Start News Publicitas in Schwierigkeiten: Verleger befürchten «Millionenschaden»

Publicitas in Schwierigkeiten: Verleger befürchten «Millionenschaden»

Publicitas in Schwierigkeiten: Verleger befürchten «Millionenschaden»

Was geschieht mit Publicitas? «Die Pressecommuniqués letzte Woche haben sie öffentlich erledigt», schreibt der langjährige Branchenkenner Karl Lüond im «Sonntagsblick». Von Publicitas selber ist, ausser einer dünnen Stellungnahme vom Freitag, wenig zu hören.

Tamedia, Admeira, AZ Medien, Ringier Axel Springer und Ringier haben sich letzte Woche öffentlich gegen Publicitas gestellt und die Zusammenarbeit per sofort beendet, weil ihnen zu Gute stehendes Geld fehlt. Es handle sich um einen «zweistelligen Millionenschaden», schreibt Karl Lüond im «Sonntagsblick» unter Berufung auf Aussagen in «Verlegerkreisen». Sein Artikel trägt den Titel «Die öffentliche Exekution der ehemaligen Milchkuh».

Von Publicitas, der Firma im Auge des Sturms, ist wenig zu hören. Mitarbeitende, es dürften derzeit um die 90 sein, verweisen auf Anfragen an die Medienstelle, doch auch diese hält sich zurück: «Wir bitten um Geduld», hiess es am Donnerstag und am Freitag sowohl gegenüber persoenlich.com wie auch gegenüber anderen Medien. Auch auf Interviewanfragen ging das Unternehmen nicht ein. Wie der Sobli schrieb, hatte CEO Jörg Nürnberg dem Blatt ein Telefoninterview versprochen, diese Zusage habe er aber am Abend wieder zurückgezogen.

So beschränken sich aktuelle Informationen auf die Stellungnahme vom Freitagabend. Publicitas bedauert darin was passiert ist. Man sei mit einem Vorschlag an die Verlage herangetreten. Die Beteiligten hätten diesen grösstenteils mündlich als Diskussionsgrundlage bewertet, in letzter Konsequenz aber nicht alle mitgetragen.

Das Unternehmen suche weiter nach Möglichkeiten, die «Situation für alle Beteiligten zufriedenstellend aufzulösen». Publicitas lädt die Verleger am Donnerstag, 3. Mai zu einem Treffen, wo ein alternativer Lösungsansatz vorgestellt werden soll.

Redaktion
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