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LinkedIn Phishing-Mails – die Hälfte ist erfolgreich

Phishing-E-Mails nerven – noch viel mehr jedoch, wenn man selbst darauf reinfällt. Betrüger verwenden als falschen Absender gerne LinkedIn und kommen damit sehr gut durch. Im dritten Quartal 2020 wurden tatsächlich 47 Prozent der Phishing-Mails geöffnet, die angeblich von LinkedIn versendet wurden. Cyber-Kriminelle haben damit wohl einen Weg entdeckt, der bei den Betroffenen nur wenig Skepsis auslöst. Andere Phishingmails, die beispielsweise unter dem Namen von Facebook oder Twitter versendet werden, sind viel weniger erfolgreich. Herausgefunden hat das, das Unternehmen KnowBe4, das im Auftrag von Atlas VPN die Analyse durchgeführt hat.

User fallen weniger auf falsche Nachrichten von Facebook und Twitter rein

Die erfolgreichsten Phishing-Mails, die angeblich im Namen von LinkedIn versendet wurden, waren mit Aussagen wie „Jemand hat sich Ihr Profil angesehen“ oder „Sie sind in dieser Woche in neuen Suchen erschienen“ bestückt. Ein weiteres Täuschungsmanöver waren falsche Einladungen von anderen LinkedIn-Nutzern, wenn es zum Beispiel darum ging, sich mit deren Netzwerk zu verbinden. Das Unternehmen KnowBe4 hat für seine Untersuchung unter anderem einen Phishing-Test simuliert, bei dem geprüft wurde, wie effektiv mehr als 10.000 Sätze in derartigen E-Mails sind. Die falschen LinkedIn-Mails wurden knapp zur Hälfte angeklickt, Twitter-Mails zu 15 Prozent und Facebook-Mails zu 12 Prozent.

Falsche Sicherheitswarnungen sind nicht so erfolgreich

Die User haben kaum Nachrichten angeklickt, die Sicherheitsbedenken als Thema hatten. Die Studie hat gezeigt, dass nur sieben Prozent der Mails geöffnet wurden, die eine Warnung zu einem unerlaubten Chrome-Login meldeten. Die Cyber-Kriminellen haben es mit ihren Phishing-Mails offensichtlich vor allem auf Angestellte abgesehen, so zumindest Altas VPN. Besonders häufig geklickt werden falsche LinkedIn-Mails, die über angebliche Lohnabzüge informieren – ein Drittel solcher Nachrichten wird geöffnet. Als Tipps gibt Atlas VPN den Usern mit, dann misstrauisch zu werden, wenn die Nachrichten besonders dringend formuliert sind und dazu auffordern, ohne Verzögerung und schnell zu handeln – zum Beispiel Login-Daten einzugeben. Skeptisch dürfen User auch dann werden, wenn viele Rechtschreibfehler enthalten, E-Mail-Domains falsch geschrieben oder wenn seltsame Links in der Nachricht vorhanden sind.

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