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Claudia Brüngger erklärt: No-Gos auf TikTok: Diese fünf Fehler solltest du von Anfang an vermeiden

TikTok im Bereich Content-Marketing nutzen, um mit kreativen Beiträgen eine hohe Reichweite zu erzielen? Gute Idee. Und noch besser, wenn Anfängerfehler gleich vermieden werden. Hier kommen fünf No-Gos auf TikTok.

Immer mehr Werbetreibende und Kommunikationsfachleute haben das Potenzial von TikTok für Content-Marketing bereits erkannt. Die Videoplattform eignet sich hervorragend dafür, denn mit den richtigen Inhalten lässt sich momentan eine grosse organische Reichweite erzielen – insbesondere bei den 18- bis 24-Jährigen. Gemäss einer Auswertung vom April 2022 gehören sie in der Schweiz mit rund 930’000 Personen zur grössten Nutzergruppe der App, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit über 590’000 Nutzenden.

Wer TikTok von Anfang an richtig einsetzen will, sollte sich vorab mit der Plattform auseinandersetzen. Hier kommen fünf No-Gos, die es gleich zu vermeiden gilt:

TikTok lebt von den Trends, die die User vorgeben. Dabei wird zum Beispiel Content erstellt, indem Sounds (Passagen aus Liedern oder auch Audiospuren aus anderen Videos) auf eine kreative oder witzige Art und Weise interpretiert werden. Geht ein solches Video viral (= es erzielt eine grosse Reichweite und Interaktion), wird es von tausenden Usern nachgemacht: Ein Trend entsteht.

Solche Trends lassen sich auch wunderbar für den eigenen Business-Bereich anwenden – sofern man es richtig macht. Denn ein trending Sound weckt bei den Usern eine gewisse Erwartungshaltung. Wird der Sound benutzt, ein aktueller Trend hingegen nicht berücksichtigt, kann das für Verwirrung sorgen.

Daher ist es wichtig, sich mit aktuellen Trends auseinanderzusetzen. Natürlich klappt das am besten, indem man selbst regelmässig auf TikTok aktiv ist. Zur Sicherheit kann man bei einem Sound aber vorab prüfen, welchen Content es dazu gibt. Lässt sich inhaltlich ein Muster erkennen, weiss man schnell, ob bereits ein Trend besteht. Diesen gilt es für die Erstellung von Videos zu beachten. Wenn der Sound nicht zum geplanten Thema passt, sollte man einen anderen wählen. Um Trends zu finden, hilft die Eingabe von Stichwörtern oder Hashtags zum Thema im Suchbereich.

2 – Text am falschen Ort platzieren

Textelemente sind eine gute Sache auf TikTok. Sie geben den Zuschauenden Kontext und werden gerne dazu verwendet, um Geschichten zu erzählen – vor allem in Videos, in denen sonst niemand spricht. Man kann den Text sogar wortwörtlich für sich sprechen lassen, durch die Text-to-speech-Funktion.

Aber Vorsicht bei der Textplatzierung. Dafür gibt es sehr ungünstige Stellen, die in der Vorschau nicht ersichtlich sind. Der untere Viertel ist reserviert für den eigenen User-Namen sowie eine allfällige Videobeschreibung und Hashtags. Diese Elemente können nicht ausgeblendet werden – folglich ist der Text in diesem Bereich nicht lesbar für die User. Das gilt auch für den Bereich rechts: Dort befinden sich nach der Publikation verschiedene Buttons zur Interaktion: zum Folgen, Liken, Kommentieren, Teilen und Speichern. Diese beanspruchen ca. einen Zentimeter Platz am rechten Rand des Videos.

Einen weiteren Zentimeter sollte man am oberen Rand berücksichtigen, da dort die Sektionen Live, Following, For You und Suche platziert sind. Text wird daher am besten in der Mitte und eher links oder oben unter Berücksichtigung der genannten Sektionen eingebaut.

Quelle: Envato

3 – Lautstärke nicht anpassen

«Bitte mach die Musik das nächste Mal etwas lauter – ich hätte sonst fast etwas verstanden.» Solche ironischen Kommentare erhält man, wenn die (Hintergrund)musik in einem Video mit relevantem O-Ton zu laut ist.  In solchen Videos sollte man immer darauf achten, dass der Originalsound gut hörbar ist. Diese Einstellung kann man beim Volumen vornehmen, indem man beim hinzugefügten Sound den Regler verstellt.

Gleiches gilt natürlich, wenn der Originalton nicht relevant ist. Dieser kann in derselben Einstellung auf «stumm» gestellt werden.    

4 – Nicht mit der Community interagieren

TikTok hat den Vorteil, dass man mit organischen Inhalten schnell viral gehen kann. Neben Reichweite und Likes bedeutet das oft auch mehrere hundert oder tausend Kommentare zum Beitrag.

Keine Angst, es muss nicht auf alle reagiert oder geantwortet werden. Gar nicht zu antworten, ist aber eine verpasste Chance: Denn Kommentare sind ein wunderbares Mittel, um eine Diskussion im Gang zu halten, seine Expertise zu einem Thema zu beweisen oder um weiteren Content zu generieren. Beispielsweise per Videoantwort: TikTok bietet die Funktion, direkt mit einem Video auf einen Kommentar zu reagieren. Man geht also auf etwas ein und erstellt gleichzeitig ein neues Video, auf das User wiederum reagieren können. Nicht selten erzielt ein Antwortvideo ähnlich viel Reichweite und Interaktion wie das ursprüngliche Video.

5 – Auf Videobeschreibung und Hashtags verzichten

Wer sich mit TikTok auskennt weiss: Manche Videos wären nur halb so gut ohne ihre Beschreibung. Aber warum ist das so? Eine gute Beschreibung kann verschiedene Aufgaben erfüllen:

  • Sie stellt eine witzige oder kreative Ergänzung zum Video dar
  • Sie liefert wichtigen Kontext
  • Sie macht neugierig auf den Inhalt

All diese Faktoren bringen die User dazu, sich das Video bis zum Ende anzuschauen. Und genau das wird vom TikTok-Algorithmus positiv bewertet. Ebenfalls wichtig sind passende Hashtags. Die App erkennt die jeweiligen Interessen der User schnell: Daher helfen Hashtags dem Algorithmus dabei, das Video an die richtige Zielgruppe auszuspielen.

Tipps für erfolgreiche TikTok-Beiträge

Wenn du diese Punkte beachtest, steht dir nichts mehr im Weg für eine erfolgreiche Umsetzung deiner TikTok-Strategie. Ein paar Tipps, wie du packenden Content erstellen kannst, findest du hier. Viel Erfolg!

Claudia Brüngger
Claudia Brüngger
Claudia Brüngger ist selbstständige Texterin und Videoproduzentin aus Winterthur. Zielgruppengerechtes Texten, Social-Media-Videos und Video-Marketing sind genau ihr Ding. Als TikTok-Suchti kennt sie ausserdem stets die neusten Sounds und Trends der Plattform. Diese und weitere Erkenntnisse aus der Praxis gibt die IAM-Absolventin gerne in ihren Magazinbeiträgen preis.

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