Start News Das kommt in die Tüte: Konsumenten in Der Schweiz sind globale Shopper...

Das kommt in die Tüte: Konsumenten in Der Schweiz sind globale Shopper – Internationale Studie

Irische Butter, französische Handcreme, amerikanisches Katzenfutter – und das mit einem guten Gefühl. Ob Lebensmittel, Kosmetik oder Haushaltsprodukte: Bei den meisten Waren des täglichen Bedarfs spielen Ländergrenzen für Konsumenten in der Schweiz kaum noch eine Rolle. Einzige Ausnahme sind Milchprodukte: Hierzulande kommt bei den meisten Konsumenten (74%) am liebsten nur das in die Tüte, was auch von Herstellern aus der Schweiz kommt. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz damit im Mittelfeld. Konsumenten aus Österreich, Polen und Griechenland setzen bei Milchprodukten stärker auf nationale Herkunft.

Das ist das Ergebnis der Studie Global Brand Origin von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Konsumenten liefert. Darin wurde in 63 Ländern weltweit untersucht, wie Konsumenten zum Kauf von Produkten von lokalen und globalen Herstellern stehen.

Einkaufskorb der Schweizer: Lokale Produkte nur in wenigen Kategorien favorisiert

Die Studie analysiert die sogenannten Fast Moving Consumer Goods um die Warengruppen Pflegeund Kosmetikprodukte, Getränke, frische Lebensmittel und haltbare Lebensmittel. Sie zeigt, dass lokale Produkte nur bei sechs der 27 Warenbereiche von mehr als 25 Prozent der Befragten favorisiert werden.

„Die Konsumenten werden zu globalen Shoppern. Ob Bern oder Frankreich: Unsere Studie zeigt, dass es im Supermarkt bei Waren des täglichen Bedarfs für viele Konsumenten oft keine Ländergrenze mehr gibt“, erläutert Judith Kuiper, Geschäftsführerin von Nielsen Schweiz.

Das Einkaufs-Ranking: Bei diesen Produkten sind die Schweizer besonders global unterwegs

Ganz oben auf der Liste der Produkte, die die Schweizer am liebsten von nationalen Herstellern kaufen, sind Frische-Produkte wie Käse, Butter oder Milch (74%). Platz zwei belegt tiefgekühltes Fleisch und Meeresfrüchte (32%).

„Die Zahlen zeigen, dass die Schweizer grundsätzlich offen für Produkte internationaler Hersteller sind. Das heisst jedoch nicht zwangsläufig, dass es ihnen egal ist, wo die Produkte herkommen“, erklärt Judith Kuiper. „Im Gegenteil, wir beobachten, dass viele Konsumenten zunehmend bewusst einkaufen und genau hinschauen, welche Eigenschaften ein Produkt hat.“

Die Ergebnisse zum Segment der Pflegeprodukte zeigen: Nur vier Prozent der Eltern in der Schweiz ziehen hier den Kauf von Produkten nationaler Hersteller vor. Auch bei Damenpflegeprodukten (7% national) und Mundhygieneprodukten (10% national) sind internationale Hersteller gefragt. In der Warengruppe Getränke stechen vor allem Energy Drinks hervor, die nur zehn Prozent der Schweizer von Schweizer Herstellern bevorzugen. Ein ähnliches Phänomen ist bei haltbaren Lebensmitteln zu beobachten.

„Alles in allem zeigt unsere Studie: Der Gaumen und die Gewohnheiten werden zunehmend globaler “, so Judith Kuiper. „Das Mischverhältnis zwischen nationalen und internationalen Präferenzen, also dass man Milchprodukte lieber lokaler kauft, wird sich so schnell nicht ändern. Dennoch gibt es grosse Unterschiede im europäischen Vergleich.“

Der Lebensmitteleinkauf im europäischen Vergleich

Die Studie zeigt: Auch wenn die Schweizer insbesondere Milchprodukte von nationalen Herstellern bevorzugen (74%), sind sie deutlich offener als etwa Länder wie Griechenland (84%), Polen (81%) oder Österreich (80%). Und bei Produkten wie Körperpflege oder Kosmetik liegt die Schweiz sogar noch vor den Ländern, die vergleichsweise offen gegenüber internationalen Frische-Produkten sind, wie z. B. Grossbritannien oder Spanien. Ein Beispiel: Nur für zwölf Prozent der Schweizer sollte ein Putzmittel von nationalen Herstellern stammen, während in Estland 23 Prozent und in Griechenland 31 Prozent dieser Ansicht sind.

Bäcker, Fleischer und Co. weiterhin hoch im Kurs

Geht es um die Frage, wo die Schweizer ihre Lebensmittel am liebsten einkaufen, ergibt sich ebenfalls ein differenziertes Bild: So hat der Einkauf von frischen Lebensmitteln im Geschäft um die Ecke bei vielen Konsumenten Priorität. „In kleineren Geschäften ist die Herkunft der Produkte meist bekannt. Da spielt der Aspekt des Vertrauens eben auch eine grosse Rolle. Somit ist klar: Auch wenn globale Marken in anderen Segmenten gefragt sind, liegt gleichzeitig Regionalität stark im Trend“, sagt Judith Kuiper. Fast 70 Prozent der Konsumenten setzen auf Geschäfte in der Nähe und kaufen dort Obst und Gemüse ein. Beim Kauf von frischem Fleisch, Fisch, Eiern (54 Prozent) und Backwaren (59 Prozent) ziehen die Konsumenten lokale Geschäfte vor.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier

Redaktion
Die Redaktion von marketing.ch liefert seit 2012 regelmässig spannende Inhalte rund um das Thema Marketing. Wenn kein anderer Autor hinterlegt ist, hat das marketing.ch Team gemeinsam unter diesem Account an den Artikeln gearbeitet. 🙂

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Artikel

SEM / SEA / SEO

SEM, SEA, SEO – Unterschiede und Definitionen SEM (Search Engine Marketing: Suchmaschinenmarketing) steht als Oberbegriff für alle Massnahmen rund...

News Crowdfunding #1

Crowdfunding ist eine alternative Finanzierungsform, die stetig an Beliebtheit gewinnt, vor allem bei Startups. Diese können mit Hilfe von Crowdfunding die Auswahlkriterien der Banken...

Affiliate Marketing

Affiliate-Marketing das Topmodel der Werbung Was 1997 durch den Amazon-Gründer aus der Partylaune heraus entstand, gehört heute sozusagen zum...

Social Media Marketing

Was ist Social Media Marketing? Es ist ein täglicher Alltagsbegleiter: Das Smartphone. Soziale Medien wie Instagram, Facebook, Pinterest oder...

Digital / Online Marketing

Digital / Online Marketing der Schlüssel zum Erfolg Die richtige Online-Marketing-Strategie ist die elementarste Frage für eine erfolgreiche Zukunft....