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Werbung darf auch mutig sein – Wie Balls mit genitalem Marketing die Generation Z überzeugt

Auch Männer werden sich ihres Aussehens immer bewusster und benötigen längst mehr, als Bartwachs und ein Duschgel, das Körper, Haar und im Notfall auch das geliebte Auto zu säubern weiss.

Eine Sache, die uns Europäern zum Beispiel Südkorea stark voraushat, ist das Bewusstsein für Pflegeprodukte. Der Absatzmarkt von Kosmetika und Co. wird zu gleichen Teilen zwischen Männern und Frauen aufgeteilt. Hersteller müssen nicht gross um das starke Geschlecht werben, sie müssen bloss auf hohe Qualität setzen.

Ein Vorteil auf den etwa Balls, Hersteller und unverkennbarer Marketingpionier von Gemächtrasierern, nicht zurückblicken kann. Doch hier weiss man sich anders zu helfen.

Balls löst ein Problem, das schon immer gegeben war

Und genau darauf kommt es in der Welt der Wirtschaft immerhin an. Wer erfolgreich sein will, muss eine funktionierende Lösung für ein Problem anbieten, das im Grunde jeder von uns kennt.

Man könnte sogar so weit gehen, zu sagen, dass das Unternehmen genau den richtigen Zeitpunkt erwischt hat, um noch zum perfekten Timing darin einzusteigen. Denn Pflegeprodukte für Männer werden auch bei uns nun immer mehr Aufmerksamkeit geniessen und dementsprechend einen Hype nach sich ziehen.

Durch Memes und viel Zeitgeist zum Thema Nr. 1

Mithilfe von Kiwis und Kakteen wird gekonnt Bewusstsein für das Thema Manscaping geschaffen. Gleichzeitig wird durch ein ausgereiftes Prinzip aus 60-30-10 Aufteilung die Zielgruppe unterhalten.

  • Rund 60 % der Social Media Inhalte unterhalten und informieren die Follower.
  • 30 % erinnern an die Produkte, während sie dabei unterhalten.
  • Und nur 10 % aller Postings verkaufen tatsächlich etwas, weil wirklich die Produkte angepriesen werden.

Mit cleveren Vergleichen zeigt Balls genau auf, wozu ihr Produkt verwendet wird – den Rest übernimmt die Imagination des Kunden. So auch hier:

Quelle: www.instagram.com/ballsco

Auch mit klassischen Meme-Formaten platziert Balls sein Produkt – unverkennbar und simpel. Jeder, der zur potenziellen Kundschaft des Unternehmens gehört, kennt die Plattform. Und jeder schmunzelt über die verschiedenen Memes.

Durch Testimonials & Social Proof zum Vorreiter der Nische

Balls traut sich eine gesunde Mischung aus zeitgenössischem Humor, der genau ins Schwarze trifft. Da die Zielgruppe in erster Linie online angesprochen wird, wird auch eine entsprechende Tonalität durch immer wiederkehrende Wortspiele an den Tag gelegt. Wie gut das funktioniert, zeigen die zahlreichen positiven Reaktionen auf den Social Media Accounts des Unternehmens.

Balls.co postet auf Instagram Bilder im Meme Format oder mit lustigen Wortspielen.
Quelle: www.instagram.com/ballsco

Während Inhalte dieser Art unterhalten, steigern sie auch gleichzeitig den Social Proof. Denn unterm Strich dreht sich alles darum, dass potenzielle Kunden Vertrauen zur Marke aufbauen. Und wie gelingt das leichter, wenn nicht durch dieselbe Wellenlänge?

Wie schafft es Balls, dabei den Social Media Richtlinien zu entsprechen?

Durch eine ausgeklügelte Social Media Strategie werden bewusst Wörter verwendet werden, die nicht gegen jene Richtlinien verstossen. Begriffe, wie Eier oder Balls sind jedem Mann geläufig, der sich mit den Herausforderungen der Intimrasur konfrontiert sieht. Und trotzdem haben wir es hier mit ganz normalen Wörtern zu tun. Diese verstossen genauso wenig gegen die Richtlinien, wie rundes und ovales Obst oder Kakteen, die im Werbebild von ihren Stacheln befreit werden.

Redaktion
Die Redaktion von marketing.ch liefert seit 2012 regelmässig spannende Inhalte rund um das Thema Marketing. Wenn kein anderer Autor hinterlegt ist, hat das marketing.ch Team gemeinsam unter diesem Account an den Artikeln gearbeitet. 🙂

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