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Wie du erfolgreich mit einer Videoproduktionsfirma zusammenarbeitest

Selbst produzierte Videos für deine Instagram Stories sind schön und gut, aber wenn du mit einem richtig beeindruckenden Werk begeistern willst, brauchst du die Unterstützung einer Videoproduktionsfirma. Das Team des Northlight Video Collectives verrät, was du dabei für das beste Resultat beachten musst.

Eine Videoproduktion ist ein komplexer Prozess und besonders, wenn du dich nicht gut mit dem Medium auskennst, kann sich die Zusammenarbeit schwierig gestalten. Wir haben mit Andreas Junga vom Northlight Video Collective gesprochen, um dir zu zeigen, was eine Videoproduktionsfirma während der Videoproduktion braucht und wie du dazu beiträgst, dass dein Video sein volles Potenzial ausschöpft.

Setze Rahmenbedingungen

Die Kollaboration mit einer Videoproduktionsfirma erlaubt dir, auf Basis deiner Inputs eine Story zum Leben erwecken zu lassen, mit der du erfolgreich Stakeholder ansprechen und Marketingmassnahmen umsetzen kannst. Damit sich das Videoteam auf diesem offenen Spielfeld orientieren kann und ihr eine gemeinsame Vision findest, ist es hilfreich, einige Rahmenbedingungen aufzustellen und so das Vorhaben einzugrenzen.

Eine solche Bedingung kann das Budget sein. Wenn du dich nicht auf einen konkreten Betrag festlegen möchtest, ist das in Ordnung, aber gib zumindest einen Budgetrahmen an, damit das Team weiss, wie aufwendig es das Projekt planen darf. Die zweite limitierende Ressource ist oft der Zeitrahmen, in dem die Produktion abgeschlossen werden soll oder ein Stichtag, an dem der Dreh stattfinden muss. 

Warum brauchst du eigentlich ein Video?

Bevor du eine Videoproduktionsfirma beauftragt hast, wirst du dir ja wohl überlegt haben, was du überhaupt mit dem Video erreichen möchtest. Willst du ein neues Produkt bewerben? Dein Unternehmen vorstellen? Oder auf ein Angebot aufmerksam machen? Die Story und der Aufbau des Videos sind massgeblich von deiner Zielsetzung abhängig. «Uns hilft eine möglichst eindeutige Absicht in Form von oder gestützt durch SMARTE Ziele», erklärt Andreas Junga.

Dasselbe gilt für die Zielgruppe. Wen möchtest du mit dem Video ansprechen? Sind es potenzielle Neukund*innen oder sollen Bestandskund*innen zu erneuten Käufen angeregt werden. Wo das Video in der Customer Journey angelegt ist, wird hierfür genauso ein ausschlaggebender Faktor sein wie die Frage, ob du es als bezahlte Werbemassnahme oder auf eigenen Plattformen streust. Falls du selbst noch nicht weisst, auf welchen Kanälen du das Video veröffentlichst, helfen deine Vorstellungen bezüglich Zielsetzung und Zielgruppe dem Team der Produktionsfirma, dich dabei zu beraten. Zu guter Letzt hilft es, wenn du ein paar stilistische Vorgaben oder eine Liste von Dos & Don’ts geben kannst – auch das Video eines anderen Unternehmens darf gerne als Inspiration herhalten.

Wo soll das Video erscheinen?

In Sachen Ausspielkanäle lassen sich deine Optionen in vier Optionen einteilen Paid Media, Owned Media, Earned Media und Shared Media. In der Regel wirst du dich hier für einen der ersten beiden entscheiden. Wobei es natürlich möglich und sogar lohnenswert ist, ein Video, das du als bezahlte Werbung schaltest, auch organisch zu veröffentlichen.

Ziel dieses Prozesses ist, dass du gemeinsam mit der Videoproduktionsfirma das perfekte Format (z. B. Story) auf dem perfekten Kanal (z. B. Instagram) findest, um dein Video zu platzieren. Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann die eigentliche Konzeptionsarbeit beginnen. Denn Videoformate wie TikTok oder Instagram-Stories haben ganz andere Ansprüche an Storytelling, Videoaufnahmen, Sound etc. als ein klassisches YouTube-Video.

«Für die Produktion bedeutet das, dass die Gesamtheit aller kreativen und technischen Aspekte wie Story Writing, Bildkomposition, Auflösung, Daten-Format, Tonbearbeitung, Dauer, Schnitttempo usw. derart aufeinander abgestimmt werden müssen, dass sich das fertige Video perfekt in die natürliche Umgebung des jeweiligen Kanals einfügt und dessen Vorteile maximal ausnützt», so Andreas Junga.

Liefere rechtzeitig Informationen und Assets 

Früher oder später wird das Postproduktionsteam Assets wie Firmenlogos in unterschiedlichen Varianten oder Informationen zu Farben, Wording und ähnlichem brauchen. Werde proaktiv und liefere diese Dinge schon zu Beginn, damit keine unnötigen Verzögerungen entstehen. Im Idealfall hast du ein Corporate-Design-Manual, welches du übergeben kannst. Denk daran auch den Firmenfont und ein etwaiges Corporate-Language-Manual mitzuschicken. Je mehr dieser Faktoren im Vornhinein geklärt sind, desto weniger Anpassungen braucht es später. Hier eine kleine Checkliste des Northlight Video Collectives:

  • Schriftliche Briefings 
  • Interne/externe Kontaktdaten
  • Logos
  • Farben
  • Fonts
  • CD-Manual
  • Corporate Language
  • Sounds
  • Bilder/Videos von gewünschten Locations
  • Informationen zu den Locations (Parkplätze, Stromanschlüsse, Toiletten, Gefahren und Risiken, Erreichbarkeit mit Auto/ÖV, Zugang, Schlüsseldepots, zuständige Verwaltung, Inhaber oder Eigentümer, Denkmalschutz etc.)
  • Zugang zu internen Ablagesystemen oder Kommunikationskanälen (Teams, Notion, Trello o.ä.)
  • Archivmaterial

Triff Entscheidungen und halte dich daran

Als Auftraggeber*in bist du Entscheidungsträger*in für das gesamte Videoprojekt. Das bedeutet, dass du im Verlauf der Kollaboration immer wieder den Zwischenstand des Projekts abnehmen musst, damit die Arbeit fortfahren kann. Typische Arbeitsschritte, welche du vor dem Fortsetzen des Projekts bestätigen musst, sind:

  • Grobkonzept
  • Feinkonzept
  • Drehbuch
  • Drehplan
  • Picture Lock (finale Schnittfassung)
  • Master (Endfassung mit Sound und Farbbearbeitung)

Hier kommt es oft zu Problemen, weil Auftraggeber*innen einen Zwischenstand absegnen, sich dann aber zu einem späteren Zeitpunkt doch anders entscheiden. Dies kann einen enormen Mehraufwand für die Videoproduktionsfirma bedeuten oder ein schlechteres Video, falls keine Änderungen mehr möglich sind. «Die Kontinuität, die Dramaturgie und damit auch die Wirkungskraft des Videos können durch nicht eingeplante Eingriffe beeinträchtigt werden», warnt Andreas Junga. Sei dir also bewusst, dass ein abgenommener Zwischenschritt verbindlich ist und dass beispielsweiseeine Änderung des Schnitts im Stadium der Tonbearbeitung für das Team und somit für dich Kosten verursacht.

Hab Vertrauen

Die ganze Verantwortung, welche eine Videoproduktion dir aufbindet, kann einschüchternd wirken. Aber vergiss nicht: Genau deswegen engagierst du Profis. Im Zweifelsfall kannst du dich immer auf ihre kreative Vision und ihr Handwerk verlassen. Dein Job ist die Vorgabe eines Ziels und einer Vision und das Einhalten deiner Unternehmenswerte und -ziele während des Produktionsprozesses.

Daniel Cano
Daniel hat gerade sein Studium in Multimedia Production abgeschlossen und hat jetzt erstmal genug vom Theroriebüffeln. Darum teilt er nun seine Begeisterung – insbesondere für Video- und Content-Marketing sowie Storytelling – auf marketing.ch. Wenn er in seiner Freizeit nicht gerade jede*n nötigt, seinen Lieblingsfilm «Blade Runner 2049» zu schauen, kocht er gerne für Familie und Freunde.

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