Nicht nur die Arbeitswelt wurde in den letzten Monaten auf den Kopf gestellt, auch Dozenten und Studierende mussten umdenken. Anstatt dass fr\u00fchmorgens der Weg an die Hochschule oder Universit\u00e4t auf sich genommen wird, reichen derzeit die Schritte vom Schlafzimmer an den Pult oder ins Arbeitszimmer \u2013 und dann wird sechs bis acht Stunden lang auf den Bildschirm geschaut.<\/strong><\/p>\n\n\n\n
Der Online Unterricht ist f\u00fcr Dozenten und Studierende gleichermassen fordernd. Der Unterrichtende spricht mit seinem Bildschirm und erh\u00e4lt kaum Reaktionen und die Unterrichteten m\u00fcssen ihre Aufmerksamkeit einer redenden Person widmen, ohne tats\u00e4chlich das Gef\u00fchl zu haben, an einer Interaktion teilzuhaben.<\/p>\n\n\n\n
Damit das Online Schooling die Studierenden tats\u00e4chlich erreicht und vielleicht sogar begeistert, k\u00f6nnen Dozenten einige Vorkehrungen treffen. Hier sind die 5 wichtigsten Tipps, um den Unterricht f\u00fcr die Beteiligten m\u00f6glichst attraktiv zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n
Der Dozent und fast jeder einzelne Student sitzt alleine vor dem Laptop w\u00e4hrend dem Online Unterricht. Der Austausch w\u00e4hrend dem Unterricht aber auch in den Pausen fehlt und dieser Mangel an Kommunikation sorgt bei vielen Studierenden f\u00fcr Unmut.<\/p>\n\n\n\n
Auch wenn es am einfachsten w\u00e4re, den Kursinhalt in einem Monolog vorzutragen \u2013 im klassischen Stil des Frontalunterrichtes \u2013 so wirst du mit dieser Taktik die Aufmerksamkeit der Klasse im Handumdrehen verlieren. Auch wenn es zu Beginn Anlaufschwierigkeiten geben kann, weil sich die Studierenden nicht immer aktiv beteiligen, so sollte die Interaktion im Unterricht trotzdem stetig gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n\n\n\n
Wirf Fragen in den Raum und starte eine Diskussion mit der Klasse, so, dass sich m\u00f6glichst viele Personen beteiligen k\u00f6nnen. Oftmals gibt es einen kleinen Domino-Effekt: Ergreift ein Student das Wort und bricht die Stille, so folgen ihm weitere. Das Schaffen einer kommunikativen und interaktiven Atmosph\u00e4re beginnt im \u00dcbrigen bereits am Start der ersten Lektion. Eine kurze Vorstellungsrunde kann helfen, zumindest einen Bruchteil der Distanz zu \u00fcberwinden. So haben die Sch\u00fcler die Stimmen ihrer Kommilitonen schon einmal geh\u00f6rt und die Hemmschwelle, sich im Unterricht zu melden, sinkt.<\/p>\n\n\n\n
Profi-Tipp:<\/strong> Viele Tools wie z.B. Zoom bieten eine Umfragefunktion an, damit kannst du einerseits das Wissen von den Studenten abfragen, andererseits auch mal eine witzigere Umfrage durchf\u00fchren, welche die Stimmung etwas auflockert. F\u00fcr noch mehr Interaktion und Gestaltungsfreiraum bei den Umfragen solltest du unbedingt mal bei Kahoot<\/a> vorbei schauen. Hier kannst du ganze Quizzes erstellen und die Studenten k\u00f6nnen in einem kleinen Wettbewerb sich gegeneinander messen.<\/p>\n\n\n\n
Aber nicht nur die Interaktion mit dem Dozenten soll m\u00f6glich gemacht werden, sondern auch unter den Studierenden. Ein zentrales Element, dass im Fernunterricht fehlt, sind die Unterhaltungen mit den Klassenkameraden. W\u00e4hrend dem Unterricht kann nicht links oder rechts nachgefragt werden, wenn man etwas nicht verstanden hat, und in der Pause sitz man zuhause alleine am Tisch.<\/p>\n\n\n\n
Erm\u00f6glichen sie der Klasse daher, sich auch untereinander auszutauschen. Sei dies in Plenums-Diskussionen oder Kleingruppen (Stichwort Breakout-Rooms). Wichtig ist dabei, dass sie den Studierenden ein klares Ziel der Gruppenarbeit oder Diskussion geben. Teilen sie die Studierenden ohne Vorgaben in Gruppen auf, so werden kaum Unterhaltungen stattfinden, die einen Mehrwert bringen \u2013 f\u00fcr die Studierenden oder den Unterricht.<\/p>\n\n\n\n
Der Unterricht aus dem Klassenzimmer vor Ort kann und soll nicht 1:1 in den Online Unterricht \u00fcbernommen werden. Das betrifft vor allem den Aufbau und die Dauer des Unterrichts, sowie die Pausen dazwischen. M\u00fcssen die Studierenden eineinhalb Stunden auf den Bildschirm starren und versuchen, dem Unterricht zu folgen, so werden sie den Schulstoff kaum aufnehmen und aktiv zuh\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Es ist wichtig, den Studierenden Pausen zu geben nach jeder Lektion. Auch sollten diese nicht immer nur f\u00fcnf Minuten dauern, da sich in dieser Zeit kaum jemand weg vom Laptop bewegt. Ein kurzes Aufstehen und Herumlaufen sollte ermutigt werden, sodass zumindest f\u00fcr ein paar Minuten nicht auf den Bildschirm geschaut werden muss.<\/p>\n\n\n\n
Damit die Inhalte der Module m\u00f6glichst gewinnbringend f\u00fcr die Klasse vermittelt werden kann, sollte zum einen \u00fcberlegt werden, welche Inhalte sich f\u00fcr das Online Schooling eignen. Ist es besser, ein komplexes Thema, welches aus Theorie und Textw\u00e4nden besteht, ausf\u00fchrlich zu bearbeiten \u00fcber Zoom oder Teams, oder kann das Modul mit Themen gef\u00fcllt werden, die grafische Inputs sowie Beitr\u00e4ge und Interaktionen der Studierenden zulassen?<\/p>\n\n\n\n
Der Online Unterricht muss nicht nur aus Mikrofon und Kamera bestehen. Mittels Webseiten oder auch Google Docs k\u00f6nnen Brainstormings mit der Klasse durchgef\u00fchrt werden, es k\u00f6nnen Videos gezeigt und geteilt werden, oder es k\u00f6nnen w\u00e4hrend den Ausf\u00fchrungen des Dozenten Beispiele aus der Praxis aufgezeigt werden. Werden die M\u00f6glichkeiten der Online-Welt auch im Unterricht genutzt, kann ein spannender Unterricht aufgegleist werden.<\/p>\n\n\n\n\n\n
Studierende k\u00f6nnen M\u00fche haben, dem Online Unterricht zu folgen, und wissen vielleicht auch nicht, wie sie sich die vermittelten Inhalte im Selbststudium ideal aneignen k\u00f6nnen. Die Studierenden sollten nicht einfach mit Assignements und Lesestoff eingedeckt werden, sondern das Selbststudium soll erkl\u00e4rt und gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n\n\n\n
Mit einigen Lerntipps oder Techniken kannst du den Studierenden unter die Arme greifen. Sei dies, indem aufgezeigt wird, in welchen Zeitabst\u00e4nden und in welcher Umgebung am besten gelernt wird, oder auch, welche Inhalte besonders relevant sind und wo die Informationen dazu zu finden sind. Wird die Klasse einfach in kaltes Wasser geworfen, ohne die Aussicht auf einen Rettungsring, so gehen sie im Schulstoff unter. Das wiederum macht den Unterricht f\u00fcr Studierende wie auch Dozierende noch anspruchsvoller.<\/p>\n\n\n\n
Der Online Unterricht ist fordernd. Technische Aspekte m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt werden, der Austausch vor Ort fehlt und ein Umdenken muss stattfinden. Die Dozenten k\u00f6nnen, unter anderem mit der Ber\u00fccksichtigung der genannten Tipps, einen grossen Beitrag dazu leisten, den Unterricht trotzdem so verst\u00e4ndlich und angenehm wie m\u00f6glich zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n
Anstatt sich aber \u00abnur\u00bb einzulesen \u00fcber die besten Techniken im Online-Unterricht, so gibt es eine Massnahme, die jeder Dozent ergreifen kann und soll: Frage die Studierenden, was sie sich w\u00fcnschen und erhoffen vom Unterricht. Die Klasse hat das gr\u00f6sste Interesse daran, das Fernstudium zu optimieren und kann genau aussagen, was ihnen dabei hilft, zu lernen und die Ziele des Moduls zu erreichen. Mit einem offenen Ohr f\u00fcr Feedback \u2013 sei dies Lob oder Kritik \u2013 kann der Online Unterricht zum Erfolgserlebnis werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
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