Start E-Mail Marketing E-Mail-Marketing Trends: Unterstützung für die optimale Strategie 2020

E-Mail-Marketing Trends: Unterstützung für die optimale Strategie 2020

Quelle: Drazen Zigic/shutterstock.com

Auf den letzten Metern des Jahres ist es an der Zeit für gute Vorsätze. Mit diesen fünf Trends im E-Mail Marketing lässt sich die perfekte Strategie fürs nächste Jahr erstellen.

Die perfekte E-Mail-Marketing Kampagne für die passende Zielgruppe zum optimalen Zeitpunkt versenden – das ist der Traum eines jeden Unternehmens, das sich mit E-Mail-Marketing beschäftigt. Gerade jetzt, wo sich das Jahr dem Ende zuneigt, stellt sich die Frage, was kann im kommenden Jahr verbessert werden, was sollte man vermeiden? CleverReach hat mit den folgenden E-Mail-Marketing-Trends zusammengefasst, worauf Anwender im Jahr 2020 achten sollten.

Minimalismus als Appetithäppchen

Bereits seit einiger Zeit nehmen die mobilen Öffnungen der Newsletter zu, mittlerweile werden die meisten E-Mails über mobile Endgeräte und nicht über den Desktop geöffnet. Entscheidend ist jedoch, dass der prozentuale Umsatz von mobilen Öffnungen bereits letztes Jahr um 23 Prozent gestiegen ist, Tendenz steigend. Dies hat zu einer Beschleunigung der mobilen Optimierung in nahezu allen digitalen Marketingkanälen geführt. Umso mehr Gründe für Anwender, sich 2020 noch intensiver mit mobil optimierten Kampagnen auseinanderzusetzen.

Dabei geht es nicht nur um das responsive Design, das seit Jahren die E-Mail-Marketing Trends bestimmt, sondern auch die Umstände einer Öffnung über mobile Endgeräte. Die Zeit- und Aufmerksamkeitsspanne, die der Empfänger bei Ansicht der E-Mail über sein Smartphone aufbringen kann, ist wesentlich geringer als über die Desktopansicht. Empfänger überfliegen ihre E-Mails mehr, als dass sie sie intensiv lesen. Die Darstellung auf den wesentlich kleineren Bildschirmen, selbst bei responsiv optimierten Designs, sollte für den Erfolg des Versands mit in Betracht gezogen werden – nur was in einer so kurzen Zeitspanne aufgenommen werden kann, wird auch geklickt. Sogar beim Design der Buttons muss diese Interaktion mit Fingergröße und unterschiedlichem Handling berücksichtigt werden, sonst wird der Empfänger möglicherweise trotz Öffnung und zielgruppengerechten Inhalten nicht zum Kaufabschluss kommen, weil das Layout ihm einen Strich durch die Rechnung macht.

Anwender sollten also darauf vorbereitet sein, im kommenden Jahr ihr Layout und Design für mobile Öffnungen noch weiter zu optimieren, um abspringende Kunden zu vermeiden. Empfehlenswert ist ein einfaches, minimalistisches Design. Denken Sie eher an Appetithäppchen, bei denen jeder schnell zugreifen und leicht verdauen kann, auch wenn er gerade auf dem Sprung ist. Auf welche Informationen können Sie verzichten, um es dem Empfänger so leicht wie möglich zu machen eine Kaufentscheidung zu treffen? Solche Inhalte, in Design und Text heruntergebrochen, können Sie dafür auch in einer höheren Frequenz anbieten, anstatt dass Sie Ihre Empfänger regelmäßig mit aufwändigen und langen E-Mails bespielen.

Machine Learning und Künstliche Intelligenz

In den letzten Jahren haben sich Anbieter wie Anwender Schritt für Schritt an die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning herangewagt, doch 2020 wird das Thema die nächste Ebene erreichen. Während die aktuellen Einflussmöglichkeiten im E-Mail-Marketing und der Direktkommunikation sich noch darauf beschränken, Verhaltensmuster zu analysieren und optimale Versandzeiten zu ermitteln, sowie Erkenntnisse aus relevanten Kennzahlen zu gewinnen und aufzubereiten, so werden die Programme zukünftig immer mehr die Kommunikation zwischen Anwender und Empfänger übernehmen können. KI ist bestrebt, das Maß an Relevanz, das Vermarkter den Verbrauchern bieten können, vollständig zu verändern und zu optimieren und soll den Nutzer maßgeblich unterstützen.

Immer mehr Funktionen werden bereits integriert, die dem Anwender die Entscheidung zu Personalisierung und Versand erleichtern und letztlich möglicherweise vollständig abnehmen können. Durch Erfahrungswerte aus vergangenen Kampagnen kann mit Machine Learning die Adressierung der Empfänger immer stärker individualisiert werden. Der intelligente Teil besteht darin, wie KI-Systeme aus früheren Verhaltensweisen lernen, um zukünftige Aktionen zu gestalten. Von dynamischer Inhaltsauswahl durch eine KI können vor allem Marken mit unterschiedlichem Publikum oder einem großen Produktportfolio profitieren. Dabei müssen Systemen, die auf Basis von KI agieren, auch eine entsprechend große Datenmenge und Informationen zur Verfügung stehen, auf dessen Basis präferierte Entscheidungen abgenommen und getroffen werden können. Es wird eine der wichtigsten Herausforderungen sein, solche Daten im Rahmen der Datenschutzverordnung von den Empfängern zu sourcen und basierend auf vorhandenen und nicht-vorhandenen Informationen erfolgreich zu segmentieren und Kampagnen je nach Zielgruppe zu optimieren.

Automation

Hand in Hand mit dem Machine Learning und KI geht die allgemeine Automation, die in allen Bereichen des E-Mail-Marketings im kommenden Jahr an Wichtigkeit gewinnt. Verschiedene Kunden können klassifiziert und durch eigens-definierte Mailingabfolgen geführt werden, von denen man belegbar mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ziel erreicht. Bei der Marketingautomatisierung geht es darum, die relevantesten Inhalte zum am besten geeigneten Zeitpunkt für eine bestimmte Person oder Gruppe bereitzustellen, sei es für bestehende oder potenzielle Kunden. Automationstechnologien setzen die Möglichkeiten für automatisierte Newsletter-Kampagnen um. Dabei fokussieren sich solche Features insbesondere auf die bereits genannten Trigger-Mailings, die durch eine Aktion des Empfängers eine Abfolge auslösen, wie die erste Registrierung, einen Kauf oder getätigte Buchungen. Lifecycle-Mailings können zu festgelegten Zeitpunkten im Rahmen des Kunden-Lebenszyklus eingestellt werden. Je nach Anforderung, Branche und Zielgruppe lassen sich verschiedene Szenarien und E-Mail-Strecken automatisieren.

Die allgemeine Idealvorstellung für zukünftige E-Mail Marketing-Lösungen könnte ein System sein, das dem Versender anhand der ermittelten Werte aus gelaufenen Kampagnen nicht nur aufzeigt, welche Elemente maßgeblich für den Erfolg bei einer bestimmten Zielgruppe tragend waren, sondern automatisiert und eigenständig neue Kampagnen erstellt und zielgruppenspezifisch versendet. Auch wenn dies voraussichtlich über die Möglichkeiten für das Jahr 2020 hinausschießt, sollten Anwender neue Funktionen in diesem Gebiet genau im Auge behalten, denn dies wird die Arbeit im E-Mail Marketing grundlegend beeinflussen.

Nutzergenerierte Inhalte

Nutzergenerierte Inhalte, oder wie aus dem Englischen als User Generated Content (UGC) bekannt, sind eine vom Empfänger und Endverbrauche des Produkts erstellte Form von Inhalten. Dazu gehören Texte in Form von Rezensionen und Reviews, gesprochene Statements oder auch Videos, wenn verfügbar. Viele andere Marketingkanäle profitieren bereits von den nutzergenerierten Inhalten, da diese bei Streuung von Familie, Freunden oder auch bekannten Persönlichkeiten, die als Testimonials für eine Marke sprechen, besonders gut potentielle Neukunden erreichen und überzeugen können. Wenn Sie Ihre Kunden dazu motivieren, Inhalte für E-Mail Marketing-Kampagnen und Newsletter beizusteuern oder bestehende Rezensionen als Kundenstimme in die nächste Kampagne einzugliedern, fördern Sie die Authentizität Ihrer Marke und verbessern folgend die Conversion.

Das Vertrauen in andere Kundenstimmen spricht für dieses Vorgehen, denn 82 Prozent der Verbraucher erachten Bewertungen anderer Nutzer als besonders wertvoll und 70 Prozent aller Verbraucher achten vor einer Kaufentscheidung auf Bewertungen oder Rezensionen, wie 3dcart aufzeigt. Was also für den allgemeinen E-Commerce funktioniert, kann und sollte im E-Mail Marketing zusätzlich genutzt werden, um Glaubwürdigkeit zu untermauern und Käufer zum Handeln zu animieren. Dazu kommt der Vorteil, dass es gerade innerhalb einer E-Mail-Kampagne einfach ist, direktes benutzergeneriertes Feedback zu erhalten. Kleine integrierte Module können beispielsweise eine sofortige Rückmeldung ermöglichen, indem eine einfache Frage im Newsletter beantwortet wird und somit keine neue reaktive Aktion erfordert, oder für ausführlicheres Feedback könnte der Empfänger auf eine Landingpage mit einer umfassenderen Umfrage geleitet werden.

Dabei bleibt zu beachten, dass Nutzer nicht überfordert werden sollten, wenn Feedback gewünscht wird. Zu lange Abfragen können umständlich und zeitaufwändig wirken und den Empfänger abschrecken. Auch ist der richtige Zeitpunkt für die Abfrage der Informationen von Vorteil. Lassen Sie dem Nutzer genug Zeit, bevor Sie nach nutzergeneriertem Feedback fragen. Hier können Triggermailings und andere Automationsmöglichkeiten wieder helfen. Letztlich brauchen die meisten Nutzer einen Anreiz, solch relevantes Feedback zu teilen. Einigen Unternehmen fällt es leichter als anderen, ihre Nutzer zu Feedback zu bewegen. Hilfreich sind dabei das Hinzufügen von Gamification oder Interaktivität innerhalb einer E-Mail-Kampagne, oder der Anreiz durch Vergünstigungen oder Rabattaktionen bei Teilnahme.

Interaktion durch AMP

Die Kombination aus Reaktionsfähigkeit und Interaktivität kann auch für fortgeschrittene E-Mail-Vermarkter eine Herausforderung darstellen. Während Interaktion ursprünglich als unterhaltender Effekt in Newsletter eingebaut wurde, wird es ab 2020 funktionaler eingesetzt, um das Engagement zu fördern. Dabei hilft die Umsetzung durch AMP für E-Mails – eine Funktion die von Google initiiert und weiterentwickelt wird. Absendern wird es möglich sein, AMP-Komponenten in ihre E-Mail-Kampagnen und Newsletter mit einzubinden. Moderne App-Funktionen werden somit in Newsletter integriert und fördern Interaktion. Die E-Mail an sich hat häufig noch eine sehr klassische Funktion und Design, denn der Inhalt, der in ihr übermittelt werden kann, ist teilweise sehr begrenzt. Um diese Statik durch eine dynamische Komponente zu ersetzen, können AMP E-Mails durch zusätzlich Unterstützung die Interaktivität verbessern und modernisieren.

Durch das Engagement und Interesse einer treibenden Kraft wie Google zeigt sich deutlich, dass die E-Mail als Kommunikationskanal unerlässlich wichtig und sogar innovationsfähig bleibt. Während sich Format und Design durch verschiedene AMP-Integrationen verändern können, besteht die Basis der E-Mail- und Newsletter-Kampagne weiterhin als überzeugende Maßnahme, in die es sich lohnt zu investieren.

Das Jahr 2020 in E-Mails

Aktuelle Studien belegen, dass E-Mail-Marketing mit 95,4 Prozent Nutzern aus über 5000 Top-Unternehmenin der DACH-Region weiterhin die wichtigste Kraft im Online Marketing ist. Aus Sicht des Marketers ist die E-Mail hier immer noch das vertriebseffizienteste Kommunikationstool für gewinnbringendes Direkt-Marketing. Erst in diesem Jahr soll der Return on Investment (ROI) sogar nochmals leicht auf 42:1 angestiegen sein. Mit Blick auf ROI und Kosten-Nutzen-Faktor kann das E-Mail-Marketing also weiterhin als Spitzenreiter wahrgenommen werden, der seine Stellung auch im kommenden Jahr durch innovative Ansätze ausbauen kann.

2020 wird mit Blick auf die genannten Trends minimalistischer, schneller, aber auch intelligenter und persönlicher. Das Verbraucher- und Empfängerverhalten ist der Kompass, an dem sich der Marketer und damit auch der Aufbau wirksamer Kampagnen orientieren muss.

Autor: Sebastian Strzelecki

Quelle: onlinemarketing.de

Redaktion
Die Redaktion von marketing.ch liefert seit 2012 regelmässig spannende Inhalte rund um das Thema Marketing. Wenn kein anderer Autor hinterlegt ist, hat das marketing.ch Team gemeinsam unter diesem Account an den Artikeln gearbeitet. 🙂

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