Start Daten- & Webanalyse Studie: Zielgruppe Kinder - so viel Zeit verbringen die Kinder vor den...
Bildquelle: shutterstock.com

Studie: Zielgruppe Kinder – so viel Zeit verbringen die Kinder vor den Screens

Die aktuelle Umfrage von Mediaplus zeigt: Die Kids verbringen etwa 2,5 Stunden am Tag vor dem Bildschirm. Den Grossteil der Bildschirmzeit macht das traditionelle Fernsehen auf, direkt danach folgt das Smartphone. Am liebsten schauen Kinder Super RTL, ältere Kids glotzen aber auch gerne auf Netflix.

TV weiterhin beliebt bei Kindern

61 Prozent der Kinder zwischen drei und 13 Jahren schauen jeden Tag in den Fernseher. 35 Prozent, also etwa jedes dritte Kind, darf am Smartphone hantieren, beliebte Medien sind ausserdem das Radio mit 27 Prozent und Playstations, mit denen sich jedes fünfte Kind täglich beschäftigt. Aus der Studie geht auch hervor, dass das Smartphone wichtiger wird, je älter die Kinder sind. Von den drei bis fünfjährigen sind nur 15 Prozent jeden Tag am Handy. Von den sechs bis neunjährigen ein Viertel und bei den zehn bis 13-Jährigen ist schon mehr als die Hälfte täglich am Smartphone.

TV ist nach wie vor bei den Kindern am beliebtesten
Quelle: Mediaplus

Die Nutzungszeit variiert zwischen je nach Device

Am meisten Zeit verbringen die Kids vor der Glotze, nämlich rund 71 Minuten pro Tag. Am Smartphone sind die Kinder etwa 40 Minuten beschäftigt, eine knappe Viertelstunde am Tablet und PC. Kinder die zehn Jahre und älter sind, verbringen mehr Zeit am Handy (78 Minuten) als vor dem TV (72 Minuten). Eine besondere Erkenntnis aus der Studie ist, dass mehr als die Hälfte der Kinder nur unter Aufsicht von Erwachsenen am TV oder PC kleben dürfen. Mit dem Smartphone werden die Kinder, vor allem die älteren ab zehn Jahren, alleine gelassen.

Am liebsten schauen die Kinder Super RTL

40 Prozent der Kids schaut jeden Tag Super RTL. KiKa kommt auf 36 Prozent, gefolgt von Disney (23 Prozent) und Nickelodeon mit 17 Prozent. Die kleinen Kinder zwischen drei und fünf Jahren schauen allerdings zu 47 Prozent den Kinderkanal. Ein Blick auf die Streamingdienste zeigt jedoch, dass Netflix auf Platz drei liegt. 24 Prozent der Kinder sind täglich auf der Streamingplattform, wobei die zehn bis 13-jährigen zu 26 Prozent, noch mehr auf Netflix gucken und die Plattform im Ranking somit auf Platz zwei steigt.

YouTube ist bei den Kindern das beliebteste Online-Angebot

Auch bei den Kids sind Online-Angebote beliebt. 37 Prozent der kleinen Nutzer sind jeden Tag im Netz, bei ab zehnjährigen ist es sogar jedes zweite Kind. Allen voran ist YouTube. Ein Drittel der kompletten Onlinenutzung beziehen sich auf die Video-Plattform. Die Nutzung der Webseiten von privaten Kindersendern beläuft sich dabei auf 14 Prozent, 11 Prozent liegen bei Netflix sowie sieben Prozent bei Amazon Prime Video und KiKa.

YouTube ist bei Kindern der beliebteste Streaming Service

Kinder als Zielgruppe – das sind die Learnings aus der Studie

Werbetreibende können aus der Studie entnehmen, dass Kinder weiterhin am besten über das Fernsehen erreicht werden – und das immerhin zu 61 Prozent. Weiter können Kinder über das Online-Angebot, speziell auf YouTube angesprochen werden. Wobei der Anteil der Kinder, die sich nur über YouTube erreichen lassen, bei grade mal acht Prozent liegt. Die Reichweitenpotenziale von Printmedien und Video-en-Demand-Diensten sind nicht besonders überzeugend. Die Streaminganbieter Netflix und Amazon Prime Video, die von den Kids genutzt werden, kommen ohne Werbung aus. Daher liegt die potenzielle zusätzliche Reichweite bei drei bis neunjährigen hier bei 0,6 Prozent, bei zehn bis 13-Jährigen etwas darüber: 1,3 Prozent. Zeitschriften bieten auch kaum zusätzliches Potenzial, denn grade mal zwei Prozent der Kids, konsumieren nur Print, ohne zusätzliches Fernsehen.

Über die Mediaplus Umfrage

Zu Studienzwecken wurden zwischen Juni 2019 und Mai 2020 Jugendliche und Erwachsene zwischen 14 und 64 Jahren online befragt. Inhalt der Umfrage war das Medienverhalten von 3035 Kindern, die zwischen drei und 13 Jahre alt sind.

Redaktion
Die Redaktion von marketing.ch liefert seit 2012 regelmässig spannende Inhalte rund um das Thema Marketing. Wenn kein anderer Autor hinterlegt ist, hat das marketing.ch Team gemeinsam unter diesem Account an den Artikeln gearbeitet. 🙂

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Artikel

Weihnachtsmann digital – der alte Mann gibt jetzt Zoom-Calls

Tja von wegen der Weihnachtsmann ist retro. Auch er schützt sich vor Corona, zumal er ja zur Risikogruppe gehören dürfte, und verzichtet...

Die Hälfte der Schweizer spricht sich für eine Abschaffung des Black Fridays aus

Eine Umfrage hat gezeigt, dass in der Deutschschweiz der Black Friday wesentlich negativer gewertet wird, als in der Westschweiz. Allerdings kommt die...

Tiefere B2B-Marketing-Budgets aufgrund Corona-Krise

Laut einer Studie des deutschen Bundesverbandes für Industrie und Kommunikation (bvik) sinken die Ausgaben für B2B-Marketing. Das hat einerseits mit den vielen...

Wie Verbraucher mit ihren Daten Geld verdienen können

Killi ist eine App, die jeden Verbraucher auf dem Planeten als potenziellen Kunden hat und Verbrauchern die Möglichkeit gibt, von der Nutzung...

Medienecho zur Konzernverantwortungsinitiative aussergewöhnlich gross

Die KVI hat in der Bevölkerung für eine untypische Mobilisierung gesorgt, dementsprechend haben die Medien intensiv über die Vorlage berichtet. Das zeigt...