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Marketing für kleine Unternehmen – 6 Tipps und Tricks

Vor allem für kleine Unternehmen ist Marketing wichtig, aber oft auch mit hohen Kosten verbunden. Zumindest ist so die Vermutung. Doch digitale Medien sorgen dafür, dass auch ein kleines Budget im Marketing viel bewegen kann. Hier liest du, wie du dabei vorgehen kannst und welche Tipps dir im Marketing helfen.

Für den Erfolg eines Unternehmens ist Marketing in aller Regel unerlässlich und besonders wichtig. Dafür fallen aber in aller Regel Kosten an. Kosten, die insbesondere kleine Unternehmen nicht immer so leicht stemmen können. Doch für kleine Unternehmen gibt es einige Tipps und Tricks, wie man das eigene Marketing dennoch erfolgreich gestalten kann.

Der grosse Vorteil: Nicht immer braucht es dafür ein grosses Budget und auch mit kleinen Mitteln lässt sich oft schon viel erreichen. Im Folgenden findest du unsere Marketing-Tipps für (vor allem kleine) Unternehmen. Aber auch grössere Unternehmen können davon natürlich profitieren.

Marketing Tipp 1: Die Probleme der Kund:innen konkret ansprechen

Für die meisten kleinen Unternehmer sowie Kleinunternehmer:innen ist die eigene Webseite der wohl wichtigste Kanal im Marketing. Hier kann man über das eigene Angebot berichten und Kund:innen erreichen. Es ist sozusagen eine Art Schaufenster für Interessierte, wenn man es denn richtig angeht.

Das ist allerdings oft ein Problem, denn die Ansprüche und Erwartungen der möglichen Kund:innen spielen dabei oft nur eine untergeordnete Rolle. Dabei bleiben die echten Probleme und Fragen der Kund:innen auf der Strecke – und die Konkurrenz kann möglicherweise profitieren!

Ein Tipp ist daher, ganz konkret die Probleme der Kund:innen anzusprechen und diesen die passenden Lösungen anzubieten. Ein Beispiel: Wer einen Klempner sucht, sucht in erster Linie nicht nach verschiedenen Wegen, eine Verstopfung zu beheben oder Details zum Team in der Firma. Stattdessen soll oft ein Termin vereinbart werden und man braucht klare Unterstützung bei diesen Themen. Es bietet sich daher an, eine Unterseite speziell zu diesem Thema anzulegen, sodass Kund:innen sofort die Details finden können, nach denen sie suchen.

Marketing Tipp 2: Den Fokus auf eine klare Zielgruppe setzen

Bei einer grösseren Zielgruppe ist die Ansprache schwierig und der Fokus geht zudem schnell verloren. Daher ist es eher empfehlenswert, die eigene Zielgruppe möglichst genau zu definieren und sie klar einzugrenzen.

Möchte ein:e Arbeitgeber:in beispielsweise Menschen aus der Region für das eigene Unternehmen begeistern, ist es hilfreich, sich im Vorfeld Gedanken über das Stellenprofil zu machen und dann zum Beispiel im Rahmen einer Social Media Kampagne auch nur Menschen anzusprechen, die diesem Profil entsprechen. Details wie Altersgruppe, Bildungsstand, Wohnort oder auch Qualifikation spielen hierbei zum Beispiel eine Rolle, aber auch Interessen, bisherige Berufserfahrung oder Zukunfspläne können eine Rolle spielen.

Durch die klare Definition der Zielgruppe ist die Kampagne im Anschluss vermutlich erfolgreicher und es kommen eher Bewerbungen passender Kandidat:innen herein.

Marketing Tipp 3: Die Vorteile für Kund:innen klar benennen

Aspekte wie persönlicher Service, langjährige Erfahrung oder schnelle Erledigung sind zwar schön, geben den klaren Nutzen für deine Kund:innen aber nicht immer direkt wieder. Zudem können Kund:innen sich darunter oft nichts genaues vorstellen und erkennen ihre Vorteile somit nicht.

Ein Beispiel gefällig? Als Anbieter:in im Bereich Schlüsseldienst wirbt man auf der eigenen Webseite mit der Aussage „Schnelle Öffnung Ihrer Tür“. Doch was genau schnell bedeutet, ist nicht klar. Für eine:n Kund:in ist drei Stunden schnell, für andere Kund:innen eher ein Arbeitstag – hierbei spielt natürlich auch die Dringlichkeit eine wichtige Rolle. Ratsam ist es daher, klarer zu kommunizieren und die Aussage zum Beispiel auf „Türöffnung innerhalb von drei Stunden“ anzugleichen. Deine Kund:innen wissen so direkt, worauf sie sich einstellen können und du teilst ihnen einen klaren Vorteil mit.

Marketing Tipp 4: Kundenzufriedenheit klar darstellen

Die Meinung und Erfahrung deiner Kund:innen ist immens wichtig – auch für die Wirkung nach aussen. Empfehlungen sind bedeutsam und können darüber entscheiden, ob sich jemand für dein Unternehmen entscheiden wird. Ebenso verhält es sich mit guten Bewertungen. Das kannst du vor allem als Kleinunternehmer:in für dich nutzen!

Potentielle Neukund:innen schauen unter anderem bei Google nach aktuellen Bewertungen oder verlassen sich auf Äusserungen von anderen Kund:innen, beispielsweise bei Facebook. Als Marketing-Tipp kann es sich also auszahlen, positive Bewertungen genau hier aufzubauen. Das kann im persönlichen Gespräch mit der Bitte um eine Bewertung nach Abschluss eines Auftrags passieren oder auch per E-Mail, sofern dafür eine Erlaubnis vorliegt, elektronisch Kontakt aufzunehmen.

Zusätzlich könntest du auch ausgewählte Stimmen von zufriedenen Kund:innen auf deiner Webseite einbinden.

Marketing Tipp 5: Präsentiere deine Expertise

Case Studies kommen als Marketing-Instrument eher selten zum Einsatz, bieten aber durchaus ein grosses Potential. Dabei zeigst du konkret auf, die in der Vergangenheit mit Problemen umgegangen wurde und wie dein Unternehmen diese lösen konnte.

Auf diese Weise kannst du ganz einfach Vertrauen zu (neuen) Kund:innen aufbauen und verdeutlichen, dass du die Probleme und Fragen deiner Kundschaft ernst nimmst und dich diesen wirklich mit Fachwissen und Herzblut widmest. Je nach Branche kann dies einen grossen Vorteil gegenüber der Konkurrenz bedeuten und dein Unternehmen nach vorne bringen.

Marketing Tipp 6: Sei persönlich für deine Kund:innen da

Sicherlich ist es für Kund:innen nicht in erster Linie relevant, das Firmenteam zu kennen, aber etwas Persönlichkeit schadet nicht. So solltest du auf der Webseite durchaus dich und dein Team vorstellen, idealerweise sogar mit Foto und direkten Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Das Gleiche gilt auch für E-Mailadressen oder die Telefonnummer deines Unternehmens – ganz knapp: Persönliche E-Mailadressen der Mitarbeitenden und eine lokale Telefonnummer wirken vertrauensvoller als info@-E-Mailadressen oder eine anonyme 0800er-Rufnummer.

Mit einigen Fotos und Namen können Kund:innen sich viel leichter mit deinem Unternehmen identifizieren und nehmen dich und dein Unternehmen oft auch sympathischer wahr. Das kann nur vorteilhaft sein!

Warum kleine Unternehmen auf Marketing nicht verzichten sollten

Ganz allgemein sollten kleinere Unternehmen keineswegs auf Marketing verzichten. Die Meinung, dass Kund:innen von alleine kommen, ist schlichtweg falsch und führt in den allermeisten Fällen nicht zum Erfolg. Stattdessen braucht es sinnvolle Massnahmen, die für kleine Unternehmen geeignet sind.

Neben den hier vorgestellten Tipps können sich auch diese Faktoren eignen oder Potential bieten, im Marketing erfolgreich zu sein und so die Kund:innen zu erreichen:

  • Online-Werbekampagnen zum Beispiel mit Google Ads
  • Werbeanzeigen in Social Media (Facebook, Instagram und Co.)
  • klassische Werbung in Zeitungen und Magazinen

Dabei kommt es natürlich immer auch auf die Art des Unternehmens an. Regionale Anbieter haben über klassische Medien vielfach noch ein grosses Potential, das sie ausschöpfen können. Wer hingegen überregional arbeitet und nicht nur Menschen aus einer Region ansprechen möchte, kann und sollte vor allem auch auf das Internet setzen und hier durch sinnvolle Massnahmen aktiv werden.

Fazit: Marketing muss für kleine Unternehmen keine Kostenfrage sein

Insgesamt zeigt sich, dass Marketing für kleine Unternehmen und für Solo-Selbständige kein enormer Kostenaufwand sein muss. Auch mit einem geringen Budget kannst du – auch dank unserer Tipps – effektiv auf dich und dein Unternehmen aufmerksam machen und das Interesse der Kund:innen wecken. Wichtig ist dabei zugleich, immer auch Vertrauen aufzubauen und darauf zu achten, wie du deine Kund:innen wirklich effektiv ansprechen kannst.

Anzeigen bei Google, in den Sozialen Netzwerken oder auch in Tageszeitungen und Magazinen können dazu durchaus ihre Relevanz haben und dir dabei helfen, dein Unternehmen bekannt zu machen. Vor allem online hast du dabei meist auch gute Möglichkeiten zur Analyse und weisst, wie gut deine Kampagnen-Performance war. So kannst du für die nächsten Kampagnen Optimierungen vornehmen oder herausfinden, was schon gut lief oder wo es noch Potential gibt.

Hauke Eilers-Buchta

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