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Die wichtigsten Google Smart Bidding-Strategien auf einen Blick

Für eine erfolgreiche Google Ads Kampagne ist die gewählte Gebotsstrategie ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mit Google Smart Bidding steht Dir eine künstliche Intelligenz zur Seite, die automatisierte Gebotsstrategien auf Grundlage Deiner Geschäftsziele erstellt. Hier erfährst Du, welche Smart Bidding-Strategie wann am besten für Dich geeignet ist.

Was ist Smart Bidding?

Ob Deine geschaltete Werbeanzeige bei einer Google-Suchanfrage gut performt, hängt von Deiner Gebotsstrategie ab. Das Prinzip: Bei jeder Google-Suchanfrage findet eine Auktion statt, bei der über die zu schaltenden Anzeigen und deren Rang in den Suchergebnissen bestimmt wird.

Smart Bidding ist eine Funktion für automatisierte Gebotseinstellungen in Google Ads, welche Dir die manuelle Erstellung Deiner Gebote abnehmen soll. Diese wird mit zunehmender Komplexität Deiner Kampagnen nämlich deutlich schwieriger und fehleranfälliger. Smart Bidding stützt sich auf das Prinzip des maschinellen Lernens und erstellt mithilfe statistischer Verfahren entsprechende Gebote, die optimal auf Deine Ziele als Werbetreibender zugeschnitten sein sollen. Die Strategien legen den Fokus jeweils auf Klicks, Conversions oder Impressionen.

Dabei ist nicht nur entscheidend, ob Dein gewähltes Budget höher als das der Konkurrenz ist. Google zieht ausserdem bestimmte Signale für die Gebotsanpassung heran, die identifizierenden Merkmalen von Google-Nutzern entsprechen, z. B. Alter, Geschlecht, Standort, Einkommen, Wochentag der Suchanfrage usw. Deine Aufgabe besteht darin, eine Gebotsstrategie zu wählen, die Deinem Geschäftsziel zuarbeitet und im Laufe der Zeit einige Anpassungen durchzuführen.

Die passende Google Ads Gebotsstrategie für Dein Geschäftsziel

Dir stehen 6 Smart Bidding-Strategien zur Verfügung, aus denen Du wählen kannst. Die Wahl der passenden Strategie hängt von Deinem Geschäftsziel ab, welches Du natürlich kennen solltest. Im Folgenden zeigen wir Dir mögliche Geschäftsziele mit den darauf abgestimmten Smart Bidding-Strategien:

1. Gewinn steigern

Smart Bidding-Strategie(n): Conversion-Wert maximieren, Ziel-ROAS

2. Umsatz oder Leads steigern

Smart Bidding-Strategie(n): Conversions maximieren, Ziel-CPA

3. Anzahl der Websitebesucher steigern

Smart Bidding-Strategie(n): Klicks maximieren

4. Bekanntheit erhöhen oder erhalten  

Smart Bidding-Strategie(n): Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen

Da Google bei Smart Bidding mit einer KI arbeitet, bedarf es einer gewissen Zeitspanne, bis genügend Daten zur Auswertung vorliegen. Grob geschätzt, benötigt der Algorithmus 1-2 Wochen, bis er die Daten gesammelt und bewertet hat. Bis dahin solltest Du mit individuellen Anpassungen der Parameter eher zurückhaltend sein.  

Gehen wir jetzt genauer auf die 6 verfügbaren Smart Bidding-Strategien ein.

Die 6 Google Smart Bidding-Strategien im Überblick

1. Conversion-Wert maximieren

Diese Gebotsstrategie verfolgt das Ziel, den Gesamtwert Deiner Conversions zu maximieren. Für jede mögliche Ausspielung Deiner Anzeige wird jeweils das optimale Gebot ermittelt, welches sich aus den zuvor ausgewerteten Daten Deiner Kampagne und der Kontextsignale zum Zeitpunkt der Auktion errechnet. Die Gebote werden so bestimmt, dass Du die bestmöglichen Conversions erzielst. Dein durchschnittliches Tagesbudget wird dabei voll ausgeschöpft, sofern Du kein Ziel-ROAS festgelegt hast.  

2. Ziel-ROAS

Diese Smart Bidding-Strategie setzt beim Verhältnis zwischen Werbeausgaben und dem daraus zu erzielenden Umsatz an. Du bestimmst zuvor Deinen Return-On-Advertising-Spend (ROAS), der festlegt, wie viel Euro Du auf jeden in Werbung investierten Euro zurückhaben willst. Ein Beispiel:

Du möchtest für jeden Euro, den Du in Anzeigen investierst, einen Umsatz von 4 Euro (Dein Conversion-Wert) generieren. Dein Ziel ist also ein 4-mal höherer Umsatz – Dein Ziel-ROAS beträgt somit 400 %.

Google Ads legt Deine CPC-Gebote nun so fest, dass Du so viele Conversions wie möglich erzielst, die Deinen gewünschten Ziel-ROAS von 400 % erreichen. Der Ziel-ROAS entspricht also dem durchschnittlichen Conversion-Wert, den Du für jeden investierten Euro erwirtschaften willst. Beachte bitte: Dein festgelegter Ziel-ROAS kann die Anzahl der Conversions beeinflussen – ist dieser zu hoch angesetzt, wird das die Zugriffszahlen auf Deine Anzeige reduzieren.

3. Conversions maximieren

Die Gebotsstrategie „Conversions maximieren“ ist darauf angelegt, mit Deinem Tagesbudget so viele Conversions wie möglich zu erzielen. Anders als bei der Strategie „Conversion-Wert maximieren“ geht es hier also eher um Quantität, da die Menge und nicht der Wert der Conversions zählt. Google Ads optimiert Deine Gebote mithilfe von Echtzeitdaten und zieht, wenn nicht anders vorgegeben, Dein gesamtes Tagesbudget heran, um möglichst viele Conversions zu erreichen.

Unter den automatisierten Gebotsstrategien ist diese vor allem zu Beginn geeignet, wenn noch nicht so viele oder gar keine Conversion-Daten vorliegen. Für andere Strategien benötigst Du nämlich eine gewisse Datenbasis, mit welcher der Smart Bidding-Algorithmus arbeiten kann.

4. Ziel-CPA

Bei dieser Smart Bidding-Strategie legst Du einen durchschnittlichen Preis fest (den Ziel-CPA), den Du pro Conversion zahlen möchtest. Erfolgt nun eine entsprechende Suchanfrage, zieht Google Ads Deinen Ziel-CPA heran, um ein Gebot zu erstellen – natürlich mit dem Ziel, so viele Conversions wie möglich zu erreichen.

Die Höhe des tatsächlichen Betrags hängt von der Wahrscheinlichkeit ab, dass zu diesem Zeitpunkt eine Conversion erfolgt. Das bedeutet auch: Die Kosten können bei einigen Conversions über Deinem Zielbetrag liegen, andere liegen wiederum darunter. Google Ads strebt aber insgesamt an, Deinen Wunschbetrag einzuhalten. Beachte, dass Du Deinen Ziel-CPA nicht zu niedrig setzt, da Dir sonst Klicks entgehen, die zu Conversions führen könnten.

5. Klicks maximieren

Mit dieser Gebotsstrategie verfolgst Du das Ziel, die Anzahl Deiner Websitebesucher zu steigern. Dabei wird Dein gesamtes Tagesbudget vollständig ausgeschöpft, sofern Du keine weiteren Anpassungen vorgenommen hast. Unter Angabe des maximalen CPC-Gebots bestimmst Du darüber hinaus ein Gebotslimit und entscheidest, wie viel Du pro Klick maximal zahlen möchtest.

6. Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen

Bei dieser Strategie spielt Google Ads Deine Anzeige so aus, dass sie an oberster Stelle in den Suchergebnissen erscheinen soll. Möglich ist auch die Positionierung an einer anderen gewünschten Stelle auf der Suchergebnisseite – Google passt die Gebote automatisch an Deine entsprechende Placement-Einstellung an.

Die Strategie ist besonders bei Kampagnen sinnvoll, die das Ziel verfolgen, die Bekanntheit Deiner Marke zu steigern. Bei einem angestrebten Anteil an Impressionen von 100 % legt Google die Gebote bei jeder Auktion so fest, dass unter Angabe Deines Markennamens Deine Anzeige wie gewünscht zu sehen ist. Die Vorgehensweise bietet sich übrigens auch besonders bei lokalen Geschäften an: Du erhöhst somit die Chance, dass potenziellen Kunden bei einer lokalen Suchanfrage nach Deinem Suchbegriff Deine Anzeige präsentiert wird.   

Robin Knappmann
Robin Knappmann
Robin hat vor kurzem sein WiWi-Studium abgeschlossen und schreibt seit 2018 Beiträge rund um das Thema Marketing. Seine Begeisterung fürs Schreiben führte ihn bereits zu einer journalistischen Tätigkeit bei einer deutschen Tageszeitung und durch ein erstes, textintensives Studium der Germanistik und Philosophie. Wenn er nicht gerade vor einem neuen Beitrag sitzt, spielt er vermutlich Gitarre oder monologisiert über seine Lieblingsmusik.