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Datenvisualisierung im B2B-Marketing mit Google Data Studio

Quelle: shutterstock.com

Digitale Marketinginitiativen leben von der Auswertung ihrer Daten. Oftmals erschließt sich ein Zusammenhang am besten, wenn Indikatoren wie Zugriffszahlen oder Absprungrate in einem Diagramm übersichtlich dargestellt werden. Denn schließlich verarbeitet das Gehirn visuelle Informationen am schnellsten.

Google Data Studio bietet einen schnellen und leichten Einstieg in die Datenvisualisierung. Für Marketing und Vertrieb ist die Visualisierung ihrer Indikatoren ein wichtiges Instrument, um ihren Erfolg sichtbar zu machen und Optimierungspotenziale zu finden.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash )

Solche Reportings zu erstellen, kann allerdings eine zeitaufwändige und mühsame Arbeit bedeuten. Glücklicherweise steht mit Google Data Studio hierfür ein kostenloses und einfach bedienbares Werkzeug zur Verfügung. Im Folgenden erfahren Sie, wie und wofür es sich einsetzen lässt, was bei der Anwendung zu beachten ist und welche Alternativen auf dem Markt erhältlich sind.

Datenvisualisierung per Mausklick
Um Google Data Studio nutzen zu können, benötigen Sie ein Konto bei Google. Das Data Studio ist Teil der Google Marketing Platform, zu welcher unter anderem auch Analytics und Surveys gehören. Um das Tool nutzen zu können, ist noch eine gesonderte Zustimmung zu den Nutzungsvereinbarungen sowie die Angabe des Datenschutzbeauftragten notwendig.

Über einen Klick auf „Leerer Bericht“ lässt sich ein neues Reporting erstellen. Data Studio stellt über den Reiter „Einfügen“ unterschiedliche Visualisierungsformate zur Verfügung, die sich als Module in den Bericht einbinden lassen. Dazu gehören Weltkarten, Tortendiagramm, Balkendiagramme, Scatter Plots oder auch Rankings. Eine neuere Funktion ist die Einbindung von Google Maps, durch die sich Datenpunkte geografisch darstellen lassen.

Für jedes Modul lassen sich die Daten entsprechend filtern, aber auch das äußere Erscheinungsbild festlegen. Der Editor bietet mit einigen Funktionen, die dem Präsentationtool Google Slides ähneln, auch die Möglichkeit, das Dashboard ansprechend grafisch zu gestalten. So lassen sich zum Beispiel Farben und Schriftarten editieren oder auch Logos einfügen, damit der Bericht das Corporate Design des eigenen Hauses oder eines Kunden berücksichtigt.

Verschiedene Datenquellen stehen zur Verfügung


Beispielansicht des Editors in Google Data Studio.
(Bild: Felix Schönherr )

Beim Anlegen eines neuen Berichts lassen sich die zugrunde liegenden Datenquellen initial auswählen. Dabei können Anwender auf eine wachsende Auswahl zurückgreifen. Am einfachsten ist zunächst der Upload von Tabellen im Excel- oder CSV-Format. Die Einbindung von Produkten aus dem Alphabet-Universum wie Google Analytics oder Youtube Analytics ist ebenso möglich. Darüber hinaus lassen sich durch Plugins Schnittstellen zu beliebten Plattformen wie Facebook, LinkedIn oder Salesforce herstellen.

Die Daten aus den festgelegten Quellen können dann im Data Studio zusammengeführt oder auch nach einzelnen Parametern gefiltert werden. Die Visualisierung der Daten in den entsprechend ausgewählten Diagrammen geschieht automatisch und erfordert von den Anwendern keinerlei grafische Kenntnisse. Hierin liegt die größte Zeitersparnis durch Anwendung eines Visualisierungstools.

Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im B2B-Marketing

Google Data Studio bietet eine unterschiedliche Datenquellen zur Einbindung an.
(Bild: Felix Schönherr )

Seine Stärken spielt Google Data Studio besonders dann aus, wenn es um die Korrelation verschiedener Datenquellen geht. Der häufigste Anwendungsfall dürfte daher ein übergeordnetes Dashboard darstellen, welches die Marketing- und Vertriebsaktivitäten auf einen Blick zeigt und den Zusammenhang zwischen Ausgaben und Absatz verdeutlicht. Hier lassen sich die verschiedenen Datenquellen wie Social Media Insights, CRM, ERP und so fort konsolidieren. Besonders im B2B ist es ein Anliegen, Marketing und Vertrieb näher zusammenzubringen. Dabei kommt einem solchen Dashboard eine wichtige Bedeutung zu.

Die hierfür zugrunde liegenden Daten können die folgenden sein:

Reichweiten der Online-Kampagnen (Social Media, Banner-Werbung, etc.)
Anzahl neuer qualifizierter Leads
Anzahl abgeschlossener Verkäufe
Marketingausgaben
Generierter Umsatz
Je nach Größe und Spezialisierung lassen sich mit dem Data Studio auch Teilbereiche sehr gut darstellen, zum Beispiel die vorhandenen Datensätze in einem CRM-System, geordnet nach Qualifikation, Alter und Zeitraum der letzten Ansprache.

Den Vorstellungsmöglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt. Visualisierung ist prinzipiell immer dann sinnvoll, wenn Resultate effizient kommuniziert werden müssen. So können sie beispielsweise eine große Hilfe bei Meetings mit der Geschäftsführung oder auch in einem Vertriebsteam sein. Oft werden bestimmte Zusammenhänge auch erst mit Blick auf die Diagramme und ihre Kurven deutlich.

Datenschutz und DSGVO
Natürlich darf auch bei der Arbeit mit Google Data Studio der Datenschutz nicht unter den Tisch fallen. Denn schließlich kann auch hier eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten nach Artikel 6 der europäischen Datenschutzgrundverordnung vorliegen. Der einfachste Weg, dies zu umgehen, besteht darin, keine personenbezogenen Daten in Data Studio zu laden. Dazu gehören neben Namen, Wohnort, E-Mail-Adresse und Telefonnummer unter anderem auch IP-Adressen. Da Reportings diese Daten in der Regel nicht benötigen – schließlich geht es darin um generelle Trends, nicht um spezifische Datenpunkte – können die Datenquellen entsprechend bereinigt werden.

Alternativen zu Google Data Studio
Neben dem Gratis-Angebot aus dem Hause Google ist eine ganze Reihe von kostenpflichtigen Lösungen auf dem Markt zu finden. Dazu gehören beispielsweise Power BI aus dem Hause Microsoft, Tableau oder Amazon QuickSight. Neben preislichen Erwägungen spielt auch eine Rolle, welche IT-Angebote bereits genutzt werden. Während Power BI auf die Verwendung mit dem hauseigenen Cloud-Service Azure optimiert ist, bietet sich QuickSight im Zusammenspiel mit AWS an. Eine kostenlose Open-Source-Lösung finden Anwender bei Metabase. Diese bietet jedoch weniger Möglichkeiten als die kostenpflichtige Enterprise-Version und muss zudem noch auf dem eigenen Server installiert werden.

Zusammenfassung
Google Data Studio bietet einen schnellen und leichten Einstieg in die Datenvisualisierung. Für Marketing und Vertrieb ist die Visualisierung ihrer Indikatoren ein wichtiges Instrument, um ihren Erfolg sichtbar zu machen und Optimierungspotenziale zu finden. Eine Einarbeitung lohnt sich also durchaus. Natürlich mag es Gründe geben, weshalb das Produkt aus dem Hause Google nicht eingesetzt werden kann oder soll. Hierfür gibt es eine große Bandbreite an Alternativen auf dem Markt. Allerdings müssen für diese – zumindest kleinere – Investitionen getätigt werden.

*Felix Schönherr („Sprache fürs Geschäft“) ist selbstständiger Sales- und Marketing-Experte mit Fokus auf der IT-Branche.

Quelle: marcon

Redaktion
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