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Hohes Konsumentenvertrauen: Schweiz im Shoppingfieber

Die Schweizer blicken dem neuen Jahr 2018 positiv entgegen. Der aktuelle Consumer Confidence Index liegt im dritten Quartal 2017 bei 97 Punkten. Auch wenn das Konsumentenvertrauen im Vergleich zum vorangegangenen Quartal damit um einen Punkt leicht gesunken ist (Q2 2017: 98 Punkte), liegt der Schweizer Wert noch deutlich über den gesamteuropäischen 87 Punkten und gleicht dem Wert des Vorjahres (Q3 2016: 97 Punkte). Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Konsumentenvertrauen von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Konsumenten liefert.


Der Konsumentenvertrauensindex bildet die Bewertung der Konsumenten zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Lage und ihrer Bereitschaft Geld auszugeben mit Blick auf die kommenden 12 Monate ab. Im dritten Quartal 2017 zeigen sich die Konsumenten aus Dänemark (115 Punkte), der Türkei (113 Punkte) und Polen (104 Punkte) am zuversichtlichsten.

„Das Vertrauen der Schweizer Konsumenten ist im dritten Quartal stabil geblieben. Es herrscht im Land eine durchaus optimistische Stimmung und die Konsumenten gehen zuversichtlich in das neue Jahr“, erläutert Judith Kuiper, Geschäftsführerin bei Nielsen in der Schweiz.

Schweiz in Shoppinglaune, Europa im Sparmodus

Der Konsumentenvertrauensindex zeigt: Das hohe Vertrauen stärkt die Kauflaune in der Schweiz. Mehr als die Hälfte der Schweizer (Q3 2017: 56%) schätzen ihre finanzielle Lage positiv ein und bewerten diese mit gut oder sogar sehr gut. Außerdem sind 42 Prozent der Schweizer aktuell der Meinung, dass die kommenden Monate ein guter Zeitpunkt sind, sich Dinge zu leisten, die sie brauchen oder mögen. Ein Wert, der seit dem dritten Quartal 2016 konstant ist. „Das Konsumklima in der Schweiz ist positiv und bewegt sich auf einem hohen Niveau. Und es sieht so aus, als könnte es auch auf 2018 übertragen werden. Die Schweizer sparen immer weniger und geben an, dass sie jetzt mehr Geld ausgeben. Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich die Zahlen aus den anderen europäischen Ländern anschaut“, erklärt Judith Kuiper. Im europäischen Durchschnitt zeigen sich zum Teil starke Unterschiede. Hier sehen im dritten Quartal 2017 nur 45 Prozent der Konsumenten ihre finanzielle Lage in der Zukunft optimistisch und nur 37 Prozent planen sich Dinge zu kaufen, die sie benötigen. Beispiel Frankreich: Nur 29 Prozent der Konsumenten bewerten ihre finanzielle Lage als gut oder sehr gut und glauben, dass die nächsten 12 Monate eine gute Zeit zum Geldausgeben ist.

Das Sparschwein ist out – Krankenversicherungen jetzt unter den Top-3 der Ausgaben

Die nächsten Ferien (48%), Kleidung (34%) und jetzt auch Krankenversicherungen (43%) stehen beim Thema Geldausgeben in der Schweiz nach Deckung der Lebenshaltungskosten ganz oben auf der Liste. Nur 32 Prozent der Konsumenten denken vorrangig ans Sparen. „Sparen ist bei Schweizer Konsumenten aktuell nicht besonders angesagt. Die Investition in Ferien oder eine Krankenversicherung scheint lohnenswerter“, erklärt Judith Kuiper. Im europäischen Durchschnitt spielt das Sparen eine größere Rolle: 37 Prozent der Europäer sparen lieber, bevor sie ihr übriges Geld in Urlaub (36%) oder Kleidung (36%) investieren.

Muss doch mal etwas Geld zur Seite gelegt werden, achten die Schweizer vorrangig darauf, Lebensmittel von günstigeren Marken zu kaufen (Q3 2017: 54%, Q3 2016: 64%). Auch bei neuer Kleidung (Q3 2017: 53%, Q3 2016: 55%) und Ausgaben für Take-away Mahlzeiten (Q3 2017: 47%, Q3 2016: 45%) wird dann gespart. Der Durchschnittseuropäer spart hingegen vorrangig an Kleidung (Q3 2017: 51%, Q3 2016: 53%), gefolgt vom Wechsel zu günstigeren Marken bei Lebensmitteln (Q3 2017: 48%, Q3 2016: 49%) und Freizeitaktivitäten (Q3 2017: 45%: Q3 2016: 49%).

Job-Optimismus

Die positive Konsumentenstimmung spiegelt sich auch bei den Job-Aussichten wider: 56 Prozent der Schweizer bewerten ihre Job-Perspektive als gut oder sehr gut. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schweizer im Bezug auf ihre Arbeitssituation genauso positiv gestimmt wie noch im dritten Quartal 2016; und damit um 16 Prozent optimistischer als der europäische Durchschnitt (40% gut oder sehr gut). „Mit diesem konstanten Wert liegt die Schweiz auf Platz 6; nur knapp hinter Dänemark, Tschechien, Deutschland, Irland und Polen“, erklärt Judith Kuiper.

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