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René Petry erklärt: Die Mutter aller SEO-Fragen oder die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Ist es nicht eine schöne Vorstellung, dass es eine Mutter aller SEO-Fragen gibt und dass die Beantwortung dieser Fragen dazu führt, dass sich Suchmaschinenoptimierung auf eine einfache Formel herunterreduzieren lässt? Ich gebe zu: Ich finde diese Vorstellung auch verlockend – und muss sogleich die Erwartungen enttäuschen. Denn es gibt sie eben nicht, die Mutter aller SEO-Fragen. Stattdessen gibt es unglaublich viele Fragestellungen und noch mehr Antworten auf diese Fragen, wenn es darum geht, dafür zu sorgen, einen Beitrag für viele User sichtbar zu machen.

Ganz zu Beginn, als ich meine ersten Schritte im Bereich der Search Engine Optimization gemacht habe, da hatte ich diesen Zweckoptimismus, dass es diesen einen, den entscheidenden SEO-Faktor gibt, der dazu führt, dass Homepages, Blogbeiträge oder Texte zu bestimmten Themen problemlos und schnell gefunden werden. Ich musste allerdings schnell erkennen, dass diese Denkweise naiv war und dass sie der Komplexität der Suchmaschinenoptimierung nicht einmal in Ansätzen gerecht wird.

Stattdessen gibt es tausende von Faktoren, die einen Einfluss darauf haben, ob ein Beitrag bei Google und Co. gut rankt oder eben nicht. Und das wissen wir spätestens seit dem Yandek Leak. Bei Yandek handelt es sich um eine russische Suchmaschine, die einem Leak, also einer undichten Stelle, zum Opfer fiel. So soll ein ehemaliger Mitarbeiter rund 1‘900 verschiedene Rankingfaktoren per Quellcode veröffentlicht haben. Diese könnten aber nur die Spitze des Eisbergs sein, denn das Search Engine Journal sprach in einem Bericht sogar von einer Datei, auf der 18‘000 unterschiedliche Rankingfaktoren gespeichert sind. Das macht vor allem eins deutlich: Das Märchen von der Mutter aller SEO-Fragen können wir ein für alle Mal zu den Akten legen und müssen uns stattdessen mit einem anderen Gedanken anfreunden: Es gibt tausende SEO-Fragen und die Antworten darauf sind ganz individuell und stehen in keinem Lehrbuch.

Die vier Phasen der SEO-Pyramide immer im Blick

Dabei ist es sinnvoll, die Sichtbarkeit ganzheitlich zu betrachten und sich an den vier Phasen der SEO-Pyramide zu orientieren. In Phase eins geht es um die Accessability, also um den Zugang, zur Seite. Hierzu zählen Link-Struktur, Indexierung, URL-Aufbau und Crawlability, also inwieweit Suchmaschinen auf die Inhalte der Website zugreifen können. Gibt es in Phase eins Probleme, dann ist es unerlässlich, diese zunächst zu lösen, ehe der nächste Schritt gegangen werden kann. Ein Beispiel macht das deutlich: Gibt es Indexierungsprobleme mit der Website, dann kann eine Sichtbarkeit erst gar nicht stattfinden und somit dies erst behoben werden, denn die besten Inhalte, um die es in Phase zwei geht, nutzen nichts, wenn sie nicht gefunden werden.

In Phase zwei befassen wir uns, wie bereits erwähnt, mit dem Content. Es geht also darum, qualitativ hochwertige Texte auf Grundlage der zuvor recherchierten Keywords sowie entsprechende Meta Tags zu erstellen, Videos und Bilder zu implementieren und diese sinnvoll zu benennen, sowie Editorial Links zu setzen. Für einen guten Content bildet die E-A-T Methode mittlerweile eine gute Voraussetzung. Auch hier gilt wieder: Diese Phase muss überprüft werden, auch im Zusammenspiel mit Phase eins, ehe der Wechsel von der On-Page- zur Off-Page-Phase vollzogen werden kann.

Denn in der dritten Phase geht es um das Link-Building; Backlinks und Social-Links müssen erstellt werden. Bei dieser Phase gelten wieder eigene Regeln, welche es zu beachten gilt um möglichst optimale Unterstützung für Ihre Sichtbarkeit zu erhalten. Ehe in einer vierten Phase das Nutzerverhalten in den Blick genommen wird. Wie ist die Klickrate, wie lange die Verweildauer, wie viele Nutzer springen an welchem Punkt ab, wo tun sich Optimierungspotenziale auf?

Das zeigt auch: SEO hört nie auf, ist ein Prozess, der immer währt. Natürlich sind die zeitlichen und damit auch die finanziellen Investitionen in der Anfangsphase höher als später. Dennoch ist es wichtig, und damit sind wir wieder bei der Ausgangsfrage angelegt, sich die Frage zu stellen, ob das eigentlich angepeilte Ziel erreicht wird. Denn wenn es die Mutter aller SEO-Fragen gibt, dann doch sicherlich die: Erreiche ich mit den gewählten Methoden die von mir gesetzten Ziele? Der Weg dorthin ist gepflastert mit vielen Fragen, mit vielen verschiedenen Schritten beziehungsweise Phasen.

Der wichtigste Schritt ist – ganz unabhängig von der SEO-Pyramide aber der, sich überhaupt dazu zu entscheiden, sich des Themas SEO anzunehmen. Um nicht abgehängt zu werden, um von den Kunden und den potenziellen Kunden gesehen zu werden. Denn nur wer gesehen wird, kann seine Produkte und seine Dienstleistungen an den Mann oder die Frau bringen. Dass es damit nicht mit einer Fragestellung und einer Antwort getan ist, das wollte ich an dieser Stelle deutlich machen.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass es die Mutter aller SEO-Fragen nicht gibt, dass immer die individuelle Ausgangssituation und die Zielsetzung jedes Einzelnen in den Blick genommen werden muss. Dass eine umfassende Analyse vorgenommen werden muss, bei der ganz verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Es geht um eine ganzheitliche Betrachtungsweise und um einen Prozess, der nie zu Ende ist. Die Ergebnisse müssen immer wieder überprüft werden. Werden die Ziele noch erreicht? An welcher Stelle gibt es Optimierungspotenziale? Was machen die Wettbewerber anders, vielleicht sogar besser als ich? Und weil das alles nicht nur komplex klingt, sondern auch ist, sollten Sie sich einen Experten zur Seite holen: für mehr Sichtbarkeit.

René Petry

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