Start Digitalisierung Paket Wahnsinn wegen Corona und Post will Fillialen zu Dienstleistungszentren ausbauen
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Paket Wahnsinn wegen Corona und Post will Fillialen zu Dienstleistungszentren ausbauen

Die Post kämpft mit Filialsterben und unrentablen Geschäftsbereichen. Gleichzeitig läuft das Paketgeschäft auf Hochtouren. Um jedoch das reduzierte Filialnetz zu stabilisieren, will der Konzern etwa Banken und Versicherungen Filialflächen anbieten. Zusätzlich will man 400 Millionen in die digitale Kommunikation investieren.

«Wir werden unsere Filialen öffnen und zusammen mit Partnern neue Dienstleistungen anbieten», erklärte Konzernchef Roberto Cirillo bei der Vorstellung der zukünftigen Strategie am Dienstag bei einem Mediengespräch in Zürich. Die Post wolle anderen Unternehmen Filialflächen anbieten, sie wolle aber auch Dienstleistungen für sie ausführen. Dazu investiere sie in die digitalen Fähigkeiten der Mitarbeiter.

Die Post führt Gespräche etwa mit Banken, Versicherungen und mit Firmen aus der Gesundheitstechnologie. «Es sind Unternehmen, welche die gleichen Probleme haben wie wir», sagte Cirillo. Unternehmen, die eine physische Präsenz haben müssten im Land und gleichzeitig mit der Verlagerung des Geschäftes ins Internet konfrontiert seien.

Die Post wolle zwar Unternehmen in die Filialen holen, aber keine Unternehmen übernehmen, betonte der Konzernchef. «Wir wollen auf keinen Fall zu einer Krankenkasse, einer Versicherung oder einem Mobilanbieter werden.»

Mit der neuen Strategie will die Post die Wirtschaftlichkeit des Poststellennetzes stabilisieren. Das Ziel seien höhere Kundenfrequenzen. Voraussetzung für die neue Strategie ist laut Cirillo, dass der Abbau der Poststfilialen auf noch 800 wie geplant bis Ende 2021 durchgeführt wird. Aktuell betreibt die Post noch knapp 950 Filialen.

Erhöhtes Paketaufkommen durch Corona und Investition in die digitale Kommunikation

Cirillo erwartet auch mit der zweiten Corona-Welle eine starke Zunahme der Pakete, gerade im Weihnachtsgeschäft erwarte man eine wahre Paketflut durch die Corona-bedingten Zunahme im E-Commerce. Mit drei neuen Paketzentren sei die Post dafür aber gut vorbereitet. Weiter erklärte Cirillo, man wolle die Grundversorgung weiterhin mit eigenen Mitteln gewährleisten und sich auf zwei Bereiche fokussieren: Die Investition von 2,4 Milliarden in die Logistik und in weitere Paketzentren. Weitere 400 Millionen sollen in die digitale Kommunikation fliessen, beispielsweise Dienstleistungen für KMU, E-Patientendossiers und E-Voting.

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