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Marketing-Massnahmen für Unternehmen und Selbstständige

Das einwandfreie Bild eines Unternehmens oder das eines Selbstständigen in der Öffentlichkeit war und ist ein prägendes Merkmal für den dauerhaften Erfolg. Erst recht im digitalen Zeitalter. Die heutige Informationsvielfalt ist gleichzeitig Chance und Risiko für Personen und Firmen. Mit den entsprechenden Marketingmassnahmen lässt sich ein positives Bild aufbauen, dessen Wirkung unmittelbar auf den Umsatz wirken kann. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es etliche Stolperfallen gibt, über die zu Fallen nachhaltigen Schaden anrichten kann.

Ein sauberes Image ist unumgänglich

Wer sich heute mit seinem eigenen oder dem Image der Firma beschäftigen muss, sollte zuerst einmal Ego-Googeln. Das Wort, das die Suche im Internet nach dem eigenen Namen beschreibt, gibt es übrigens bereits seit dem Jahr 2009 im Rechtschreibduden. Genau das machen inzwischen ebenso viele potenzielle Kunden, wenn sie sich über eine Firma oder einen Dienstleister informieren möchten. Wer hierbei über einen Allerweltsnamen verfügt, besitzt natürlich den Vor- und gleichzeitig den Nachteil, dass sich mitunter Hunderttausende Einträge finden. Der Vorteil liegt darin, dass sich eventuell unangenehme Dinge schwerer finden lassen. Der Nachteil besteht darin, dass dem Kunden die Zuordnung schwerfällt und er oder sie sich deshalb vielleicht doch lieber für die Konkurrenz entscheidet.

In der Regel werden durch Eingrenzungen, wie der Setzung von Anführungszeichen vor und nach dem Namen, bessere und weniger Ergebnisse erzielt. Befinden sich darunter Einträge, die dem Image schaden könnten, sollte versucht werden, diese zu löschen. Das funktioniert nicht immer und kann dauern, wenn sich denn die Inhaber der jeweiligen Webseite dazu bereit erklären. Auch nach dem Löschen wird der Link zum Eintrag in Google meist noch mehrere Wochen auffindbar sein. Also ist es das Beste, gleich dafür zu sorgen, dass derartige Einträge nicht auftauchen. Bei Firmenneugründungen oder der beginnenden Selbstständigkeit ist dies kein Problem, einfach, indem ein noch „jungfräulicher“ Name gewählt wird. Nun muss nur noch dafür gesorgt werden, dass dies auch so bleibt.

Wie kann „Negatives“ vermieden werden?

Angriff ist die beste Verteidigung. Bewertungen durch Kunden werden immer mehr zum Schlüssel für ein positives Image. Wer könnte besser die Leistungen und den Service eines Unternehmens beschreiben und eine Wertung abgeben, als ein zufriedener Kunde. Das sollte übrigens so unmittelbar wie möglich nach dem Abschluss des Kundenkontakts erfolgen. Für bestimmte Berufsgruppen wie Zahnärzte oder andere Heilberufe bestehen eigene Foren im Internet. Im Weiteren gibt es dafür bestimmte Plattformen wie Ciao, Dooyoo oder Idealo. Unter Umständen besitzt das Unternehmen oder der Selbstständige auch eine eigene Webseite mit Einträgen von Kunden. Auf jeden Fall muss der Kunde aktiv aufgefordert werden, eine Bewertung abzugeben, natürlich in höflicher Form. Das ist deshalb wichtig, weil zufriedene Kunden meist nichts schreiben, unzufriedene jedoch gerne im Internet Luft ablassen. Mit einem überwiegend positiven Kundenfeedback wird den „Nörglern“ der Wind aus den Segeln genommen.

Fachliche Kompetenz geht vor sozialer Kompetenz

Aussendienstmitarbeiter und Verkäufer sind oft die Personen eines Unternehmens, die zum Kunden den Erstkontakt herstellen. Bei Selbstständigen diese natürlich selbst. Nun denken gerade Firmeninhaber, dass der Kunde grossen Wert auf Kommunikation und Sozialverhalten legt und weniger auf Fachkompetenz. Völlig falsch, wie die Schweizer Unternehmensberatung Infoteam in einer Umfrage unter Firmen und deren Kunden festgestellt hat. Fast 90 % der Kunden wollen nur eines, eine fachlich richtige Beratung. Auf höflichen Small Talk legen die Wenigsten wert. Das bedeutet nun ebenso wenig, dass sich der Kundenberater wie die Axt im Wald benehmen soll, aber er oder sie muss unbedingt wissen, von was geredet wird und konstruktiv auf Fragen antworten können.

Stimmt die Vita?

Viele Kunden möchten eine Firma, die einen möglichst grossen Erfahrungsschatz aufweisen kann. Ein bereits lange am Markt befindliches Unternehmen darf darum ruhig etwas über sich erzählen. Die Anfänge und natürlich die Erfolge. Referenzen machen sich gleichermassen gut. Langjährige Mitarbeiter sollten erwähnt werden, genauso wie die Fachkompetenz der Firmenleitung. Wer all dies noch nicht nachweisen kann, darf darum etwas über die eigene Aus- und Vorbildung verlauten lassen, etwas über das zur Verfügung stehende Equipment oder den Maschinenpark und vor allem eine Philosophie besitzen, eine Vision oder ein Ziel. Auch der öffentlich gemachte Nachweis eines eventuell implementierten Qualitätsmanagements oder die Führung eines Umweltsiegels ist positive Werbung für die Firma.

Angemessene Aussenwirkung

Darunter ist das allgemeine Erscheinungsbild des Unternehmens beziehungsweise des oder der Selbstständigen zu verstehen. Dazu gehört angemessene und saubere Berufskleidung. Wenn notwendig ein modernes, aber sachbezogenes Firmenfahrzeug, das weder den Eindruck erweckt, die Firma leide an Auszehrung, noch so extravagant ist, das der Kunde meint, die haben sein Geld nicht nötig. Auch die Firmenräume oder Büroräume sollten dem entsprechen.

Zu guter Letzt noch einmal Internet

Die eigene Webseite ist heute selbstverständlich. Vielmehr potenzielle Kunden finden sich jedoch auf den Social Media. Allen voran natürlich Facebook. Zum einen ist die weltgrösste Plattform für soziale Kontakte längst zum hervorragenden Werbemittel geworden und zum anderen bietet sie unvergleichliche Möglichkeiten, mit den Kunden in Verbindung zu bleiben. Zugegebenermassen gilt dies nicht für jede Firma und jeden Selbstständigen. Im B2B sind XING und Linkedin vermutlich vorteilhafter. Wer seine Zielgruppe jedoch unter den Endkunden findet, wird an Facebook nicht vorbeikommen.

Fazit: Nicht warten, bis andere das Image bestimmen, sondern selbst für ein positives Bild sorgen und das so früh wie möglich.

 

Autorenprofil:
Jasmin Schmidt ist Redakteurin bei Overnightprints. Recherchen zu Branchenentwicklungen im Druckbereich, neue Drucktechnologien sowie Marketingstrategien mit Printmedien und klimaneutrale Produktion gehören zu den bevorzugten Themengebieten. www.overnightprints.ch als Online Druckerei legt dabei Schwerpunkte auf ein kleines aber sorgfältig ausgewähltes Sortiment hochwertiger Printprodukte.

Redaktion
Die Redaktion von marketing.ch liefert seit 2012 regelmässig spannende Inhalte rund um das Thema Marketing. Wenn kein anderer Autor hinterlegt ist, hat das marketing.ch Team gemeinsam unter diesem Account an den Artikeln gearbeitet. 🙂
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