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Apple ist die wertvollste Marke der Welt

Die Marken von Amerikas Digitalkonzernen sind die wertvollsten der Welt, befindet eine neue Untersuchung. Deutschlands Autobranche schwächelt. Dennoch führt ein Autohersteller das deutsche Ranking an.

Apple ist die wertvollste Marke der Welt

Apple, Google, Amazon, Microsoft – das sind die vier wertvollsten Marken der Welt, in Deutschland ist Mercedes-Benz führend, insgesamt schwächeln deutsche Autohersteller jedoch. Das ist das Ergebnis der am Donnerstag veröffentlichten Studie „Best Global Brands“ von Interbrand, einer Markenberatung, das dem Branchenriesen Omnicom gehört.

Demnach ist die Marke Apple 234 Milliarden Dollar wert. Google mit knapp 170, Amazon mit 125 und Microsoft mit knapp 110 Milliarden Dollar folgen mit einigem Abstand. Amazon und Microsoft holen dabei auf: Während der Wert von Apple und Google um weniger als 10 Prozent wächst, legt Microsoft im Vergleich zum Vorjahr um ein Sechstel zu. Amazon gewinnt sogar ein Viertel, einer der größten Gewinner im Ranking.

Die amerikanischen Digitalkonzerne trotzen damit der Studie zufolge dem schwieriger werdenden Marktumfeld: Der Handelskonflikt und Rufe nach Regulierung oder Zerschlagung in Washington und Brüssel belasten die Geschäfte. Nur einer der Tech-Konzerne lässt Federn: Facebook ist unter den Top 10 des Vorjahres der größte Verlierer. Unter anderem belasten Datenschutz-Skandale und die Debatte um Fake News das Unternehmen. Es büßt in dem Ranking 12 Prozent an Wert ein und landet nur noch auf Rang 14.

Autobranche „schwächelt bedenklich“

Benjamin Minack, Präsident des Verbands GWA, der die Werbebranche vertritt, hält die Ergebnisse des Rankings für plausibel. Die führenden Unternehmen hätten „Marken mit hoher Sichtbarkeit und Relevanz“. Für Facebook sieht er eine „kritischere Wahrnehmung“. Interbrand-Manager Simon Thun findet: „Mehr denn je werden Marken heute danach beurteilt, was sie tun und nicht nur danach, was sie sagen“.

Aus Deutschland schaffen es elf Marken in das Ranking. Diese können sich laut Interbrand „über ein insgesamt gutes Wachstum freuen“. SAP, Allianz und Adidas gewinnen mehr als 10 Prozent. Dagegen „schwächeln die deutschen Ikonen aus der Automobilindustrie jedoch bedenklich“, findet Interbrand. „Das ist wenig überraschend“, kommentiert Minack und verweist auf die Kritik an den Herstellern. Schließlich werde die „Zukunftsfähigkeit der Branche und die Nachhaltigkeit der Produkte intensiv und nicht immer positiv diskutiert“. Auch Standortentscheidungen, er spielt auf das geplante türkische VW-Werk an, könnten das Image beeinflussen. Thun fordert deshalb „einen mutigen Schritt von einer oder mehreren der großen Marken, um die Zukunft der Branche neu zu gestalten“.

Neben Interbrand erstellen einige weitere Unternehmen ähnliche Rankings, nutzen dafür jedoch andere Methoden und kommen deshalb zu häufig deutlich abweichenden Ergebnissen. So erstellt Kantar, die Marktforschungseinheit des Omnicom-Konkurrenten WPP, einmal im Jahr den „BrandZ-Report“, der Amazon sogar knapp vor Apple, Google und Microsoft an der Spitze und in Deutschland SAP vor der Telekom, BMW und Mercedes ganz vorn sieht. Die deutsche Rangliste „Best Brands“ führt dagegen Adidas vor BMW und Porsche an. Mercedes schafft es nicht einmal in die Top 10.

Das Interbrand-Ranking, das nach Unternehmensangaben seit dem Jahr 1999 erstellt wird, hat drei Bestandteile: Neben dem Wert der eigentlichen Marke – der Wahrnehmung der Kunden also – fließt auch ein, wie gut es dem Unternehmen wirtschaftlich und im Vergleich zur Konkurrenz geht.

 

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