Start Digitalisierung Tiefere B2B-Marketing-Budgets aufgrund Corona-Krise
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Tiefere B2B-Marketing-Budgets aufgrund Corona-Krise

Laut einer Studie des deutschen Bundesverbandes für Industrie und Kommunikation (bvik) sinken die Ausgaben für B2B-Marketing. Das hat einerseits mit den vielen abgesagten Messen und Events zu tun, andererseits nehmen die Ausgaben in diesem Bereich schon seit Jahren kontinuierlich ab und verschieben sich in Richtung digitales Marketing.

Fast die Hälfte (46 Prozent) der befragten Marketingleiter rechnet demnach mit einer Abnahme der der B2B-Marketing Budgets, davon 30 Prozent mit signifikant kleineren Ausgaben. Der Löwenanteil dieser Gelder, ein Drittel, wird für Messen und Events ausgegeben. „Für alle beteiligten Anbieter und Akteure rund um das Thema Messen und Live-Events ist das Jahr 2020 ein ‚annus horribilis‘ mit weitreichenden Folgen“, erklärt Dr. Andreas Bauer, bvik-Vorstand. „Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre setzt sich bei den internen und externen B2B-Marketing-Ausgaben fort.“

Auch weltweit werden die Budgets nach Meinung von 61 Prozent der Experten zurückgefahren: 34 Prozent gehen von starken und 27 Prozent von leichten Kürzungen aus. Betrachtet man auch die B2B-Marketing Studien des bvik der vergangenen Jahre, erkennt man eine kontinuierliche Abnahme der B2B-Marketing-Budgets.

Verschiebung ins digitale Marketing – Jetzt braucht es neue Fachkräfte

„Wir gehen als Marktbeobachter davon aus, dass sich das B2B-Marketing in Deutschland auf harte Zeiten einstellen muss“, sagt Professor Carsten Baumgarth von der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin sowie wissenschaftlicher Leiter der bvik-Studie. „Den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Option. Neue Themen wie Digital Marketing Leadership, Purpose-Orientierung oder Neue Markenführung sind drei wichtige Zukunftsthemen, die neue Chancen bieten. Trotz aller Budget-Restriktionen sollten die Entscheider in Kompetenzen und Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren. Die schlanken, agilen und innovativen Jahre werden kommen.“

Damit rücken digitale Messen immer weiter in den Fokus. Gerade während der Corona-Pandemie wurden viele Veranstalter dazu gezwungen, virtuelle Messen und Webinare durchzuführen. In einer anderen Studie des bvik mit 173 deutschen Industrieunternehmen gaben 36 Prozent an, bisher mit diesen virtuellen Formaten gute bis sehr gute Erfahrungen gehabt zu haben. 47 Prozent waren zumindest nicht unzufrieden. Nur 17 Prozent gaben an, digitale Messen als unzureichend zu bewerten. Als grösster Vorteil wurden Kosten-und Zeitersparnis angegeben. Bemängelt wurden das Erleben von realen Produkten und mangelnde Kontaktaufnahme.

Simon Chiozza
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