Start E-Mail Marketing E-Mail-Marketing: Mit diesen 5 Tipps erhöhst du die Öffnungsrate deines Newsletters

E-Mail-Marketing: Mit diesen 5 Tipps erhöhst du die Öffnungsrate deines Newsletters

Quelle: ZoFot/shutterstock.com

14,5 Prozent – nur so hoch ist der Anteil der Werbemail, die tatsächlich geöffnet werden. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie des US-Unternehmens Twilio. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag die Öffnungsrate noch bei 18 Prozent. Dennoch bleibt das E-Mail-Marketing eines der wichtigsten Kanäle für Marken, um mit Ihren Kunden in Kontakt zu treten – auch für mich.

Mein persönlicher „Branding-Club“-Newsletter bringt es dabei auf eine Öffnungsrate von durchschnittlich 34,5 Prozent. Das war aber auch nicht immer so. Doch ich bin überzeugt, dass jeder solche und sogar noch höhere Öffnungsraten erreichen kann. 5 Tipps, wie du die dein E-mail-Marketing auf das nächste Level bringst und die Öffnungsraten deines Newsletters nach oben schießen.

Tipp 1: Bereinige deinen Newsletter

Ja, richtig gehört. Eine große Empfängerzahl bringt dir nämlich gar nichts, wenn ein Großteil dieser Empfänger eigentlich gar keine Mails von dir empfangen will. Die Folge: Niedrige Öffnungsraten oder sogar Abmeldungsbenachrichtigungen immer unmittelbar nachdem du gerade deine Mail versendet hast. Es macht deshalb durchaus Sinn, die eigene Empfängerliste in regelmäßigen Abständen nach eben jenen Kontakten durchzusuchen, die in den letzten Wochen kaum noch eine Interaktion gezeigt haben. Kontaktiere diese Empfänger gesondert mit einer Reaktivierungskampagne. Führt auch dies nicht zu dem gewünschten Ergebnis, solltest du dich von ihnen trennen.

Keine Sorge, sie würden es im Zweifel ohnehin tun. Sie werden es dir also danken und du dir später auch, weil deine Öffnungsrate alleine aus statistischen Gründen dadurch steigt. Ich selber mache dies einmal im Quartal – und es wirkt!

Merke dir deshalb: Qualität über Quantität. Lieber einen Newsletter, der organisch wächst und Kontakte beinhaltet, die eine Bindung zu dir und deiner Marke haben, statt aufgeblähte Empfängerlisten (meist auch veraltet) ohne Bezug zu dir.

2. Tipp: Dosiere die Häufigkeit deiner Mail-Kampagnen

Hand auf’s Herz: Wie häufig möchtest du Werbemail von einer Marke in deinem Postfach finden? Laut Twilio-Studie versendet jede Marketingabteilung im Schnitt 8,3 Mails an den Kunden pro Monat. Meiner Meinung nach sind das viel zu viele Mails. Logisch, die Anzahl der Mails hängt zum Teil mit der eigenen Dienstleistung/Produkt zusammen, doch empfinde ich mehr als zwei Mails pro Woche von einer Marke als eher störend, wenn der Content nicht gerade super innovativ ist (dazu später mehr).

Ich halte es deshalb ganz simpel und frage mich vor jeder Mails selber: Würde ich diese Mail als interessierter Newsletter-Abonnent meiner eigenen Marke selber jetzt gerne lesen? Brauche ich diese Information? Ich führe eine Branding-Agentur, schreibe Bücher, bin Keynote-Speaker, Coach und Kolumnist – ja, da kommt viel zusammen. Vieles ist für den Abonnenten aber auch nicht von Relevanz oder kann lieber anderweitig auf Social Media sinnvoller und effizienter genutzt werden.

Mein Rat: Email-Spam ist nervig. Versuche es einfach mal selber und reduziere die Häufigkeit deiner Mails, wenn du mit deiner Öffnungsrate nicht zufrieden bist. Ich selber habe mich auf zwei bis vier Mails pro Monat eingependelt, was super funktioniert.

3. Tipp: Dein Newsletter ist keine reine Werbeveranstaltung

Eigentlich mag ich den Begriff Werbemail gar nicht. Denn Werbemails unterstellen dem Absender, dass er in erster Linie nur Werbung machen will. Gute Newsletter setzen ihre Prioritäten aber anders – und die Abonnenten merken das. Ich will keine Werbemails versenden. Ich möchte Mails versenden, die einen Mehrwert bieten. Mails mit echten Neuigkeiten von Relevanz. Mails, die ich mir nicht aus den Fingern saugen muss, um unbedingt für meine Produkte/Dienstleistungen Werbung zu machen. Selbstredend, ist auch in meinen Mailings Werbung vorhanden – dagegen ist auch nichts einzuwenden. Doch versuche ich stets, den Content für sich sprechen zu lassen.

Als Gedankenstütze: Frag dich vor jeder Mail, ob deine Mail auch ohne Werbung funktionieren würde. Hätte Sie immer noch eine Message? Wo liegt der Mehrwert des Abonnenten, wenn er die Mail liest? Und kann ich die Werbung vielleicht sogar in der Mail so integrieren, dass sie zwar sichtbar ist, aber nicht penetrant ins Gesicht springt?

4. Tipp: Experimentiere beim Betreff

Nehmen wir an, dass du Tipp 1 bis 3 umgesetzt hast und die Öffnungsraten deiner E-Mail-Kampagnen immer noch deutlich unter 20 Prozent liegen. Dann solltest du anfangen mit deinem Betreff zu experimentieren. Schließlich ist er das erste (und oftmals das einzige), was der Abonnent liest. Überzeugt dieser kleine Text-Schnipsel nicht, wird deine Mail auch nicht geöffnet.

Doch Vorsicht: Es gibt keine allgemeine Lösung. Kein Betreff, der für alles und jeden funktioniert. Und keine feste Formel, die dir am Ende den perfekten Text errechnet.

Meine Erfahrung: Eine direkte Anrede funktioniert bei mir super und lässt sich mit kostenlosen Programmen sogar kinderleicht automatisieren. Ansonsten gilt: Try to be different! Bedenke: Jeden Tag fliegen teils hunderte Mails in das Postfach deines Abonnenten. Wie kann dein Betreff herausstechen? Wieso sollte der Abonnent ausgerechnet deine Mail auch öffnen? Es geht um Spannung, Kreativität, Neugierde und Witz. Probier einfach mal was anderes – Smileys zum Beispiel 🙂

Tipp 5: Kreiere ein ansprechendes und einheitliches Mail-Layout

Ich sehe es immer wieder: Auf der Homepage, in Werbebroschüren und auf Social Media wird ein einheitliches Markenbild verfolgt. Formen, Schriftarten und Farben sind aufeinander abgestimmt…und dann kommen die Mails. Und die CI wird einfach ignoriert – schwarzer Text, weißer Hintergrund, maximal mit Logo. Das nenne ich verschwendetes Potenzial und wirkt in einigen Fällen sogar unprofessionell.

Dabei ist es gar nicht so viel Arbeit, ein einheitliches und stimmiges Mail-Layout zu erstellen, welches nur noch im Details je nach Mail angepasst werden muss.

Ein Bonus-Tipp: Wenn du gerade dabei bist, ein solches Layout zu erstellen, achte dabei auf die Call to-Actions. Diese werden gerne mal vergessen, sind jedoch von elementarer Wichtigkeit. Schließlich soll deine Mail nicht nur geöffnet werden, sondern auch geklickt.

Redaktion
Die Redaktion von marketing.ch liefert seit 2012 regelmässig spannende Inhalte rund um das Thema Marketing. Wenn kein anderer Autor hinterlegt ist, hat das marketing.ch Team gemeinsam unter diesem Account an den Artikeln gearbeitet. 🙂

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