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Social Signals: Wirksame SEO-Massnahme oder nur viel leere Luft?

Der Instagram-Post deines Unternehmens hebt ab: Tausende von Likes, unzählbar viele Kommentare und dutzende von Shares. Super für deinen Auftritt auf Social Media – aber nützen dir diese Interaktionen auch SEO-technisch etwas?

Bevor wir uns der Frage widmen können, wie SEO-relevant Social Signals sind, müssen wir zuerst mal definieren, was diese überhaupt sind. Social Signals sind Interaktionen auf verschiedenen Social-Media-Plattformen mit deinen Beiträgen, Stories etc. Folgende Aktionen werden als Social Signal angesehen:

  • Likes
  • Kommentare
  • Shares
  • Pins
  • Retweets
  • Saves
  • usw.

Wieso sind Social Signals wichtig?

Beachten wir das Ganze auf der Ebene der Social-Media-Plattform selbst, so sind Social Signals wichtige Interaktionen mit deinem Content. Je mehr Likes, Kommentare o.ä. dein Beitrag hat, umso mehr werden ihn weitere User*innen zu sehen bekommen.

Dank den Algorithmen vieler Plattformen erhalten User*innen für sie relevante Beiträge vorgeschlagen, auch wenn sie dem Account nicht folgen. So kannst du auf organische Art und Weise neue Follower*innen gewinnen.

Und für Google und Co.?

Nun stellt sich aber die Frage, inwiefern Social Signals ein Rankingfaktor in den Suchresultaten ist. Es ist jedoch nie von Google bestätigt worden, dass Social Signals dein Ranking beeinflussen. Matt Cutts, ehemaliger Google-Mitarbeiter, deutete gar mehrmals darauf hin, dass Social Signals gar kein Ranking Faktor sein könnten, da Google sie nicht auswerten könne. Diese Aussagen sind jedoch zwischen den Jahren 2012 – 2015 entstanden und Cutts selbst wies darauf hin, dass sich diese Umstände ändern können.

Ein direkter Einfluss der Social Signals auf die SERPs (Search Engine Result Pages) wird auch von vielen Expert*innen als unwahrscheinlich erachtet. Ein indirekter Einfluss kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Wieso solltest du dann auf Social Signals setzen?

Wenn die Social Signals also nicht direkt SEO-relevant sind, wieso sollten wir dann unsere Zeit damit verschwenden? Weil es a) nicht komplett ausgeschlossen ist, dass es dein SEO aufbessert und b) weil du sie trotzdem für dich nutzen kannst.

Denn wenn du auf Instagram, Facebook, Twitter, LinkedIn, TikTok, Pinterest etc. hochwertigen Content veröffentlichst, kann dieser durch die User*innen geteilt werden. Somit können auch Links von deiner Webseite weiterverbreitet werden und ge-re-postet werden. Und weisst du, was das für dich bedeutet? Backlinks. Und Backlinks sind ein definitiver Ranking-Faktor.

Zudem können deine Tweets beispielsweise in den Suchresultaten von Google erscheinen, sprich, du kannst mit ihnen ranken. Bist du bei den obersten Suchresultaten mit dabei, so gewinnst du mehr Sichtbarkeit und vielleicht auch mehr Follower*innen.

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Wie kannst du Social Signals für dich nutzen?

Ganz wichtig – ganz allgemein für deinen Online-Auftritt – ist das Posten von informativem, unterhaltendem oder inspirierendem Content für deine Follower*innen. Stärke deinen Brand über deine Social-Media-Accounts und bau dir eine Fanbase oder noch besser eine Community auf. Denn wenn diese begeisterten Personen auf Google direkt nach deinem Brand suchen, beispielsweise weil sie dich zuvor auf Instagram gesehen haben, kann sich das positiv auf dein SEO auswirken.

Zeitgleich kannst du über Social Media und Social Signals an weitere Backlinks gelangen. Verlinke also stets deinen Content, damit der Link bei einem Share oder re-post auch mitveröffentlicht wird. Es kann auch vorkommen, das User*innen einen Inhalt deiner Webseite mit einem Link beispielsweise auf Twitter veröffentlichen.

Influencer*innen und deine Webseite

Mit einer Kooperation mit Influencer*innen kannst du zusätzlich Backlinks gewinnen, wenn die Internet-Persönlichkeiten auf deine Webseite verlinken. Wenn deren Follower*innen auf den Link klicken oder mit dem Post interagieren, kannst du wiederum davon profitieren.

Vergiss auch nicht, deine Social-Media-Accounts auf deiner Webseite zu hinterlegen und natürlich auch deine Webseite auf deinen Accounts zu verlinken. So erhältst du vielleicht noch zusätzlichen Traffic auf deine Seite.

Lohnt sich der Aufwand?

Ja. Google will den Suchenden möglichst relevante Resultate anzeigen und will wissen, dass deine Webseite vertrauenswürdig ist. Mit Backlinks, regelmässigen Webseitenbesucher*innen und Personen, die aktiv nach deinem Unternehmen googlen, signalisierst du der Suchmaschine, dass deine Webseite relevant und sicher ist.

Auch wenn Social Signals kein bestätigter Rankingfaktor sind, so können sie dein Ranking im Endeffekt trotzdem positiv beeinflussen. Und selbst wenn die Auswirkungen nur minimal sind – Social-Media-Accounts mit qualitativ hochwertigem Content und viel Interaktion sind für dich und dein Unternehmen auch abgesehen von SEO unglaublich wertvoll.

Nicole Langhart
Nicole hat dank ihrem laufenden Studium in Kommunikation einen Einblick ins Marketing und in den Journalismus werfen können. Nachdem sie nun hands-on Marketing Erfahrung in einem Start-Up gesammelt hat, zieht es sie zu marketing.ch, um die Leserinnen und Leser mit den neusten Trends und hilfreichsten Ratgebern auf dem Laufenden zu halten.