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Facebook mit rechtlichen Schritten gegen Verkäufer von Followern und Likes

Facebook intensiviert den Kampf gegen Unternehmen, die Fake-Likes und Co. für Instagrams-Accounts verkaufen. Das Unternehmen leitet zwei neue Verfahren ein.

„Today, we filed separate lawsuits in federal court against four individuals providing services intended to artificially inflate likes and followers of Instagram accounts, a practice known as fake engagement. Defendants Sean Heilweil and Jarrett Lusso, from New York, provided their service using the website boostgram.com. Defendants Laila Abou Trabi and Robin Abou Trabi, based in Dubai, used the website instant-fans.com.“

„Don’t be basic, be awesome“ heisst es im Slogan der Boostgram-Website. User werden damit geködert „echte Anhänger“ und Engagement für einen kleinen Preis zu bekommen. Man kann nur immer wieder betonen, dass man von solchen Seiten die Finger lassen sollte. Natürlich kann eine grössere Online-Präsenz erstmal verlockend sein, vor allem wenn man mit dem Geschäft noch am Anfang steht. Jedoch wird die Social-Media-Präsenz durch solche Anbieter meist ruiniert. Gefälschte Follower werden sich nicht nur niemals mit der Firma beschäftigen oder gar von ihr kaufen, Dienstleistungen wie diese ruinieren auch die Analysemöglichkeiten und machen alle Daten nutzlos. Und wenn sie einmal entdeckt werden, können sie den Ruf ruinieren oder im schlimmsten Fall wird gar das ganze Profil gelöscht.

Facebook geht hart gegen den Followerverkauf vor – Ein Präzedenzfall hilft dabei

Angesichts dessen ist es gut zu sehen, dass Facebook weiterhin hart gegen diese Methoden vorgeht, was im letzten Jahr zunehmend angestrebt wurde. In den USA gibt es bereits ein Urteil, das den Verkauf von Likes unter Strafe stellte. Dies nutzt Facebook nun als Präzedenzfall, um weiter dagegen vorzugehen:

  • Im März 2019 verklagte Facebook ein in China ansässiges Unternehmen wegen des Verkaufs von gefälschten Konten, Likes und Followern.
  • Im Juni 2020 kündigte Facebook ein Verfahren gegen das in Spanien ansässige Unternehmen „MGP25 Cyberint Services“ wegen der Verbreitung von gefälschten Likes und Kommentaren auf Instagram an.
  • Im August 2020 reichte Facebook eine Klage gegen ein Unternehmen namens „Nakrutka“ wegen der Verwendung von Automatisierungssoftware zur Verbreitung gefälschter Likes, Kommentaren,  Views und Followern auf Instagram ein.

Dennoch gibt es immer noch viele Unternehmen, die kostenlose Likes und Follower anbieten. Facebook verstärkt allmählich den Kampf gegen diese Praktiken und geht gegen einige der allgemein bekannteren Anbieter vor, was sicher auch eine Signalwirkung haben soll.

Auch Konten mit betrügerischer Werbung wurden dicht gemacht

Darüber hinaus hat Facebook auch Konten mehrerer Unternehmen deaktiviert, die Facebook-User durch Betrugswerbung getäuscht haben.

„Each of the companies used Facebook and Instagram to post ads for consumer products. When someone clicked the link in the ad to buy a product, the user was redirected to a third-party website to complete their purchase. After paying for the item, the user either never received the item or received an item that is different than the item described in the ad. In all cases, people were unable to return items or obtain a refund.“

Mit dem Einstieg von Facebook in das eCommerce Geschäft, wird auch der Kampf gegen Scammer mehr und mehr zum Schwerpunkt für das Unternehmen. Facebook ist also weiterhin auf der Mission, das angekratzte Image der Plattform wieder aufzubessern.

Simon Chiozza
Simon ist das perfekte Beispiel für die Symbiose aus Journalismus und Marketing, die wir auf marketing.ch erreichen möchten. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine zweite grosse Leidenschaft im Journalismus fand. Als unser "News-Guy" sorgt er dafür, dass ihr immer mit den aktuellsten News versorgt seid.

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