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Facebook geht streng gegen Fake News vor – Gruppen bekommen eine Probezeit

Schon häufig stand die Social Media Plattform Facebook in der Kritik, nicht ausreichend gegen Fake News und Desinformation vorzugehen. Besonders in Facebook-Gruppen herrscht häufig ein reger Austausch, der mit wahrem Informationsgewinn nur wenig zu tun hat. Facebook hat nun angekündigt, stärker dagegen vorzugehen.

„Demokraten hängen“ – in manchen Facebook-Gruppen fallen solche Sätze

Facebook-Gruppen erfüllen einen Zweck: Sich mit Gleichgesinnten zu connecten und Informationen auszutauschen. Die unzähligen Gruppen bieten Unterhaltung, Job-Angebote oder Infos für Tierliebhaber oder Marketing-Experten. Naja, und eben auch für Verschwörungstheoretiker, die sich untereinander anheizen, Verwirrung und Desinformation stiften. Gerade jetzt nach der US-Wahl des neuen Präsidenten ging es in den Facebook-Gruppen mal wieder ab. Da wurden nicht nur Verschwörungen die Wahl betreffend diskutiert, sondern auch, dass Demokraten ja eigentlich gehängt gehören.

Problematische Facebook-Gruppen bekommen jetzt eine Probezeit

Als „problematisch“ eingestufte Gruppe müssen ab sofort eine Probezeit absolvieren. Die Admins und Moderatoren solcher Gruppen müssen während 60 Tagen jeden Post überprüfen und manuell freigeben. Problematisch oder kritisch sind Gruppen dann, wenn der gepostete Inhalt der Mitglieder mehrfach gegen die Facebook-Richtlinien verstösst. Geprüft werden alle Gruppen, egal, ob sie öffentlich oder privat betrieben werden. Stellt Facebook während der Probezeit kritischen Content in der Gruppe fest, wird diese gelöscht.

Gruppen-Moderatoren bei Facebook stehen nun in der Verantwortung

Das Problem der falschen Informationen, die in Facebook-Gruppen verbreitet werden, ist nicht nur digital. Mehrere Vorfälle zeigten bereits, dass diese auch Auswirkungen auf das reale Leben haben. Besonders im Gedächtnis geblieben ist der sogenannte „Pizzagate“. Ein Mann stürmte 2016 in Washington eine Pizzeria, nachdem er auf Facebook gelesen hatte, das dort im Keller minderjährige Sexsklaven im Rahmen von Hillary Clintons Pädophilenring versteckt wurden. Der Mann schoss um sich, verletzt wurde dabei niemand. Und alles nur, weil auf Facebook gezielt oder nicht, massive Desinformation gestreut wurde. Auch andere soziale Medien neben Facebook, so auch Twitter und TikTok teilten vor Kurzem mit, dass Profile von Verschwörungstheoretikern künftig gelöscht oder mit einer Einschränkung der Reichweite bestraft werden sollen. Wie erfolgreich Facebooks neue Strategie sein wird, wird sich zeigen. Denn fraglich bleibt, ob Moderatoren von Gruppen mit problematischen Inhalten, wirklich so gewissenhaft alles überprüfen, wie Facebook sich das vorstellt.

Redaktion
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