpfen und als Shopping-Anzeigen auf YouTube ausspielen. Inzwischen ist es auch möglich, deine Angebote in In-Feed-Videoanzeigen zu präsentieren. So erreichst du noch mehr User, die neue Produkte entdecken und sich inspirieren lassen wollen. In einigen Ländern und für ausgewählte Produzenten ist es sogar möglich, Produktfeeds zu den Anzeigen in YouTube Shorts hinzuzufügen. Diese Funktion soll künftig auch für weitere Länder und Regionen verfügbar sein.

YouTube Shopping-Anzeigen

Vorlagen für saisonale Videoanzeigen

Zudem stehen in Google Ads nun Vorlagen für saisonale Videoanzeigen zur Verfügung. Sie enthalten Designs und Musiktitel für besondere Anlässe wie Feiertage und saisonale Aktionstage. Dieses Feature ist besonders interessant für kleinere Unternehmen mit wenig Budget für eine eigene Videoproduktion. In den Vorlagen kannst du deine Videoclips, Markenfarben und Texte sowie dein Logo verwenden. Setzt du vertikale Video-Assets ein, werden deine Video-Aktionskampagnen, App-Kampagnen und Performance-Max-Kampagnen automatisch für YouTube Shorts skaliert.

Conversion-Wert-Regeln für Ladenverkäufe und Ladenbesuche

Conversion-Wert-Regeln ermöglichen es dir, den Wert von Conversions besser in Bezug zu deinen Unternehmenszielen zu setzen. Du kannst die Anpassung der Conversion-Werte anhand des Standorts, des Gerätetyps und der Zielgruppen zum Zeitpunkt der Auktion ganz leicht in Echtzeit vornehmen.  Die Regeln lassen sich auf Kampagnenebene auf bestimmte Kategorien von Ladenbesuchen oder -verkäufen anwenden: So ist es etwa möglich, für hochpreisige Artikel einen höheren Conversion-Wert festzulegen als für niedrigpreisige.

Conversion-Wert-Regeln

Neue Features im Merchant Center

Über die Content-API for Shopping kannst du zu deinen Angeboten nicht nur Informationen zu Sonderangebotspreisen, sondern inzwischen auch Werbeaktionen („Angebote“) hinzufügen. Es stehen drei Typen zur Verfügung:

  • Rabatte: Rabatte in Prozent, Cashback, zwei Artikel zum Preis von einem oder einen Artikel kaufen und einen weiteren reduziert erhalten
  • Geschenke: ein Geschenkartikel oder eine Geschenkkarte über einen bestimmten Wert
  • Versand: kostenloser oder vergünstigter Versand

Klicken User auf den Angebots-Button, öffnet sich ein Pop-up, das nähere Informationen zum Angebot enthält und zum nächsten Schritt weiterleitet.

Rabatt

Anmerkungen zu Versand und Rücksendungen

Daneben ist es jetzt auch möglich, die voraussichtliche Lieferzeit (Estimated Delivery Date, EDD) direkt in Google Shopping-Anzeigen einblenden zu lassen. Für die Berechnung der Gesamtlieferzeit musst du den Zeitpunkt für den Annahmeschluss sowie die Bearbeitungszeit der Bestellung festlegen. Die Versandgeschwindigkeit wird dann automatisch von Google berechnet und in den aktiven Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen hinterlegt. Diese Information kann zur Anzeigenoptimierung beitragen, da sie einen wichtigen Faktor in der Kaufentscheidung darstellt.

Anmerkung zum Versand

Des Weiteren hast du die Möglichkeit, deine Rücksendebedingungen oder Erstattungsrichtlinien zu deinen Google Shopping-Anzeigen hinzuzufügen. Dies geht im Merchant Center im Bereich „Retouren“, über den jeweiligen Produktfeed oder über die Content API. Du kannst Bedingungen erstellen, die für ein einzelnes Land oder für mehrere Länder gelten. Das Einblenden der Rückgabebedingungen wirkt sich positiv auf die Anzeigenleistung aus.

Anmerkung zur Lieferung

Ein Feed für alle Zielländer

Eine weitere Neuerung betrifft die Zuordnung eines Produktfeeds zu unterschiedlichen Ländern. Im Merchant Center gab es bisher für jeden Feed die Felder „Primäres Absatzland“ und „Weitere Länder“. Diese wurden nun entfernt und durch das Feld „Zielländer“ ersetzt. Das bedeutet für deine bestehenden Kampagnen: Alle Länder, die du als „primäres Absatzland“ oder „weitere Länder“ für deinen jeweiligen Feed festgelegt hast, werden in das neue Feld „Zielländer“ verschoben.

Feedlabel für Feedeinstellungen

Im Merchant Center gibt es ein weiteres neues Feld: das optionale Feedlabel. Es kann für Google Shopping-Kampagnen und Performance-Max-Kampagnen verwendet werden. Mit dem ausgewählten Feedlabel legst du fest, welche Produktfeeds aus dem Merchant-Center-Konto in der jeweiligen Kampagne beworben werden sollen. Das Label dient also der Gruppierung deiner Produkte und der Zuordnung zu Ländern oder Sprachen: Für deine bestehenden Kampagnen wird als Label automatisch der zweistellige Ländercode des ursprünglichen primären Absatzlands festgelegt. Deine aktuelle Kampagnenstruktur bleibt unverändert.

Eindeutige Produktkennzeichnungen

Ausserdem können Hersteller ihren Produkten nun eindeutige Produktkennzeichnungen (Unique Product Identifiers, UPIs) zuweisen. Diese ermöglichen eine eindeutige Identifizierung von Produkten und werden in Shopping-Anzeigen und kostenlosen Einträgen präsentiert. Zu den häufig verwendeten Kennzeichnungen gehören die Global Trade Item Number (GTIN), die Manufacturer Part Number (MPN) und die Marke. Verfügt das von dir angebotene Produkt über eine dieser Kennzeichnungen, solltest du diese angeben und damit deine Werbeanzeigen und Einträge optimieren. Artikel mit korrekten Eindeutigen Produktkennzeichnungen haben nämlich eine höhere Priorität. Die Kennzeichnungen sorgen dafür, dass Google Ads deine Produkte an relevantere User ausliefern kann. Dies gilt insbesondere für Produkte mit GTIN. Falls für keines der genannten Attribute ein Wert vorhanden ist, reichst du das Attribut [identifier_exists] mit dem Wert “no” oder “false” ein.

Anforderungen an Produktkennzeichnungen

Automatische Rabatte

Die neue Beta Automatische Rabatte steht Einzelhändlern zur Verfügung, die mindestens 1.000 Produktklicks pro Woche auf Händlerebene erzielen und weitere Anforderungen erfüllen. Sie ermöglicht es dir, anhand unterschiedlicher Echtzeitsignale Rabatte auf die Preise deiner Produkte einzuräumen. Auf diese Weise können Einzelhändler ihre Produkte in Google Shopping-Anzeigen und auf der Produkt-Landingpage ihrer Website effektiver bepreisen und die Conversion-Rate steigern. Zudem spart die automatische Preisoptimierung Zeit und Kosten.

Fazit

Zusätzliche Funktionen zur Kampagnenerstellung, Anzeigengestaltung und vereinfachten Kampagnenverwaltung – sowohl in Google Ads als auch im Merchant Center bieten sich dir zahlreiche neue Features für die Optimierung deiner Google Shopping-Kampagnen und Performance-Max-Kampagnen. Grund genug, um die für deine Zwecke sinnvollen Möglichkeiten einzusetzen und für deine Kampagnen zu testen. Eine verbesserte Leistung verspricht mehr Zugriffe auf deine Website, eine Zunahme der Besuche in deinem Ladengeschäft und eine Erhöhung deines Umsatzes.  

Gerhard Jahns

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