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Twitter will mit neuen Features ein Chaos bei den US-Wahlen verhindern

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Die Änderungen sollen dazu dienen, die Verbreitung von Fehlinformationen, Verschwörungstheorien und Wahlinterventionen zu erschweren. Auch Facebook hat bereits Massnahmen angekündigt.

Die sozialen Netzwerke reagieren endlich auf die kritischen Stimmen, welche gerade durch Dokumentationen wie „Cambridge Analyticas grosser Hack“ oder auch „The Social Dilemma“, wir berichteten, immer lauter werden. Twitter informierte am Freitag über erhebliche Änderungen an Retweets und anderen Funktionen. Diese sollen es Politikern und anderen Nutzern erschweren, Fehlinformationen über die US-Wahl vom 3. November zu verbreiten. Die Änderungen sind Teil eines Vorstosses, den „kritischen Dialog“ auf Twitter „vor Manipulationsversuchen – sowohl aus dem Ausland wie auch Inland – zu schützen“, sagten Twitters General Counsel Vijaya Gadde und Produktmanager Kayvon Beykpour in einem Blog-Post.

Beiträge mit Politikbezug sollen nicht mehr ohne eigenen Kommentar geteilt werden

Das Unternehmen ruft seine Nutzer dazu auf, Beiträge nicht ohne eigenen Kommentar zu retweeten. Dies soll die User dazu ermutigen, eigene Gedanken, Reaktionen und Sichtweisen auszudrücken. Twitter selbst kennzeichnet irreführende Tweets, vornehmlich von Konten von US-Politikern und Usern mit mehr als 100.000 Followern. Einen solchen Tweet kann ein User nur retweeten, wenn ein eigener Kommentar hinzugefügt wird.

Des Weiteren wird eine verfrühte Verkündigung eines Wahlsiegs mit einem Hinweis versehen, der auf die eigene Wahlseite von Twitter führt. Das Unternehmen plant, alle Tweets zu entfernen, die den „Wahlverlauf und dessen Ergebnis stören“. Im Bereich „Trends“ sollen künftig nur noch Inhalte mit zusätzlichem Kontext auftauchen – entweder einem angehefteten Tweet, der das Thema erklärt, oder einem Hinweis des Unternehmens. Das Team, welches die Trendthemen um die Wahl herum behandelt, wird erweitert und rund um die Uhr arbeiten.

Ausserdem wird Twitter die Konto-Empfehlungen deaktivieren, damit Nutzer weniger häufig Tweets von Usern erhalten, denen sie nicht folgen. Diese neuen Regelungen werden nach eigenen Angaben eine entscheidende Rolle beim Schutz der US-Wahlen spielen.

Auch Facebook zieht nach

Unlängst hat auch Facebook angekündigt, keine politische Werbung mehr zuzulassen und verfrühte Bekanntgaben des Wahlsieges mit einem Warnhinweis zu markieren. Der Konzern steht ausserdem mit verschiedenen Wahlschutzinstitutionen des Landes in Kontakt, «um die Integrität der Wahl zu schützen».

Simon Chiozza
Simon ist das perfekte Beispiel für die Symbiose aus Journalismus und Marketing, die wir auf marketing.ch erreichen möchten. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine zweite grosse Leidenschaft im Journalismus fand. Als unser "News-Guy" sorgt er dafür, dass ihr immer mit den aktuellsten News versorgt seid.

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