Start Kommunikation Medienecho zur Konzernverantwortungsinitiative aussergewöhnlich gross
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Medienecho zur Konzernverantwortungsinitiative aussergewöhnlich gross

Die KVI hat in der Bevölkerung für eine untypische Mobilisierung gesorgt, dementsprechend haben die Medien intensiv über die Vorlage berichtet. Das zeigt eine Auswertung des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich.

Die Abstimmungsvorlage löste ein grösseres Echo aus als die Selbstbestimmungs- und die Begrenzungsinitiative. Mit keiner Vorlage haben sich die Medien in den letzten Jahren so intensiv beschäftigt wie mit der Konzernverantwortungsinitiative. Dass die Konzernverantwortungsinitiative so stark thematisiert worden ist, sei bemerkenswert, kommt die Studie zum Schluss. 

Die Auswertung des fög basiert auf der Auswertung von 14 Online-Zeitungen, 6 Wochenblättern und 5 SRG-Sendungen aus der Deutschschweiz und der Westschweiz. Untersucht wurden gesamthaft 842 Medienbeiträge, die zwischen 7. September und 22. November erschienen sind.

Der Fokus auf grosse multinationale Unternehmen und die Beteiligung von überdurchschnittlich vielen Akteuren im Abstimmungskampf waren Gründe für das grosse Medienecho, aber auch die emotionale Auseinandersetzung mit der Vorlage an sich. Die Kampagnen der Befürworter und Gegner sorgten für teils heftige Kritik, was das Medieninteresse zusätzlich steigerte und dementsprechend auch zu überdurchschnittlich vielen Zeitungsinserate führte.

Grafik Initiativen zur Konzernverantwortungsinitiative

Die Tonalität ist nur bei einigen Westschweizer Titeln positiv. Vor allem die «Weltwoche» und die «NZZ» berichteten auffallend negativ über die Vorlage.

Grafik Konzernverantwortung zur Konzernverantwortungsinitiative

Die Studienautoren halfen fest, dass wirtschaftspolitische Konflikte normalerweise nicht dieselbe Resonanz erzielen wie Abstimmungen zu Ausländerfragen oder europapolitischen Themen, bei denen die SVP im Zentrum steht. Einzig bei der Initiative «gegen die Abzocker» im Jahr 2013 gab es eine ähnlich starke Medienresonanz.

Simon Chiozza
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